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Die Welt · 1914-06-05 · 23 (5.6.1914) · p. 556

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
23 (5.6.1914)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Argentinien
Date
1914-06-05
Page
556 (sequence 2)
Language
German
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556 - — - - dikZAkl.-r-------- - . - -- Nr. 23 Fragebogen für die Zählung schon verteilt worden, aber die Angaben über die Religion fehlen wieder. (So wird es also unmöglich sein, festzustellen, wieviel Juden zurzeit in der Republik leben, aber man nimmt an, daß es über 100 000 sind, also ungefähr 1,25 °/o der Gesamtbevölkerung von acht Millionen. Davon leben 40 000 als Farmer oder Landarbeiter auf dem Lande, 40 000 in Buenos .Aires und 20 000 bis 25 000 in anderen Städten wie Rosario, Bahia,Bianca, Cordoba, Parana usw. Es ist auch unmöglich, festzustellen, wieviel Juden jährlich nach Argentinien einwandern. v Etwa 90 °;o der Einwanderer kommen aus Rußland und sprechen Jiddisch. Das Einwanderungsbureau stellt nur das Heimatland der Einwanderer fest, unter den 9000—10 000 Russen, die jährlich einwandern, gibt es aber. auch viele Deutsch- Russen, Polen und Russen. Wenn die Behörden dem Beispiel der Vereinigten Staatenfolgten und auch die Muttersprache der Einwanderer angäben, wäre die Anzahl der Juden leicht festzustellen. In Buenos Aires gibt es eine (beträchtliche Anzahl jüdischer Vereine sowohl religiösen als auch philanthropischen und wissenschaftlichen Charakters. Früher bestand keine Verbindung zwischen den verschiedenen Vereinigungen, aber seit einiger Zeit arbeitet man darauf hin, /eine Föderation der jüdischen Vereine des Landes zu bilden, die die Juden von Buenos Aires und der ganzen Republik in bestimmten Angelegenheiten nach außenhin zu, vertreten hätte. . Mit Hilfe einer solchen Föderation würde man auch-imstande sein, zwei Projekte auszuführen, die sehr notwendig sind: erstens die Gründung eines jüdischen Hospitals in Buenos .Aires, für das sich die Jewish Benevolent Society „Esra" interessiert und zweitens die Schaffung eines jüdischen Waisenhauses, das die Jewish Ladies’ Benevolent Society gründen will. , AUS DER BEWEGUNG Mitteilungen des Zentralbureaus Sitzung des Großen Actions-Comites am 7. und 8. Juni 1914 T agesordnung. Sonntag, den 7. Juni, vormittags 9*2 bis P 2 Uhr. 1. Bericht des E. A.C. Dr. Tschlenow und Dr. Jacobson. Debatte. 2. Mitteilung des Direktoriums der P. L. D. C. über die bevorstehende Subskription - Prof. Warburg. Nachmittags 4- 8 Uhr. 3. Sitzung des vorbereitenden Comites der hebräischen Universität in Jerusalem. Bericht des Arbeits-Ausschusses - Dr. Levin und Prof. Weizmann. Montag, den 8. Juni, vormittags 9Y> bis IV2 Uhr. 4. Palästinafragen. Vorläufige Mitteilungen der Palästina-Abteilung der Zvveckrevision und Beratung folgender Punkte: Unser Schul werk; Zur Arbeiterfrage; Bezalel und andere. B. Goldberg, L. Motzkin, J. Simon. Nachmittags 4 8 Uhr. 5. Organisation und Propaganda - Dr. Hantke und Dr. Levin. a) Organisatorische Maßnahmen in einigen Landesverbänden; b) Broschürenbibliothek; c) Palästina - Informations - Bureau in Wien und Triest. b. Eventualia. Dienstag, den 9. Juni. 1. 9 Uhr, Direktorium des J. N. F. 2. 10 Uhr, Generalversammlung des J. N. F. 3. Siedlungsgenossenschaft. Der Sekretär des Actions-Comites, Herr Julius Berger, weilte Anfang dieses Monats zur Besprechung organisatorischer Angelegenheiten in Wien und Budapest. In den Verhandlungen, die er mit dem geschäftsführenden Ausschuß des Zentralkomitees für Westösterreich führte, wurde beschlossen, das Bureau des Zentralkomitees auf eine neue Grundlage zu stellen. In Zukunft wird das Zionistische Parteisekretariat für Westösterreich sowohl das Zentralbureau wie die Redaktion der „Jüdischen Zeitung“ und auch das Palästina-Informations-Bureau umfassen, so daß nunmehr die Einheitlichkeit des Bureaus gewährleistet ist. Für die Leitung des Sekretariats hat sich Herr Dr. Wilhelm Stein in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Auch die Verhandlungen, die wegen der Umgestaltung der äußeren Verhältnisse der „Jüdischen Zeitung“ geführt wurden, erbrachten ein befriedigendes Ergebnis. Es wurde die Gründung einer Gesellschaft m. b. H. „Jüdische Zeitung“ in Aussicht genommen, an der sich die Distriktskomitees Innerösterreich und Mähren-Schlesien, sowie die bisherigen Besitzer der Zeitung beteiligen. Das Palästina-Informations-Bureau, dessen Wirkungskreis im letzten Jahre ganz erheblich gewachsen ist, wurde reorganisiert. Das Bureau untersteht in Zukunft der Kontrolle einer speziell dafür eingesetzten Kommission, an deren Spitze Herr Adolf Böhm steht, und als deren geschäftsführender Vorsitzender Herr Dr. Emil Stein fungiert. Die Verhandlungen, die Herr Berger in Budapest führte, betrafen ebenfalls in erster Linie die Schaffung eines Parteisekretariates für Ungarn. Auch diese Besprechungen führten zu einem günstigen Resultat. Vom 1. August d. J. ab wird in Budapest ein Zionistisches Parteisekretariat für Ungarn fungieren, für dessen Leitung Herr Dr. Simon gewonnen wurde. Da das neu organisierte Zentralbureau für Westösterreich die dringendsten Aktionen — darunter die Fortsetzung der Werbearbeit für das hebräische Schulwerk — sofort in Angriff nahm, unterstützte das Actions-Comite diese Tätigkeit durch die Entsendung seines Sekretärs Herrn Leo Herrmann der in der Sitzung des Zentralkomitees für Westösterreich, in Sitzungen des Innerösterreichischen Distriktskomitees usw. über die Aufgaben der nächsten Zeit referierte und in den verschiedenen Wiener zionistischen Vereinen Vorträge über die Arbeit der Zionistischen Organisation hielt. Zionistischer Zentralfonds Infolge der Feiertage fallt diesmal der Ausweis der Zentralfondsbeitrage aus. Dritte Konferenz des „Hechawer“ Am Abend des 1. Juni ist in Heidelberg die 3. Konferenz des Hechawer eröffnet worden. 50 Delegierte, die mehr als 30 Vereine mit 700 Mitgliedern vertreten, und zahlreiche Gäste waren anwesend. Herr Dr. Tschlenow wohnte als Vertreter des E. A. C. den Sitzungen des ersten Verhandlungstages bei und war wiederholt Gegenstand begeisterter Ovationen. Die zionistische Parteileitung hat ferner ihren Sekretär Herrn Dr. Bernstein zu der Tagung entsandt. Die Verhandlungen werden voraussichtlich fünf Tage dauern. Wir bringen ^282860647 99999999999999994

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