Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 25 (19.6.1914)
- Article
- Zentralfonds 1914
- Date
- 1914-06-19
- Page
- 608 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3315709-3316625-3316650-3355098--61314-3355179- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
608 ----. ...0IE2 Rumänien. Roman, Sammlang~(Spez. folgt).«ÄJ 200,— Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. New-York: Federation of Amer. Zionists (Spez folgt) $ 34,55 «£ 145,11 Berichtigung. Bei der Spende aus Königsberg (Nr. 24) M. 29.— für das Hebr. Scbulwerk soll es richtig heissen „Sammlung durch Frl. Hadessa Perlmann“. Wir stellen gerne fest, dass von den M. 1200.—, die in der Nr. 24 als Sammlung aus Moskau für das Hebr. Schulwerk ausgewiesen sind, M. 1000.— anlässlich des Vortrages des Herrn Jabotinski, Petersburg, gesammelt wurden. Durch einen unliebsamen Druckfehler in der Nr. 24 (bei den kleinen Spenden aus Russland für das Hebr. Schulwerk wurden statt M. 18.54 M. 1854.— ausgewiesen) verringert sich die Summe der Eingänge aus Russland um M. 1885.46. Die Summe der Gesamteingänge beträgt daher richtig M 313 878.04. Zentralfonds 1914 ln den vorhergehenden Nummern ausgewiesen.M. 313 878.04 Dazu Ausweis dieser Nummer . „ 2 639.50 Insgesamt bisher eingegangen M. 316 517.54 :LT ----- Nr. 25 Bisherige Eingänge nach Ländern geordnet Rußland M. 120838.57 Deutschland 61948.22 West-Oesterreich: Böhmen M. 15926.38 Inner-Oesterreich „ 12245.44 Mähren-Schlesien „ 9 632.53 37 804.40 Südafrika 22100.85 Galizien 15366.29 Amerika 9 860.58 England 9 841.— Türkei (mit Palästina) 7110.60 Rumänien 6935.22 Kanada 6323.94 Südslavische Länder 2677.02 Holland 2753.34 Belgien 2 662.15 Ungarn 2403.88 Bulgarien 1 760.07 Bukowina 1 667 — Verschiedene 4 962.— Spezifikation des in Nr. 21 der „Welt“ ausgewiesenen Betrages von Rbl. 1075 ans Warschau: A Podlischewski Rbl. 300, Leon Lewite 300, Gordon & Hindes 100, Dr. Solowejczyk Fr. 300, M Grodzcnski Frs. 250, Z’ire Zion Rbl. 60, Dr Teofil Hindes 55, Horowitz 50, Hatikwoh 50. Weizmauu 50. Geguzyn 30, Fuksman 20, Rosenfeld 10, zusammen: Rbl. 1075. NEBEN DEM ZIONISMUS Geehrte Redaktion! Indem wir Ihnen beiliegende Bemerkungen aus Anlaß des uns betreffenden Artikels von Davis T r i e t s c h „Neben dem Zionismus“ übersenden, ersuchen wir Sie höflichst, dieselben in der nächsten Nummer Ihrer geschätzten Zeitschrift zum Abdruck bringen zu wollen, und zwar womöglich an derselben Stelle, an der erwähnter Artikel erschienen ist. Bei den guten Beziehungen, die wir mit der „Palestine Land Development Co.“ und der „Anglo Palestine Company“ unterhalten, und die Ihnen nicht unbekannt sein werden, dürfen wir wohl auf Erfüllung unserer Bitte zählen. Mit bestem Dank im voraus und mit vorzüglicher Hochachtung Allgemeine Jüdische Kolonisations-Organisation Das Präsidium: Gerson Simon. In Nr. 23 Ihrer geschätzten Zeitschrift wurde an leitender Stelle unter dem Titel „Neben dem Zionismus“ von Herrn Davis T riet sch ein Artikel veröffentlicht, der sich in ziemlich eingehender Weise auch mit der A. J. K. O. befaßt. Trotz einer prinzipiell wohlwollenden Stellungnahme, die