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Die Welt · 1914-02-20 · 8 (20.2.1914) · p. 185

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
8 (20.2.1914)
Article
Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914
Date
1914-02-20
Page
185 (sequence 6)
Language
German
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185 DIE3§KELT Nr. 8 □BBBBB0BBBB0BB0BB0BBBB00 Zur gefl. Beachtung! Das Inhaltsverzeichnis für den Jahrgang 1913 ist erschienen und wird auf Wunsch jedem Abonnenten gratis und franko zugestellt. Den Bestellern von Einbanddecken geht es direkt zu. HHBEiiiBBHfgrararamPirarnmMuirauiMrnra Palästina Jaffa: Ing. Wilh. Hecker '.Frcs. 100. — M. 80.— Verschiedene Kleine Spenden: Jüd.-Ak. Verb. „Zcphirah“. J. H. Waltuch, Verein ..Theodor Herzl“, Benzion Fessler . . . Kr. 38.40 M. 32.25 Berichtigung Im Zentralfonds-Ausweis für das Hebräische Schulwerk, in \r. 6, ist folgender Name falsch gedruckt: Apher Barajch, Dorna-Watra, muss heissen: Ascher Barasch. Die in Nr. 7 ausgewiesene Spende des Herrn Dr. A. Jacobsohn, Lüneburg, beträgt nicht M. 30.—, sondern ./£. 50.—. Im Zentralfonds-Ausweis in Nr. 3, unter ..Kleine Spenden", Galizien ist folgender Name falsch gedruckt: Nathan Wieder muß heißen: Nathan Wilder. Die im Ausweis in Nr. 4 unter ..Kleine Spenden“, Galizien, ausgewiesene Spende des Herrn Karl Robinsohn ist von der Hebronia gespendet. Die in Nr. 5 ausgewiesene Spende des Herrn Leopold Altmann aus Breslau für das Hebräische Schul werk beträgt nicht M. 20.—, sondern M. 25.— Prag: Spezifikation der in Nr. 7 unter Moritz Schreiber ausgewiesenen Kr. 100.— Leopold Silberstern.Kr. 50. Ignaz Silberstern jr.,, 20.— Moritz Schreiber.,, 30.— Zentralfonds 1914 Indien vorhergehenden Nummern ausgewiesen.M 129 824.70 Dazu Ausweis dieser Nummer . ,, 27 912.32 Insgesamt bisher eingegangen M. 152 737.07 Beiträge für das Hebräische Schulwerk in Palästina Uahresbeiträge und einmalige Spenden) nimmt das Zionistische Zentralbureau, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, entgegen. Aus Deutschland erfolgt die Ueberweisung am besten und gänzlich kostenlos auf das Postscheckkonto des Zionistischen Zentralbureaus: Berlin 11619. Aus Oesterreich und Ungarn überweise man vorläufig auf die Postscheckkonten der „Welt“: Wien 39 913a, resp. Budapest 15 655, gleichfalls ohne Kosten für den Absender. Abgesehen davon empfiehlt sich die Einzahlung auf unser Konto bei der Nationalbank für Deutschland, Berlin W, Depositenkasse Kurfürstendamm 211, resp. bei den Zahlstellen des Jewish Colonial Trust Zur Würdigung der Nathanschen Broschüre Unser Jaffaer Berichterstatter schreibt uns: Kurz vor Abgang der Post nach Europa bekomme ich hier Paul Nathans Broschüre „Palästina und palästinensischer Zionismus“ zu lesen. Erster Eindruck: Verschleierung des wirklichen Tatbestandes und eine Unmasse von falschen Angaben. In diesem Aufsatz muß ich mich wegen der knappen Zeit auf einige Bemerkungen bezüglich der Haltung der palästinensischen Rabbiner und der palästinensischen Presse beschränken. Auch in dieser Beziehung kann ich nicht vollständig sein, weil sich meine hierauf bezügliche Materialiensammlung in Jerusalem befindet. Herr Dr. Nathan veröffentlicht fünf Zuschriften aus