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Die Welt · 1914-05-01 · 18 (1.5.1914) · p. 446

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
18 (1.5.1914)
Article
Hebräertag
Date
1914-05-01
Page
446 (sequence 2)
Language
German
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446 diexSelt Nr. 18 Bericht über den Verlauf der Agitation bis spätestens zum Schabuothfeste zugehen zu lassen. Der Hebräertag soll den Grund legen zur organisierten Arbeit für das Hebräische und dieselbe überall stärken. Viel ist von einem guten Anfänge und von der Hingebung einiger der Idee ergebenen Freunde abhängig. Auch einer kann mit der Kraft seines Willens und Glaubens Großes leisten. Das Los unserer Organisation liegt in den Händen unserer Gesinnungsgenossen allerorten. Berlin, 1. Ijar 5674. Das Zentralkomitee der „H istadruth Ibrit h". Aus dem Statut der „Histadruth Ibrith": K 2. Der „Histadruth" kann angeboren: „jeder Jude, der Hebräisch als seine Nationalsprache anerkennt und die Wiederbelebung der hebräischen Sprache und Kultur anstrebt. § S. Die Jahresthrumah der Mitglieder der „Histadruth Ibrith" beträgt 1 M. — 1 K. — 1 Fr. — 50 Kop. us\v. (In Deutschland kommt der Landesbeitrag in der Höhe von 1 M. hinzu.) Adresse: Zentralbureau der „Histadruth Ibrith", Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstr. SO/81. Deutschland Berlin. Hebräertag. Das deutsche Landeskomitee der Organisation für hebräische Sprache und Kultur veranstaltet Mittwoch, den 13. Mai (Lag Baomer), abends, eine große öffentliche Versammlung. Auf der Tagesordnung: Die hebräische Bewegung; Die Aufgaben der „Histadruth Ibrith". Näheres wird noch mitgeteilt. Emden. Am 20. April sprach in öffentlicher Versammlung Herr Dr. Alfred Klee- Berlin über das Thema: „Zionismus und Vaterland." Der Redner wies darauf hin, daß die Arbeit für die Zukunft des jüdischen Volkes in keinerlei Gegensatz zu der patriotischen Hingabe der Juden an ihr Vaterland stehe. Der Vortrag fand begeisterte Aufnahme frei allen Zuhörern, und viele derselben traten unserer Ortsgruppe bei. Eydtkuhnen. Die hiesige Landankauf-Gesellschaft „Achwa", die bis jetzt aus 16 Mitgliedern bestand und zusammen 1130 Dunam Boden in der Kolonie Merchawja besaß, hat S neue Mitglieder aus Kopist (Gouv. Mohilew) gewonnen mit einem Areal von 600 Dunam, das direkt an das Gebiet der „Achwa" angrenzt, so daß die „Achwa" jetzt ein Gebiet von ca. 1780 Dunam besitzt und 24 Mitglieder zählt. Die erste Sitzung, an der sich auch drei von den neuen Mitgliedern beteiligten, wurde am 21. April abgehalten. Die Arbeiten für Bebauungs- und Bewässerungsanlagen, sowie die Pflanzungen haben bereits begonnen. Größere Mittel zur Anschaffung der notwendigen Inventarien wurden bewilligt. Es ist beschlossen worden, wöchentlich eine Sitzung und einmal im Jahre eine Generalversammlung abzuhalten. Oesterreich Aus den Wiener Organisationen a.— Der „Zionistische Zentralverein" hat mit bestem Erfolge die Gründung von Bezirkssektionen fortgesetzt. In den Bezirken Landstraße, Favoriten, Hernals, Mariahilf bestehen bereits lebenskräftige und eifrige Zweigorganisationen, die regelmäßig Versammlungen und Vortragsabende veranstalten. — Der „Zionistische Verband ehemaliger Hochschüler" hat seinen Winter-Vortragszyklus abgeschlossen. Durch eine Reihe gediegener Votragsabende ist es ihm gelungen, neue Kreise heranzuziehen und ihr Interesse für unsere Bewegung wachzuhalten. Von den Vorträgen der letzten Zeit sind insbesondere die Referate der Herren Adolf Böhm („Zionismus und Moderne"), Dr. Paul Weisengrün („Das Verhältnis der Landespolitik zur Palästina-Arbeit^! Architekt Josef Laszk o w i t z („Der jüdische Handwerkerstand in Galizien") und Frau Erna P a t a k („Meine Palästinareise") hervorzuheben. — Der rührige „H e r z 1 k I u b" veranstaltete eine interessante Theatervorstellung, bei welcher A s c h s „Zirickgekimmen" Herzls „Im Speisewagen" und Bedas „Der getaufte Enkel" zur Aufführung gelangten. Die österreichische Kommission des Jüdischen