wir nicht verkennen, beleuchtet der Verfasser, offenbar aus Mangel an Informationen, die Tätigkeit und die Intentionen der A. J. K. O. in einer Weise, die irreführen könnte. Gestatten Sie uns daher, nachstehende Tatsachen festzustellen: Es ist richtig, daß das Landprogramm der A. J. K. O. nicht nur Palästina, sondern auch die Nachbarländer umfaßt; es ist aber nicht richtig, daß die A. J. K. O. aus taktischen Gründen die Nachbarländer bevorzugt. In allen ihren Publikationen und Versammlungen betont die A. J. K. O. die besonderen Vorzüge Palästinas für die jüdische Kolonisation. Am Schlüsse des Artikels wird der Wunsch ausgesprochen, daß „die A. J. K. O. wirklich zu arbeiten beginnt“. Demgegenüber sei es uns gestattet, darauf hinzuweisen,• daß mit finanzieller Unterstützung und organisatorischer Hilfe der A. J. K. O. bereits eine Kolonie, „Kiriath Mosche“, gegründet wurde, die in Palästina liegt und sich günstig entwickelt; daß die A. J. K. O. ferner die Boden-Erwerbs-Genossenschaft „Jischub“ in Russisch-Polen geschaffen hat, die, ebenfalls mit ihrer Hilfe, eine zweite Kolonie, und zwar wieder in Palästina, zu gründen im Begriffe ist. Alle Kenner der Bedürfnisse der jüdischen Kolonisation .— und zu diesen gehört zweifellos auch der Verfasser des Artikels — werden es zu würdigen wissen, daß die A. J. K. O. ein spezielles Institut für langfristigen Agrarkredit, „The Orient Colonising Co., Ltd.“, ins Leben gerufen hat und in intensiver Propaganda-Arbeit um die stetige Mehrung des für Agrarkredit bestimmten Kapitals bemüht ist. Was die Nachbarländer Palästinas betrifft, so stimmt es allerdings, ’ daß die A. J. K. O. sich bis jetzt besonders für die Sinaihalbinsel interessiert hat, wenn auch, angesichts der oben .angeführten Tatsachen, durchaus nicht gesagt werden kann, daß dieses Gebiet ihr Haupttätigkeitsfeld bildet. I m völligen Widerspruch mit den Tatsachen verbleibt nun die gesperrt gedruckte Behauptung: „Tatsächlich aber ist dort kein Land erworben und auch für die nächste Zukunft stehen Landkäufe nicht bevor.“ Landkäufe im Orient, die noch nicht völlig abgeschlossen sind, müssen aus bekannten Gründen jn der Presse mit der größten Reserve behandelt werden. Das Bureau der A. J. K. O., ebenso wie die Boden- Erwerbs-Gesellschaften „Agudath Israel“ in Jaffa und „Achwoh“ in Ungheni (Bessarabien) werden jedoch dem Verfasser auf Wunsch nähere Informationen erteilen. Hier sei nur hervorgehoben, daß dank der Bemühungen der A. J. K. O. in Wien ein Kapital aufgebracht und bei der „Orient Colonising Co.“ deponiert wurde, mit der speziellen Bestimmung, es für Landkäufe (auf der Sinaihalbinsel zu verwenden, sobald die rechtlichen Voraussetzungen für die Uebernahme der vertragsmäßig bereits gesicherten Terrains gegeben sein werden. Es trifft also jedenfalls nicht zu, daß die A. J. K. O. noch nicht zu arbeiten begonnen hat. Jeder Billigdenkende wird übrigens einsehen, daß ernste Kolonisationsarbeit, wie sie die A. J. K. O. plant, mehrjähriger Vorbereitungen bedurfte. Er wird auch zugeben, daß erfolgreiche Propaganda, die Gewinnung großer, einflußreicher und kapitalkräftiger jüdischer