Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1914-05-22 · 21 (22.5.1914) · p. 510

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
21 (22.5.1914)
Article
Neue Ausgrabungen
Date
1914-05-22
Page
510 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3315709-3316625-3316646-3354402--60858-3354526
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

510 Nr. 21 DtElfflELT men. Vor allem ist nun das Stadttor herausgearbeitet, wie noch kein anderes antikes palästinensisches; es ist ein dreifaches Tor, von sechs auf gewaltigen Quadern ruhenden Türmen umgeben, mit zwei Torhöfen. Im Innern der Stadt fand man die berühmte kananitische Stadtburg stark ausgeplündert, aber doch in den Fundamenten trefflich erhalten. Reiche Ausbeute von Einzelfunden haben die vielen israelitischen und samaritanischen Privathäuser ergeben, die in verschiedenen Sumpfgräben aufgedeckt wurden. Die Ausgrabung, die schon jetzt eine schöne Bereicherung für die palästinensische Archäologie bedeutet, muß demnächst wegen der Ernte abgebrochen werden, wird aber im August und September fortgeführt. Unterstützt wird Professor Sellin bei seiner Arbeit von den Herren Dr. Praschniker und Grohmann aus Wien. Der Konflikt in Sedschera Der Konflikt in Sedschera zwischen der Gesellschaft Agudath Netaim und den jüdischen Arbeitern, worüber wir in Nr. 15 der „Welt" berichtet haben, ist nunmehr auf gütlichem Wege beigelegt worden. Agudath Hamagen Unter dem Namen „Agudath-Hamagen“ ist kürzlich eine Gesellschaft in Palästina gegründet worden, die die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Juden und Arabern fester knüpfen will. Die Gesellschaft beabsichtigt auch, das jüdische Publikum von allem, was in der arabischen Presse über die Juden geschrieben wird, zu unterrichten und den falschen Nachrichten entgegenzutreten, die von übelwollenden Personen in der arabischen Presse verbreitet werden. Jahresbericht des Vereins „Esra“ Der Berliner Verein „Esra" zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien versendet soeben seinen Bericht pro 1913, dem wir folgendes entnehmen: Der Verein „Esra“ hat im Jahre 1913 für Kolonisationszwecke in Palästina gegen 16 000 M. ausgegeben. Der Verein gedenkt im nächsten Jahre eine Wasserleitung in Chederah anzulegen. Für die Kolonie Bne-Jehuda im Ostjordanlande hat der Verein im Berichtsjahre 4120 M. ausgegeben. Der Verein hat in diesem Jahre für die eingewanderten Jemeniten einen Betrag von 2614 M. überwiesen. Auf dem vom Jüdischen Nationalfonds in Kastinieh erworbenen Boden hat der Verein sechs junge Arbeiterfamilien angesiedelt und so der Kolonie neue Kräfte zugeführt. Die Einnahmen des Vereins betrugen im Berichtsjahre 19688 M. gegenüber 25 242 M. im Jahre 1912. Der Kassenbestand betrug am 31. Dezember 1913 14 982.36 M. AUS DER BEWEGUNG Mitteilungen des Zentralbureaus Hebräische Monatsberichte Die Monatsberichte des Actions-Comites, die den Vertrauensmännern der Zionistischen Organisation regelmäßig zugehen, werden in Zukunft nicht nur deutsch und englisch sondern auch in hebräischerSprache erscheinen. Diejenigen, die hebräische Berichte zu erhalten wünschen, werden gebeten, dem Zionistischen Centralbureau hiervon Mitteilung zu machen. ~ Sch ekel Sammlung Wir machen die zionistischen Ortsgruppen und Vereine darauf aufmerksam, daß die Schekelsammlung auch in diesem kongreßlosen Jahre für die Wahl zum nächsten Kongreß von Wichtigkeit ist, da nur für je 400 innerhalb der Kongreßperiode abgelieferte Schekel ein Delegierter gewählt wird. Wir richten an die Landes- und Sonderverbände wiederum die dringende Bitte, die nächsten Wochen für eine intensive Schekelpropaganda auszunutzen und die gesammelten Beträge unverzüglich an uns oder an den Jewish Colonial Trust zu überweisen. Hebräische Universitäts-Bibliothek zu Jerusalem Die Arbeiten der Bibliothek gehen allmählich vorwärts. Während jetzt die uns von der Witwe des sei. Dr. Moise Kogan in Tschernigow überlassene Bibliothek ihres Mannes katalogisiert und bibliotheksfertig gemacht wird, haben die Herren Dr. Schwarz und Dr. Lapin in Kowno als Verwalter der Bibliothek des Herrn Dr. Feinberg sei. Andenkens dem Wunsche des Verstorbenen, seine Bücher der Jerusalemer Universitäts-Bibliothek einzuverleiben, entsprechend bestimmt, daß diese Bibliothek jetzt nach Berlin an die Hauptsammelstelle geschickt wird. Es ist dies eine sehr wertvolle im wesentlichen medizinische Bibliothek von mehr als 1C00 Bänden. Auch in dieser Bibliothek wird wie bei jeder Schenkung, die der Universitäts- Bibliothek zuteil wird, in jedem Bande ein Exlibris den Namen des Spenders nennen, ebenso wie in den Hauptkatalogen der Bibliothek bei jedem Werke der Name des Stifters bemerkt wird. Die Stiftung des verstorbenen Dr. Feinberg wird sicher wiederum dazu beitragen, daß auch andere jüdische Gelehrte aller Fächer und Wissenschaften ihre Fach- Bibliothek der hebräischen Universitäts- Bibliothek zu Jerusalem letztwillig oder durch Schenkung bei Lebzeiten unter der Bedingung vermachen, daß diese Bücher bis zu ihrem Lebensende bei ihnen verbleiben. Außerdem sind willkommene Geschenke seit unserer letzten Mitteilung weiter eingegangen von den Herren Schriftsteller Max B r o d in Prag, städt. Oberrealschulprofessor Dr. A. Fürst in Szekesfehervär (Stuhlweißenburg), Schulrat O. Eberhard in Greiz, Distriktsrat Dr. Heinrich Graf in Paskau (Mähren), Robert Guttmann, Prag, Kgl. Weinberge, Red. Ernst Loewe in Ha’ensee, Rabbiner Dr. J. J. Niemirower in Bukarest, prakt. Arzt Dt. E. Simons o n in Chariottenburg, Red. Norbert W e 1 d 1 e r, Hrsg, des „Jüd. Echo“ in München, von dem Sammler der Bibliothek u. a. m. Eine größere Zahl medizinischer Werke und Zeitschriftenbände von großem Werte spendeten die Berliner Aerzte Dr. Eugen K a m i n s k y und Dr. Theodor Z 1 o c i s t i. Die Jüdische Gesellschaft für sanitäre Interesse." in Palästina wird sich nach Möglichkeit bemühen, die in ihr Ressort hineinpassenden Schriften, Sonderabdrücke, Dissertationen usw. zu sammeln, um sie der Jerusalemer hebräischen Universitäts-Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Das Bureau für Statistik der Juden in.Berlin beschloß, uns seine sämtlichen Publikationen dauernd zu liefern und hat alle bisher erschienenen Schriften, soweit sie darüber noch verfügen konnte, bereits zugeschickt, darunter auch vollständig die wissenschaftlich bedeutende Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Von weiteren Schenkungen, über die noch Verhandlungen schweben, wird demnächst Mitteilung gemacht werden. Es muß 45159999999999981 535348892353535323000100489053

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.