Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 29 (17.7.1914)
- Article
- Richard A. Bermann [Rezension]
- Date
- 1914-07-17
- Page
- 753 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29 DIEHqEELT tionsbewegung mit der heutigen Lage des Judentums drängt sich von selbst auf' und wird auch von Bermann andeutungsweise gezogen. „Man kann die Iren am besten so charakterisieren: Sie sind die Juden des Okzidents.“ Zahlreiche Analogien werden treffend aufgezeigt, von der religiösen Sonderstellung bis zum „Stammplatz in den Witzblättern“ herab. „Jener gewisse Hang, es dem fremden Herrenvolk in Aeußerlichkerten gleichtun zu wollen, jener typische jüdische Antisemitismus des Assimilierten lassen sich bei den Iren wiederfinden.“ — Dem Zionismus steht Bermann ferne. Aber es zeugt von Einsicht und ist gerade als Zeugnis eines Unparteiischen wertvoll, wenn er die besonderen Vorzüge der zionistischen vor der vielleicht künstlichen Sprachbewegung in Irland mit den Worten zeichnet: „Die hebräische Sprachbewegung hat noch das eine für sich, daß die Juden in der Welt die verschiedensten Sprachen sprechen und daher jede jüdische Kolonie in Palästina eine Stadt von Babeltürmen würde, führte man nicht eine einheitliche Verkehrssprache ein. Auch kennen viele Ostjuden das Hebräische noch und sprechen es mit Leichtigkeit. Aber das Gaelische sprechen nur noch wenige Westiren, und es gibt keine Iren mit französischer, deutscher, spanischer Muttersprache.“ Prag. Max Brod. Rumänischer Altnanach „Kadimah“ Die Redaktion des rumänischen Almanachs „Kadimah“, der Anfang September d. Js. in Jassy erscheinen wird, ersucht, diejenigen Schriftsteller, die Beiträge zugesagt haben, die Manuskripte bis zum 33. Juli d. Js. einzusenden, damit die Uebersetzung rechtzeitig besorgt werden kann. Die Redaktionen jüdischer Zeitungen und Zeitschriften, die in die Monographie der jüdischen Presse aufgenommen zu werden wünschen, werden ersucht, spätestens bis zum 30. Juli d. Js. eine Notiz von 10—13 Zeilen einzusenden, die Angaben über das Oründungsjahr, Namen der Begründer und Leiter der Zeitschrift, Programm, Erscheinungsweise, Sprache usw. enthält. Herzls „Judenstaat“ in polnischer und jüdischer Übersetzung Anläßlich des 10. Todestages von Theodor Herzl erscheint in Stanislau (Galizien) eine von unserm Gesinnungsgenossen David Erdtracht besorgte polnische und jiddische Uebersetzung von Herzls Judenstaat. Als Einleitung sind dem Buche interessante Vorreden von Gräfin Marie Johanna Wielopolska, Baronin Bertha v_ S u 11 n e r (im April d. Js. geschrieben), Grafen J. T o 1 sjto i (ehemaligem russischen Unterrichtsminister), Leon B o jyrg e o i s, Max Nord a u, Israel Zangwill, Achad - H_^a m, Dr. Alfred Noss i g und Dr. Leon Reich beigegeben. Das Buch ist 200 Seiten stark. Preis Kr. 1,50. Bestellungen sind an die Buchhandlung Mariam H a s k 1 e r, Stanislau, oder an das „Jüdische Tagblatt“, Lemberg, zu richten. Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht Die Nationalfondskommission in Krakau, Stradom 23, hat mit Herrn Moses Rath, dem Verfasser des Lehrbuches der hebräischen Sprache, welches von allen Autoritäten als bestgeeignetes zum Schul- und Selbstunterricht anerkannt wurde, eine Abmachung getroffen, laut welcher der Nationalfonds 753 20 vom Preise eines jeden bei der obigen Kommission bestellten Exemplares bekommt. Das Buch besteht aus einem hebräischen, einem deutsch (resp. polnisch) geschriebenen Lehrbuche und einem Schlüssel und kostet gebunden exklusive Porto 4,90 Kr. ln Prachtband 30 Heller mehr. Wir ersuchen daher alle Gesinnungsgenossen, das Buch bei der Nationalfondskommission Krakau, Stradom 23, zu bestellen. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Siegmund Eppler, Wien K.2.— — Jt 1.68; Benno Lichtenstem, Wien BL 2.— — Jt 1.68; Prof. Kellner, Wien K. L— »»- Jt -.84; Johann Kremenezky, Wien K 10— — M 8.40; Ing. Josef Seidener, Wien K. —.50 --- Jt —.42; Heinrich Lederer, Wien K. —.50 — Jt —42; Leo Weise, Wien K. L— — M —-84; Oswald Weise, Wien K. 2.— Jt 1.68; Julias Weise, Wien K. L— — Jt —-84; Dr. Elk an Weise, Wien K.2.— — Jt L68; Emannel Lockspeiser, Boryslaw K. L— — Jt —.84; Kais. Bat Emil Broch, Tarnow K.—.50 --- Jt —.42; Kais. Bat C. Hirsch, Wien K.5.— Jt 4.20; Heinrich Bard, Lemberg K. 6.