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Die Welt · 1914-05-15 · 20 (15.5.1914) · p. 481

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
20 (15.5.1914)
Article
Zentralfonds 1914
Date
1914-05-15
Page
481 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 20 481 ELT: Verb. Libanonia.Kr. 25.— Kleine Spenden: R. Pick, Dr. Salz, Ziffer, Spira, Maxmorstein, Ernst Schön für Z. G. V. Jordania, Schön, Wr. Zion. Vereinigung, J. JLöw, W. Kohn, Dr. Weinberger.„ 78.80 Sam. und Ad. Hirsch durch Karl Klein, Posteiberg . „ 20.— Kr. 648.80 M. 545 — Kleine Spenden: Philipp Kantor, S. Picker, Samml. S. Picker.„ 10.— „ 8.40 Mähren-Schlesien B i e 1 i t z: Aktivitas (3. Rate), Hosp. Lipschütz; kleine Spende: Dr. Geiger . ..Ji 52.08 Galizien B i a 1 a: Sammlung .Kr. 100.60 Ji 84.50 Z a 1 e s z c z y k i: Jüd.-Nat. akad. Verbindung „Kadimah“.„ 22.92 Kleine Spenden: Tikwah.„ 8.80 Ungarn Budapest: Zionistischer Frauenverein „Deborah“.Kr. 71.20 Ji 59.80 Bulgarien Varna: Jacques Susin.Frs. 200.— Ji 160.— England Liverpool: J. Lesik.£ 1.—.— Ji 20.— Schweiz Bern: Komitee der Berner Akad. Zionisten . . Ji 44.— Spezifikation der Spenden für den Schulfonds aus Irkutsk („Welt“ Nr. 19): Debora Friser, Sinowij J. Pomus, Alexandr B. Katschko, Joseph B. Ermanowitsch, Schima $A* Bregel, Moissej M. Zikassow, Issaj S. Duhnikow, Pawel M. Kalugski, Dr. Joseph B. Katz, Jacob L. Katz, Abraham Zeitlin, M. A. Goldberg, Israel I. Blankow, Jacob A. Schimanowski, Samuel I. Schapkaiz, Ruwim M. Gutmacher, Dr. Pawel G. Schneidermann, Jacob' L. Krinkiewitsch, Ahron J. Daschewski, Abraham Ostrowski, Abraham M. Rosenberg, Salomon L. Gutman, Joseph und Simcha Fuchs, Nochern Selektor, Wulf Eger, Dr. Fadej L. Judalewitsch, Samuel J. Bielizki, Marie F. Judalewitsch, Ilja B. Wassilewski, Matüda L. Wassilewskaja, Grigorij B. Ermanowitsch, A. S., Leo G. Melizew, Ewsej I. Schapkaiz, Wolf I. Schapkaiz, Semen Doron, Israel Lokschin, Solomon Ch. Beilin, Juda L. Neumann, Israel I. Lewin, Abraham L. Alpert; zus. Rbl. 507.—. Bisherige Eingänge nach Ländern geordnet Rußland M. 108987.01 Deutschland 57584.98 West-Oesterreich: Böhmen M. 15733.90 Inner-Oesterreich „ 11670.30 Mähren-Schlesien „ 8848.70,, 36 252.90 Südafrika 18365.95 Galizien 14 589.01 England 8944.50 Amerika 6959.95 Rumänien 6735.22 Türkei (mit Palästina) 6 414.09 Canada „ 5 840.94 Belgien „ 2 662.15 Südslavische Länder 2 589.66 Holland 2490.— Ungarn „ 2 029.80 Bukowina 1 552.01 Bulgarien „ 1 280.07 Verschiedene " 3 672.59 Zentralfonds 1914 ln den vorhergehenden Nummern ausgewiesen.M. 280 483.88 Dazu Ausweis dieser Nummer . „ 6256.52 Insgesamt bisher eingegangen AL 286 740.40 Zur Rede Dr. Nordaus Von Herrn Louis Lipsky, dem Vorsitzenden des Exekutiv-Komitees der amerikanischen Zionisten-Föderation, werden wir um Aufnahme eines Schreibens ersucht, das wir in deutscher Uebersetzung folgen lassen: New York, 26. April 1914. An die Redaktion der „Welt“, Berlin. Wenn ich mich jetzt in eine Kontroverse gegen die letzte Rede von Dr. Max Nordau in Paris einlasse, so tue ich es nur sehr ungern, denn Dr. Nordau verdient unsere Achtung und unsere Verehrung; er ist ein Veteran in der zionistischen Bewegung und spricht aus dem Schatze seiner reichen Erfahrung. Aber, wenn er für den