Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 11 (13.3.1914)
- Article
- Gewinn und Verlust-Konto per 31. Dezember 1913
- Date
- 1914-03-13
- Page
- 271 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3315709-3316625-3316636--59694-3352766- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 11 271 DIEXXELT : Dt. Gewinn und Verlust-Konto per 31. Dezember 1913 Ct. AUSGABEN: An Gehälter. Miete, Heizung und Beleuchtung .... Schreibmateriäien. ,, Porto- und Telegrammspesen. Bureauspesen.. „ Wechsel- und Scheckbuchstempel.... „ Spesen für Aktienverkäufe. ., Diverse Versicherungen. Ausserordentliche Spesen. „ Gehälter und Spesen an Agenten auswärts Advokaten- und Revisionsgebühren . . . „ Einkommensteuer. Mobiliarabnutzung.. . . . „ Abschreibung auf Effektenkonto . . . . ., Abschreibung von Dubiosen. „ Abschreibung a. Konto „Neue Kuponbogen“ Kosten Projekt Wasserleitung und elektrisches Liebt Jerusalem.. ,. Saldo: Gewinn pro 1913.. £ sh d f 5186 12 10; 1283 10 i 260 11 9 160 8 11 > 388 5 7 j 33 11 81 15 2 2 149 16 61 447 3 7 84 4 2 163 5 267 9 2 1 51 13 3 797. 8 4 | 403 8 1 100 — — 55 18 2 9 072 6 i 11 ' 18 920 6 Jil! EINNAHMEN: Per Gewinn aus Bankgeschäften: Diskonten £ 2.178.12. 1 Zinsen und Dividenden ., 14-081.10. 9 Spesen und Kommissionen ,. 1.901. 2. 2 Per Kursgewinn.. „ Transfergebühren. „ Effekten Versicherung. Eingang bereits abgeschriebener Schuld 1 sh j d! i 18 141 5 j — 19 j 12! 18 920 Bukowina Dr. Geyer in der Bukowina Der Sekretär des E. A. C. für Galizien, Dr. Max Geyer, hielt am 26. und 27. Februar in Czernowitz mit den Mitgliedern des Landeskomitees Konferenzen ab. Am zweiten Tage sprach er in der jüdisch-deutschen Volksschule vor einem engeren Kreis von Gesinnungsgenossen — es waren hauptsächlich die Mitglieder der akademischen Verbindungen — über „die gegenwärtige Lage im Zionismu s". Am Schlüsse forderte der Redner die Anwesenden auf, angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina nicht die Hände in den Schoß zu legen, sondern mit aller Kraft an der Verwirklichung unseres hohen Zieles zu arbeiten. Am 28. Februar hielt Dr. Geyer einen Vortrag in der jüdischen Tovnbeehalle über die „H askalah-Literatur in Ga- I i z i e n“. Am 3. März sprach Dr. Geyer in einer zahlreich besuchten Volksversammlung in Kimpolung über den „Sprachenstreit und das Schulwerk in Palästina". Nach der Rede wurde eine Sammlung für das Schulwerk eingeleitet, die vorläufig 115 Kr. ergab. Die Sammlung wird eifrig fort- Jüdischer Kulturfonds „Kedem“ Spenden-Ausweis 10. März 1914. 1. L. Goldberg, Wilna, Jahresbeitrag.U. 20._- Uurch die Sammelstelle des J. N. F. in Wien . . Kr. 5.70 Vom Jüdischen Verlag Chad Gadja, Das Peßachbuch, herausgegeben von Hugo Herrmann, ist erschienen. Bestellungen an den Jüdischen Verlag, Berlin W. 15, Sächsische Str. S. (Preis steif geheftet 3 M., Geschenkausgabe in elegantem Leinenband mit Goldschnitt 5 M.) E LITERARISCHE RUNDSCHAU Illllllllllllllllilll,,,, „„!„I!!!,I„!III„IIII,IIIIIIIII,IIIIiIIIIIIIIII»I»I»II»N»»IIIIIIIIIIIIII, Eine Auseinandersetzung mit der Religion Von Dr. Hugo Bergmann Max Maurenbrecher hat im Verlage von Eugen D i e d e r i c h s in Jena ein Buch erscheinen lassen, welches das tiefste Menschheitsproblem, das Leid, zum Gegenstände der Betrachtung nimmt, in der Absicht, von da aus eine Klärung der religiösen Frage herbeizuführen. *) Liegt uns so schon im allgemeinen das Thema der Schrift recht nahe, so wird sie uns noch näher gerückt, wenn wir sehen, daß sich die Auseinandersetzung mit der Religion zu einer solchen mit dem Judentum gestaltet. Der Weg zu einer neuen Religion, den Maurenbrecher sucht, kann nur gefunden werden, wenn die Menschheit mit dem jüdischen Erbe, das sie übernommen hat, abrechnet *) Max Maurenbrecher: Das Leid. Eine Auseinandersetzung mit der Religion. Jena, Eugen Diederichs. und diese Abrechnung führt — so meint der Verfasser — unbedingt zur Verurteilung. So wird also denn unsere Sache entschieden! Hören wir, was der Richter oder vielmehr der Ankläger vorzubringen hat. „Religion und Leid gehören zusammen, wie Blume und Wurzel, wie Meißel und Marmor. Die Frage nach der Religion entsteht im Leid; aber alles Streben der Religion geht darauf aus, das sinnlos und passiv hingenommene Leid in planvolles, aktives und darum glückliches Leben zu verwandeln. Die Frage nach der besten Religion heißt nichts anderes, als die Frage danach, wie wir am wirkungsvollsten die niederdrückenden und schwermütigen Affekte des Schmerzes in tätige Fröhlichkeit umbiegen können . . Es kann in diesem Sinne kein Zweifel sein, daß auch der heutige Mensch Religion braucht, daß er, ohne eine Formel über Sinn und Wert des Lehens zu finden, dieses Leben nicht in sinnloser Weise führen kann. Aber während die Menschen früherer Tage ihre Religion zum Erbe erhielten und für sie daher die Frage nach der besten Religion gar nicht bestand, 999999999944