— — Jt 5.04; Fischei Engelstein, Metz Jt —AO; Simon Gerstenhaber Jt —-SO; Joaet Frankel Jt —B0; Jona Holdner M —B0; Isak Großmann Jt —.25; Simon Thau, Metz Jt —.25; Jacob Lämmle, Saarbrücken-Ä —,25; Ed. Putzrath, Rreslau Jt —.25; Max. Schänder, Saarbrücken Jt — ,10; Akademischer Verein jüdischer Mediziner, Wien El. 2,— — Jt 1,68. Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: Per J. N.-F. Wien (Spende Nadwoma) . . . . Kr. 11.40 Moderne Windkraftanlagen. Das Prinzip der Arbeitsteilung, das Darwin einst für die Entwicklungsgeschichte der Menschheit postulierte, ist zum Regulator aller menschlichen Tätigkeit geworden, ganz besonders seitdem der maschinelle Betrieb allerorten eingeführt woiden ist. Landwirtschaft. Industrie, Kleingewerbe, ja selbst das einzelne Hans uud der einzelne Haushalt verlangen heute zur Verrichtung -vieler Arbeiten Krafthet riebe, da Menseherikrftfto zu teuer sind. Die Nutzbarmachung aller Na,urkräfte ist die natürliche Folge dieser Bestrebungen, da auch die Umsetzung von. Kohle, Petroleum und Benzin in Wärme zur Kraf erzongung für viele Betriebe za teuer ist. Außer der vereinzelt vorkommenden Wasserkraft steht dem Menschen noch eine überall vorkommende Naturkraft zu Gebote, der Wind. „Wind ist Geld“, sobald er nutzbar gemacht werden kann. In erster Linie gehört dazu aber eine Windkraftmaschine, welche auf Grundlangjähriger Erfahrungen konstruiert, den hoben Anforderungen, welche man an die heutige Maschinentechnik stellt, zu entsprechen vermag. Jeder, der für derartige Mascbii en Bedarf hat oder sich dafür interessiert, wende sich an die Vereinigten Windturbinenwerke G. m. h. H.. vor >>. End. Brauns und Ca<l Reinsch, Dresden-Niedersedlitz. Die 1859 gegründete Firma hat einen Weltruf erlangt, ihr Export erstreckt sich auf alle Länder der Erde und überall, wo das Fabrikat dieser Firma, die „Herknlesu-Stahlwindturbine einmal zur Anwendung gekommen ist. sind Nachbestellungen die Folge gewesen. Das Königlich Preußische Landwirtscbafts-Ministeriacn, fast alle deutschen Baubehörden, Gemeinden und Genossenschaften bevorzugen bei der Vergebung ihrer Lieferungen die Herkules-Stahl windturhine und dürfte darin doch sicher die beste Anerkennung des Systems und die Ueberlegenheit der Konstruktion und Ausführung liegen. Die Herkules-Stahlwindturbine ist in allen ihren Teilen streng nach den Gesetze der Technik auf Grund jahrzehntelanger Erfahrungen konstruiert, so daß sie an Einfachheit, Leistungsfähigkeit uud Zweckmäßigkeit wohl nicht mehr zu übertreffen ist. Sie ist die einzige deutsche Oiiginalkonstrnktion und hat allen anderen Windturbinenkonstruktionen zumVorbild gedient. Die Hauptmerkmale der Konstruktion sind: Ausführung nur in Stahl und Eisen, geschlossenes Flügelrad mit festgenieteten, schraubenförmig verdrehten Flügeln von verzinktem Stahlblech, selbsttätig »-xaktwirkende Regulierungsvorichtungen nach Windrichtung und Windstärke durch Hauptsteuer und Seitenfahne, grösstmögliche Ausnutzung des Windes durch die Eigenart der Flügelkonstruktion und durch die präzise Ausführung überhaupt, absolute Sturmsicherheit, Einkapslung aller beweglichen Teile tum Schutze gegen Staub, Regen, Schnee und dergleichen, Zentra1 Schmierung aller arbeitenden Teile, Verarbeitung nur erstklassigen Materials und präziseste Bearbeitung desselben auf Spezialmaschinen. Von den ausserordentlich vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Herkules-Stahlwindtorbine seien hier die folgenden erwähn,: Wasserver-orgungsanlag^n für ganze Gemeinden, einzelne Schlösser, Güter, Villen, Gärten etc., zu Ent- und Bewässerungen bis zu den grössten Leistungen, ferner zum Antrieb von landwirtschaftlichen Maschinen, als Dresch-, Häcksel- und Futterschneidemaschinen. Schrotmühlen, Separatoren, Torfpressen, ferner für gewerbliche Betiiebe allerlei Holzbearbeitungsmaschinen für Tischler und Stellmacher, Stanz-, Fräs- und Lochmaschinen, für Schlosser und Schmiede. Schlrif-teine etc. etc. Ausserdem sind sie schon in Hunderten von Ausführungen geliefert für Betrieb von Mühlen für grosse und klein« Leistungen. Eine ganz besondere Spezialität der Vereinigten Windturbinen-Werke ist ferner die Ausführung von Windkraft- Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie, welche nach dem eigenen, patentierten System der Firma erfolgt, dem einzigen, welches absolut betriebssicher und vollkommen zuverlässig arbeitet. Die illustriert) n reichhaltigen Kataloge der Firma geben über alles Wissenswerte eingehende Auskunft und stehen ernsthaften Interessenten zur Verfügung. StouwercK 7 Fabriken. Über6000Beschäftigte