Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 9 (27.2.1914)
- Article
- Das Ergebnis des Jahres 1913
- Date
- 1914-02-27
- Page
- 226 (sequence 1)
- Language
- German
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- Tunis 1× ep/1048155
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226 DIE32KELT Nr.;9 Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes xu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von circa 4 Millionen Mark erreicht. Briefe [und sonstige Sendungen sind zu adressieren s Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds z. EL des Herrn Justizrat Dr. M. J. Bodenheimer, Cöln, Neumarkt 33 Das Ergebnis des Jahres 1913*) Argentinien hat seinen Rückgang im vorigen Jahre wettgemacht und wird durch die jüngst reorganisierte Landessammelstelle wohl auch in diesem Jahre auf der Höhe bleiben. — Die südslavischen Länder weisen eine gleichmäßige Entwicklung auf, was um so mehr anzuerkennen ist, als unsere Gesinnungsgenossin Frau Clara Barmaper-Jacobi die ganze Arbeit von Wien aus in hingebender Weise leitet. — Belgien hat leider zum erstenmal einen Rückgang zu verzeichnen, und zwar, bei so wichtigen Sammelzweigen, wie der Baumspende und den Arbeiterheimstätten. Wir erlassen es uns» hier die Wichtigkeit dieser beiden Spendenzweige für unsere gesamte Kolonisation auseinanderzusetzen. Wir werden diese Frage übrigens in den Monographien eingehend behandeln. Unsere belgischen Gesinnungsgenossen werden hoffentlich in diesem Jahre auch diesen Spendenzweigen erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden. — In der Türkei haben die Spenden sich mehr als verdoppelt, was jedoch in erster Linie auf Rechnung Palästinas zu setzen ist, wo ca. 80 o/o der Spenden aufgebracht wurden. So sehr wir uns darüber freuen, daß die palästinensische Bevölkerung die Tätigkeit des Nationalfonds immer mehr zu würdigen weiß, so sehr ist es zu bedauern, daß aus der übrigen Türkei die Eingänge nur sporadisch und zufallsweise einfließen. Es ist indeß begründete Aussicht vorhanden, daß hier bald eine planmäßige Arbeit einsetzt, um die bereits vorhandenen Sympathien zugunsten des Nationalfonds nutzbar zu machen. — Frankreich hat ebenfalls eine Verdoppelung der Nationalfonds-Eingänge aufzuweisen, von denen ein ansehnlicher Teil auf die rührigen Zionisten in Tunis entfällt. Es wäre nur zu Wünschen, daß sich die bis jetzt noch isoliert arbeitenden Gruppen zu einer gemeinsamen planmäßigen Arbeit zusammentun, wodurch unseres Erachtens in erster Linie ein Erfolg, insbesondere bei den so zahlreich eingewanderten Juden aus dem Osten, erzielt werden kann. — Von den Ländern mit geringerer jüdischer Bevölkerung verdienen die Schweiz, Australien, Griechenland und Ostasien hervorgehoben zu werden, ln der Schweiz ist der neugewählte Landeskommissär, Herr Simon in Zürich, mit Erfolg bemüht, die Organisation der Vertrauensmänner auszugestalten. In Griechenland zeichnet sich besonders der Verein Poale-Sion in Volo aus. der trotz der Krise auf die Ausnutzung unserer wichtigsten Sammelmittel im ganzen Lande bedacht war. In jüngster Zeit beginnt auch Saloniki, das ca. zehnmal so viel Juden als Alt- Griechenland zählt und nunmehr diesem zugerechnet werden muß, eine vielversprechende Tätigkeit zu entfalten. Das Resultat wird hoffentlich am Schlüsse dieses Jahres in einem namhaften Spenden-Betrag zum Ausdruck kommen. *) Wegen Raummangels in voriger Nummer unterbrochen. Spenden-Ausweis der Landessammelstellen Deutschland. (Adresse: Max Wolisteiner. Berlin- Charlottenburg Roscherstr. 4.) Vom 6 —13. Februar d. Js. eingegangen und in Nr. 7 der „Jüdischen Rundschau“ detailliert ausgewiesen. Belgien. (Adresse: Sammelstelle des J. N. F.f Antwerpen, 7 rue de la Vapeur). Vom 1.—31. Januar d Js. eingegangen und m Nr. 1 der „Hatikwah“ detailliert ausgewiesen .... Frcs. 2150.03 Holland. (Adresse: J. Hertzberger. Groningen, Kareweg). Vom 16.—30. Januar d Js. eingegangen und in Nr. 2/3 des „Joodsche Wächter“ detailliert ausgewiesen.Hfl. 422.73 — Russland. (Adresse: Justizrat Dr. M. J. Bodenheimer, Köln, Neumarkt 33). Vom 9 —16. Februar d. Js. eingegangen und in Nr. 5 von „Erez Israel“ detailliert ausgewiesen. Galizien. (Adresse: Dr H. Zipper. Lemberg, Smolkaplatz 1.) Vom 1.—9. Februar d. Js. eingegangen und in Nr. 2 des „Jüd. Tagblatts Für Erez Israel“ detailliert ausgewiesen Kr. 891.17 — Sudslavische Länder. (Adresse: Frau Clara Barmaper-Jacobi, Wien II, Obere Donaustr. 91). Vom 1. bis 14. Januar d. Js. eingegangen und in Nr. 2 der „Zidovska Smotra" detailliert ausgewiesen .. Kr. 517 03 — JC 1190.89 JC 1729.88 JC 714.42 JC 5709.86 JC 753.02 JC. 436.90 Nordamerika. (Adresse: Jewish National Found Bureau for America, New York, 142/44 Henry Str.) Vom 23. bis 30. Januar d. Js. eingegangen und in Nr. 5 von „Dos Yiddische Folk“ detailliert ausgewiesen .$ 542 86 =* JC 2263.72 Etagegangen beim Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds in Köln: Trupschitz i. B.: Dr. Julius Weis pflanzt 1 Baum Kr. 7.— M. 5.88 Bern: H. Bravermann pflanzt 1 Baum a. d. N. Lasar Bermann anl. seines Geburtstages.„ 6.46 Jaffa: Dr. A. Ruppin (Sammelstelle d. J. N. F.) Markenverkauf.., 136.— Marken-Telegrammverkauf .,, -'5.32 Telegrammverkauf .,, 45.32 Köln: Marken-Barverkauf im Hauptbureau „ 0.50 Die Gesamtsumme der in dieser Nummer ausgewiesenen Spenden für den Jüdischen Nationalfonds betrügt: M. 12 992.85 hiervon entfallen auf: Allgemeine Spenden . Selbstbesteuerung . . Sammelbogen .... Sammelbüchsen . . . Goldenes buch.... Baumspende .... Landtipende .... Arbeiterheimstätten N.F.-Marken .... Telegrammformulare . M 1799 13 509.01 181 13 „ 1621.84 *2777 50 1613 78 .. 420.03 2853.02 ,, 807 44 439.97 Welt, Verlageges. m. b. H.*, Berlin. — Verantwortlicher Bedaktenr: JDr. Moritz Zobel,"Berlin. — Druck von Siegfried Soholem, Berlin-Schöneberg