Nationalfonds versandte zu den Peßach-Feiertagen die dritte Nummer ihrer diesjährigen „Mitteilungen", die bekanntlich von Herrn Dr. Emil Stein redigiert werden und sich zu propagandistischen Zwecken trefflich eignen. Das zionistische Distriktskomitee für Innerösterreich und der zionistische Zentralverein hielten am 21. April eine Trauersitzung anläßlich des Ablebens Lucian Brunners ab. Herr Ludwig Batö hielt dem Verblichenen einen Nachruf und würdigte seine Verdienste. Wien. Im Monat Mai finden im Lokal der Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar Kochba" folgende Vorträge statt: Am 2., 8 Uhr abends: Dr. Wilhelm Stein: „Jehuda Halevi"; am 9., 8 Uhr abends: Schriftsteller Meier Chartin er: „Die Entstehung der Bibel"; am 16., 8 Uhr abends: Ehrenmitglied Adolf Böhm: „Die jüdische Kolonisation Palästinas"; am 23., 8 Uhr abends: Dr. Otto Abel es: „Zionistische Streitfragen“; am 30., 8 Uhr abends: Dr. Emil Stein: „Wesen und Zweck des Jüdischen Nationalfonds". Gäste herzlich willkommen. Galizien Lemberg. Im letzten Winter konstituierte sich hier die Verbindung jüdischer Pharmazeuten, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, ihre Fachgenossen im ganzen Lande zu jüdischnationaler Arbeit anzuregen. Lemberg. Im letzten Winter konstituierte sich hier die jüdischnationale akademische Studenten - Verbindung „Kadi m a h". Stryj. Dank der Initiative des zionistisch-akademischen Vereins „£ m u n a h" hat sich in unserer Stadt ein allgemeinbürgerliches Komitee gebildet, welches im vorigen Monat eine Bezalel -Ausstellung veranstaltete. Ein Saal war für Originalradierungen von Hermann Struck bestimmt. Die Ausstellung hatte einen glänzenden Erfolg. 2500 Personen haben die Ausstellung besucht und bewundert, an 3000 Kr. betrug der Erlös für Bezalel-Sachen. Sokal. Am 14. April hat in S o k a 1 Vizepräsident Dr. Leon Reich, im Saale des ruthenischen Nationalhauses, vor einem großen Publikum über „Die Renaissance des Judentums“ gesprochen. Bukowina Czernowitz. Professor Abraham Heumann hat im jüdischnationalen Frauen- und Mädchenverein „D eborah“ einen Vortragszyklus über jüdische Geschichte abgehalten. Professor Max Wachsmann hielt im selben Verein einen Vortrag über „Berthold Auerbach". Mold.-Banilla. Am 14. April sprach der derzeitige Senior der jüdischnationalen akademischen Verbindung „H a s m o - naea“ (Czernowitz), Herr Maximilian W e i ß b a c h , delegiert vom Landeskomitee, über „Ursache und Wirkung des Zionsgedankens". Vereinigte Staaten von Nordamerika Order Knights of Zion Am 7. April fand in Chicago unter dem Vorsitz des Herrn N. D. Kaplan eine Sitzung des Exekutiv-Komitees des Order Knights of Zion statt, an der folgende Herren teilnahmen: Max Sulman, Dr. Geo. K. Rosenzweig, M. Abrains, R. W. Epstein, M. N. Friedland, A. Levy, H. L. Meites, D. P. Pollack. I. S. Privulsky, N. Drosdof, H. Steinberg, B. Antonow und I. Turner. Es gelangten eine große Reihe von Angelegenheiten organisatorischer und propagandistischer Natur zur Erledigung, im besonderen wurden die Vorbereitungen für den Besuch des Herrn Dr. Franz Oppenheimer eingehend beraten. Der Vorsitzende, Herr Kaplan, berichtete, daß sich die First Hungarian Cong. Agudath Achim dem Order Knights of Zion angeschlossen habe. Dies ist die sechste der führenden Kongregationen in Chicago, die man zum Anschluß an den Order Knights of Zion veranlassen konnte. Her Steinberg teilte mit, daß es ihm gelungen sei, die Cong. Beth Jacob Anshei Croz ebenfalls für den Order Knights of Zion zu gewinnen. Aus der poale-zionistischen Bewegung Der Bericht des .Handelsangestellten- und Privatbeamtenverbandes b. I.— Für den 2. Mai ist der zweite Verbandstag des Verbandes der jüdischen Handelsangestellten und Privatbeamten Oesterreichs nach Lemberg einberufen. Der Verbandsvorstand hat über die 2y2jährige Tätigkeit des Verbandes, die sich nur auf Galizien erstreckt, einen gedruckten Bericht erscheinen lassen, dem wir folgendes entnehmen:

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