politischen Zionismus spricht, so darf niemand, der sich als Mitglied der politischen Gruppe betrachtet, ohne Protest zulassen, daß das Wesen des politischen Zionismus falsch ausgelegt wird, ganz gleich, von wem diese Mißdeutung ausgeht. Nach den Berichten über die Konferenz einer Anzahl von politischen Zionisten in Paris haben wir Amerikaner, soweit wir mit dem politischen Zionismus sympatisieren, von Dr. Nordau eine Darlegung erwartet, in der er das Programm des politischen Zionismus genau umgrenzen und festlegen würde. Weder Dr. Nordau noch Dr. Marmor e k haben uns einen klaren Begriff davon gegeben, was der politische Zionismus eigentlich will, und sie haben den politischen Zionismus wiederum auf eine Stufe mit Dingen gestellt, die uns als ganz verkehrte politische Maßnahmen erscheinen. Zwar könnte die politische Gruppe entsprechend der Methode des Misrachi ein Programm annehmen; sie könnte als Wächter der politischen Möglichkeiten der Bewegung auftreten, gerade so, wie die Misrachisten die Wächter des orthodoxen Judentums in der zionistischen Bewegung sind; sie könnte am Actions-Comite Kritik üben, wenn es etwas vernachlässigt, und den politischen Bestrebungen der Bewegung größere Anerkennung verschaffen. Aber das Programm der Misrachisten ist mit dem einen Worte „orthodoxes Judentum“ ausgedrückt, das Programm der politischen Zionisten muß erst formuliert werden. Bisher haben die politischen Zionisten seit dem Tode Herzls denen nur schweigenden Widerstand entgegengesetzt, die für sofortige Arbeit in Palästina eintraten, und sie haben ihre Einwirkung auf die Leitung nur solange zurückgehalten, als sie Willens waren, dem Druck der Palästina-Partei nachzugeben. Von einem Programm war aber noch nichts zu sehen. In der letzten Rede Dr. Nordaus ist nichts von einem schöpferischen Programm, einem Arbeitsplan zu finden, die die Absonderung einer Partei im Zionismus rechtfertigten. Seine Kritik am Actions-Comite, weil es die Kontrolle über die nationale Erziehung in Palästina übernommen hat, ist nur eine Kritik an Details, an einzelnen Maßnahmen und an nicht hinreichender finanzieller Weitsichtigkeit. Sie hätte ebensogut von einem Anhänger Ussischkins erfolgen können. Die Frage ist doch die: mißbilligen die politischen Zionisten, daß die zionistische Organisation die Last der Erhaltung eines nationalen Schulwesens in Palästina auf sich genommen hat? Ferner: sind die politischen Zionisten gegen jede sofortige zionistische Arbeit in Palästina? Ich bestreite, daß ein vernünftiger politischer Zionismus gegen jede sofortige Palästina-Arbeit ist, und bestreite ganz entschieden, daß der politische Zionismus dagegen sein kann, daß die zionistische Organisation das Erziehungswerk in Palästina in ihre Hände genommen hat, was meiner Meinung nach eine Aufgabe der Leitung ist. Da die zionistische Organisation einmal jede zionistische Arbeit in Palästina sanktioniert, wie die Arbeit des Jüdischen Nationalfonds oder die Arbeit, die die Jüdische Kolonialbank durch ihre Tochtergesellschaften ausführt, muß sie auch bereit sein, alle Lasten auf sich zu nehmen, die die friedliche Entwicklung des Landes auf nationaler Basis mit sich bringt Wenn der politische

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