Jerusalem, von denen drei von Rabbinern unterzeichnet sind. Unter diesen ist das wichtigste Schriftstück das der Aschkenasim, welches mit sechzehn Unterschriften versehen ist. Ich habe dazu folgendes zu erklären und bin bereit, jede meiner Behauptungen vor jedem Gericht der Welt zu verantworten : 1. Ich konstatiere, daß von diesen fünf Zuschriften vier bis auf den heutigen Tag im hebräischen Original nirgends veröffentlicht worden sind, auch in der „Moriah“, dem Organ des Hilfsvereins in Jerusalem, nicht. Ich schließe daraus, daß die Urheber dieser Zuschriften die Kritik der öffentlichen Meinung in Palästina scheuen. Ich konstatiere ferner, 2. daß bis auf den heutigen Tag kein einziger amtierender Rabbiner in Palästina sich für die Schulen des Hilfsverens in der lokalen Presse ' ausgesprochen hat. 3. Daß das Schriftstück mit den 16 Unterschriften erst vor kurzem in der „Moriah“ veröffentlicht wurde. 4. Dieses Schriftstück trägt die Unterschriften des Beth- Din der Peruschim und die der Chassidim. Es wurde Dr. Nathan am 1. oder 2. Kislew überreicht. Noch in derselben Woche aber erließen die beiden Bathe- I) i n eine Kundgebung gegen die Schulen des Hilfs Vereins. Die Erkenntnis, daß sie düpiert worden waren, trat also rasch genug ein. 5. Diese zuletzt erwähnte Kundgebung wurde auf Veranlassung der Rabbiner durch Anschlag in den Straßen Jerusalems bekannt gemacht. Die „Moriah“, „das Organ des religiösen Judentums in Jerusalem", überging diese Kundgebung mit Stillschweigen. Sie blieb stumm trotz aller Anzapfungen der „Hacheruth“. Später folgerte ein Wortführer der Jerusalemer Orthodoxie, Selig Lider, daraus, daß die „Moriah“ damit stillschweigend zugegeben habe, daß sie nicht mehr das Organ der Orthodoxie und diese daher nicht inehr für die „Moriah" verantwortlich zu machen sei. Auch gegenüber dieser Aeußerung blieb die sonst so beredte „Moriah“ stumm. 6. Das Schriftstück mit den sechzehn Unterschriften ist auch von Rabbi M. 1). Amsterdam unterzeichnet. Dieser Rabbi, ein Schüler des R. Israel S a 1 a n t e r, ließ, am 5. Kislew eine Erklärung in den Straßen Jerusalems affichieren, die folgenden Inhalt hat: Ich bin bloß dem Thorastudium ergeben und den Händeln der Welt abgewandt. Listige Leute kamen zu mir, um meine Unterschrift für eine Sache der Thora zu verlangen. Ich erfahre nun, daß dies nicht der Fall ist und sehe mich daher gedrängt, meinen Irrtum öffentlich zu bekennen-. Rabbi Amsterdam sah sich zu dieser ungewöhnlichen Publikation genötigt, weil die „M oriah“ seine Erklärung nicht veröffentlichen wollte. 7. Der hebräische Text des Schriftstückes deckt sich in für die Anschauung der Rabbiner wesentlichen Punkten nicht mit den deutschen Uebersetzungen. S. Die erste Publikation der deutschen Uebersetzung zeigt eine für den Hilfsverein viel günstigere (aber falsche) Lesart als die zweite. Es heißt in der ersten deutschen Publikation: „Israel soll wissen, daß wir, die gegen den zersetzenden Geist, der in unsere Mitte getragen wurde, erregt sind, daß wir, die auf dem Boden der Tradition stehen, den Hilfs verein für sein löbliches Streben segnen.“ Demgegenüber heißt in der Broschüre, „. . . und Israel soll wissen, daß wir

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