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Die Welt · 1914-07-10 · 28 (10.7.1914) · p. 728

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
28 (10.7.1914)
Article
Neue griechisch-jüdische Konflikte in Saloniki
Date
1914-07-10
Page
728 (sequence 2)
Language
German
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728 Nr. 28 DIE^ELT Gewohnheit beibehaltenen Tracht auf die türkenfreundliche Gesinnung der Juden. Die „Makedonia“ schreibt dazu: „Das bedeutet eine Beleidigung der griechischen Nation. Was wird denn endlich mit diesen Juden werden? Es wird eine Zeit kommen, wo wir sie nicht länger ertragen können. Das Maß ist voll. Sie schließen ihre Läden nicht an den nationalen Festtagen, sie beschimpfen die christliche Religion und den König, kurz, es ist unerträglich für uns.“ So erhebt die Presse fortwährend frevelhafte Verleumdungen und Anklagen gegen die große jüdische Bevölkerung, die der Politik ganz fern steht und weiter nichts will, als arbeiten und in Frieden mit aller Welt leben. Trotzdem berichtet die „Nea Hellas“ in Athen ganz ernsthaft von der Gründung eines jüdischen Komitees, das die Vereinigten Staaten daran hindern will, Griechenland die beiden Panzerschiffe zu verkaufen. Die „Nea Alithia“ greift die türkischen Juden aufs heftigste an und behauptet, daß die Griechen die Repressalien in der Türkei hauptsächlich den jüdischen Abgeordneten zu verdanken hätten. Nach der Meinung des Blattes hoffen die Juden auf diese Weise die Plätze der griechischen Kaufleute einnehmen zu können. Diesen Beschuldigungen gegenüber, die die Kluft zwischen der griechischen und jüdischen Bevölkerung in einer Besorgnis erregenden Weise verbreitern, wahrt die Regierung eine stillschweigende Zurückhaltung, die dazu angetan ist, die Presse noch zu ermutigen. Dadurch, daß von den Behörden gar keine Maßregeln getroffen werden, um dieser Hetze Einhalt zu gebieten, gewinnt man den Eindruck, daß die Regierung im 'Einverständnis mit den Verleumdern steht. Für die Juden Salonikis gibt es daher nur einen Weg, ihre Interessen und Rechte zu wahren: sich zu einer eigenen mächtigen Organisation zusammenzuschließen und so stark genug zu werden, allen diesen Angriffen und Feindseligkeiten in geeigneter Weise entgegentreten zu können. AUS DER BEWEGUNG AUSWEIS Schekel 5674 Eingänge vom 30. Juni bis 7. Juli 1914 Russland Priluki .JL 54.— Wirballen .„ 80.28 Wilna .213.70 Lukomi... 32.40 Lidy: R. Sorkin.„ 106.95 Rypin: Zeirc Zion.„ 64.25 Dubno Pinchas.,, 22.— Ostrog . „ 116.65 JL 090.23 Italien Mailand .Lire 300.— Rom .„ 42.50 Venedig .„ 23.75 Acqui.„ 12.50 Alessandria.„ 3.75 S. Remo.. 1.25 Lire 383.75 . ik 307.— Südslawische Länder Agram: Südslaw. Landesverband . . . Kr. 158.40 .//. 133.05 Westösterreich Böhmen Gablonz: N. N.Kr. 84.— Bodenbach: X. X.„ 48.— Kuttenberg: X. X.„ 24.— Kr. 156.— Jk 131.04 C a n a d a Montreal: Feder, of Zionist Soc. ... 8 12.50 .//. 52.50 ln den vorhergehenden Nummern ausgewiesen JL 28 742.92 Dazu Ausweis dieser Nummer.