Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 27 (3.7.1914)
- Article
- Zentralfonds 1914
- Date
- 1914-07-03
- Page
- 699 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 699 dies§e:elt Böhmen Gablonz: Sammlung Zion. Verein „Theodor Herzl“.Kr. 100.— JL 84.— Prag: Dr. Fleischner .„ 30.— 25.20 Kleine Spenden: Jüd. Volksverein.. Komotau. (3. Rate) „ 8.— Mähren-Schlesien Iglau: Sammlung Jüd. Volksverein „Theodor Herzl“ (5. Rate), Wacht], Sander, Dr. Werner, Dr. Pollak, Ing. Glas, Monias, Felsenberg, Geschw. Off er, Hitschmann, Grossmann, E. Hitschmann, Kohn, Blatt, Gr. u. W. Pollak, Schulz, Geschw. Grünfeld . Kr. 112.— JL 94.08 Galizien Neu-Sandez: Sammlung Dr. Silbermann: Abrahamovicz, Fränkel, Goldklang, Landau, Natteis, Weintraub. Liebermann, Berliner, Berl. Verein Esra .Kr. 67 — JL 56.28 T arnopol: Sammlung Dr. Waldmann : Dr. Waldmann, Dr. Läufer, Tropp, Dr. Rittermann, Ing. Landau, Katz, Dr. Mayer, Ing. Maiblum, Henisch, Ing. Stenzei, Krauthammer, Reitmann, Ing. Feuermann, Reich, Ing. Lippmann. Wachs, Last, Kolnik, Kornberg, „Giskaiah“, Bibring . . . „ 71.— „ 59.64 Kleine Spenden: Sammlung Rosenkranz, Sammlung J. Einhorn, Teitler . . „ 35.91 „ 30.16 Czernowitz: Prof. Glaser (2. Rate), Dr. Reimer (4. Rate), Dr. Wagschal (1. Rate), Chaies (4. Rate), Haber (3. Rate), Prof. Dr. Hofmann (3. Rate), Dr. Schapira (3. Rate), Dr. Krämer (2. Rate), Dr. Wagner (1. Rate) . . Kr. 46.— JL 38.64 Dorna Kandrenv: Sammlung M. Pächt „ 25— „ 21.— Kleine Spenden: Moses Bickel, S. Hermann . . „ 10.92 England London: Sammlung English Zionist Federation (Spez. folgt) .... £ 12.6.— JL 250.80 Holland Ortsgruppe Hoogevcen.hfl. 37.50 Ortsgruppe Amsterdam.„ 85.— Ortsgruppe Misrachi.„ 60.— I hfl. 182.50 JL 310.25 Mailand: Sammlg. Jul. Dresner u. Sam. Carsen JL. 56.— Süd-Afrika Durban: Sammlung.£ 83. 7.6 Johannesburg: Sammlung . . . ,. 25. 6.— Grahamstow n: Sammlung . . . „ 3.12.6 Worcester: Sammlung.„ 4. 4.8 Braadfort: Sammlung.„ 3. 3.— K i n r o s s: Sammlung.,, —.16.— £ 120. 9.8 JL 2457.80 Brasilien Sao Paulo: Sammlung M. F. Klabin .... JL 182.45 Berichtigung. Bei der Spende des Herrn Tachauer, Haifa (Nr. 22), soll es richtig heissen: „als Ablösung für Vermählungsanzeigen“. Zentralfonds 1914 In den vorhergehenden Nummern ausgewiesen.M. 316 517.54 Dazu Ausweis dieser Nummer . „ 7 192.56 Insgesamt bisher eingegangen M. 323 710.10 PALÄSTINA-RUNDSCHAU Leitsätze für die hebräische Realschule in Haifa Von ihrem Direktor Dr. Biram Das Beth Sefer Hareali Haibri in Haifa versendet sein Programm. Die Schule wird nach ihrem vollkommenen Ausbau aus drei Vorbereitungs- und sieben Realklassen bestehen. Die obersten drei Klassen werden Parallel-Kurse für handelswissenschaftlichen Unterricht aufweisen. Die Schule, die bekanntlich aus der alten Schule des Hilfsvereins hervorgegangen ist, weist zurzeit drei Vorbereitungsklassen und drei Realklassen auf. Bei Beginn des neuen Semesters sind etwa 50 neue Schüler hinzugekommen, sodaß die Schülerzahl jetzt etwa 130 beträgt. Nach Sukkoth wird die vierte Klasse hinzugefügt werden, und wenn bis Ende Thamus eine größere Zahl von Anmeldungen vorliegt, auch die fünfte Klasse. Neben der Schule wird eine Pension stehen, die sich unter der Leitung der Schule befindet. Gemäß der großen Zahl der Anmeldungen ist mit einem großen Zustrom von außerhalb zu rechnen. Schon jetzt ist eine Zahl von Schülern, zum Teil mit ihren Eltern, hierher gekommen. Wir bringen in folgendem eine Hebersetzung der Einleitung des Programms zum Abdruck. Gemäß dem ersten Leitsatz unseres Statuts soll unsere Schule für technische Berufe vorbereiten, also müssen wir Mathematik, Physik und Naturwissenschaften in den Vordergrund rücken. Wir können sie nur insoweit lehren, als es der beschränkte Lehrplan einer Realschule gestattet, aber wollen es doch in dem Umfange, daß wir unsem Schülern die theoretischen Voraussetzungen geben, durch die ihre künftige Berufsarbeit über mechanische Fertigkeit herausgehoben wird. Trotzdem wir Realschule sind, also mehr einer praktischen Ausbildung dienen sollen, haben wir uns nicht entschließen können, uns in unserm hebräischen Unterricht Beschränkungen aufzuerlegen, uns damit zu begnügen, eine intime Kenntnis der lebendigen Sprache zu vermitteln. Wir wollen eine hebräisch-nationale Erziehung geben, da müssen wir die Seelen tief verknüpfen mit der Vergangenheit, müssen das große seelische Erleben unseres Volkes durch die Jahrtausende hindurch in unsem Kindern lebendig werden lassen. Die hebräische Literatur in ihrem ganzen Umfange muß auch zu diesen für praktische Berufe zu erziehenden Kindern beredt sprechen. Ihr Patriotismus muß in ernstem Wissen vom Judentum verankert, sein. Und neben der biblischen Literatur soll auch die spätere, auch die mittelalterliche Literatur zur Kenntnis der Schüler gebracht werden. Manchem werden wir vielleicht für eine Realschule zu viel Weltgeschichte unterrichten, aber wir denken, diese Kinder müssen, in einem kleinen abgelegenen Weltwinkel erzogen, mit freiem Sinn auf das große Weltgeschehen herausblicken, in engem Zusammenhang sich fühlen lernen zu den großen geistigen Mächten von Vergangenheit und Gegenwart und sollen dabei zugleich durch besonders intime Belehrung über die Geschichte des vorderen Orients die eigenartige historische Bedeutung des Fleckens Erde verstehen lernen, auf dem sie leben und erzogen werden. Unsere Schule soll für technischen Beruf erziehen, das heißt nicht ohne weiteres für manuelle Tätigkeit, aber doch für einen Beruf, der von ihr seinen Ausgang nimmt und für das Tun der Hand intimes Verständnis wahren muß. So muß unsere Schule die Hand der Schüler frühzeitig üben und darf , von dieser Uebung während des ganzen Lehrganges nicht ablassen. Zeichen- und Handfertigkeitsunterricht sollen ^38484 B:/:/+.^.^B 99990745