„ 1313.82 Insgesamt bisher eingegangen JL 30 056.74 Histadruth Ibrith Im Bestreben, unseren Ortsgruppen die Erwerbung von hebräischen Büchern, besonders bei Bibliotheksgründungen, zu erleichtern, haben wir mit den Verlagsbuchhandlungen „Zent r a l“-Warschau und „M oria h“-Odessa ein Uebereinkömn men getroffen, wonach alle unsere Ortsgruppen, die sich als solche ausweisen, erhebliche Ermäßigungen bei Ankauf von Büchern erhalten. Wir machen unsere Gesinnungsgenossen darauf aufmerksam und bitten, diese Gelegenheit zur Gründung oder Vergrößerung von Bibliotheken auszunutzen. Wir bemerken jedoch, daß nur diejenigen Ortsgruppen die genannten Ermäßigungen erhalten, welche ihre Thrumoth an die Zentrale abgeführt haben; zu welchem Zwecke sie eine in zwei Exemplaren ausgestellte Legitimation bekommen. — Von mehreren bewährten Lehrern erhielten wir Anfragen betreffs vakanter Lehrerstellen in Deutschland. Wir ersuchen daher unsere Gesinnungsgenossen, uns von der eventuellen Unterhaltsmöglichkeit für einen hebräischen Lehrer in ihrer Stadt zu berichten. Dabei ist folgendes .zu beachten: 1. garantiertes Minimaleinkommen; 2. Art des Unterrichtes (ob Privatlektionen, Kurse oder Schule); 3. ob der Niederlassung russischer Untertanen kein Hindernis im Wege steht. Auf Grund fachmännischer Prüfung beschloß unsere Zentrale, das hebräische Lehrbuch — 130? ri2^ — von M. Rath, Leiter der hebräischen Schule in Krakau, als bestes der bisher erschienenen Lehrbücher dieser Art für Abendkurse und Selbstunterricht Deutschsprechender zu empfehlen. Das Buch (bestehend aus: 1. Uebungsbuch, 2. Gramma- und Vokabularium, 3. Schlüssel) ist bei uns zum Preise von 4,15 M. (Porto 30 Pf.) erhältlich. Die J ahresKonferenz der „Histadruth Ibrith“ wird im September stattfinden. In letzter Zeit schlossen sich der „Histadruth Ibrith“ folgende'zionistischen Ortsgruppen an: Jüd. Volksverein „Zion“- Teplitz-Schönau; Jüd. Verein „Theodor Herzl“-Aussig; jüdischer Klub-Prag; Zion. Verein-Komotau; Zion. Volksverein- Pilsen; Akadem. Verein „Hatikwah“-Lausanne; Mädchenverein „Hatikwah“-Piatra-N. (Rum.); Verein „Zion“-Kossow (Gal.). Die eingegangenen Thrumoth werden zum Schlüsse des Jahres (im Elul) ausgewiesen. Das Zentralbureau erteilt Anweisungen und Ratschläge an die Gruppen und Einzelne, die sich der Organisationsarbeit für Hebräisch widmen wollen. Wir bitten, in allen Angelegenheiten sich direkt an uns zu wenden. Berlin, im Tamus 5674. Adresse: Zentralbureau der „Histadruth Ibrith“, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstr. 80/81. Jüdischer Kulturfonds „Kedem“ Spenden-Ausweis N. J. Zion Association, New York, Doll. 12.—, N. J. Zion. Association, Newark, 20.—, zus. Doll. 32.— — JL 134.— Julius Simon, Mannheim (Jahresbeitrag) JL. 20.—, Jean Fischer, Antwerpen, 80.—, Awest, Berdyczew, 23.37, Verein „Bnoth Zion“, Pazardzik, Bulgarien, 192.20, E. Strauss, Buschweiler, 1.20, R. Guttmann, Prag, 2.88, Jean Fischer, Antwerpen, 20.—, Jüdischer Volksverein „Zion“, Teplitz - Schönau (Jahresbeitrag) 8.50, Dr. Sichel, Chemnitz (Jahresbeitrag), durch Dr. Klee 10.—, Waldstein, Siemno, durch das Hauptbureau des J. N. F., Köln, 14.17, Dr. Voigt & Meissner, Berlin, 5.—, B. Herrmann, London, 41.—.zus. JL 418,32 Gesamtsumme JL 552.32 4421743985673117549821 535348532323484853234853902323

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