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Die Welt · 1914-02-20 · 8 (20.2.1914) · p. 180

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
8 (20.2.1914)
Article
Die neue Kuratoriumssitzung
Date
1914-02-20
Page
180 (sequence 2)
Language
German
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180 Nr. 8 DIE3q£ELT die Kuratoren, diese Mittel zur Beendigung der unglückseligen Zwistigkeiten, die zum Bruch und einer Fülle von Uebeln zu führen drohen, anzunehmen. Mayer Sulzberger, Vorsitzender." Das Verlangen der Amerikaner, daß wir an Stelle der ausgetretenen zionistischen Mitglieder andere zionistische Kandidaten nominieren, wäre uns nur dann begreiflich, iwenn die Amerikaner gleichzeitig auf dem Rücktritt der Herren Nathan und Simon, der Führer der Gegenpartei, bestehen. Wir könnten verstehen, daß die amerikanischen Kuratoren sich auf den Standpunkt stellen, daß die Führer der kämpfenden Gruppen aus der Leitung eines Instituts ausscheiden, das von den Sympathien der ganzen jüdischen Welt getragen werden soll. Das Ansinnen aber, daß nur die eine Gruppe der Zionisten sich nach Ersatzleuten für das Kuratorium Umsehen soll, ist um so verwunderlicher, als die Amerikaner nach wie vor sich materiell auf unseren Standpunkt stellen und die Beschlüsse der Sitzung vom 26. Oktober verwerfen. Unsere Stellungnahme wird selbstverständlich ausschließlich von der Durchführung der sachlichen Forderungen der Amerikaner abhängen. Personenfragen kommen für uns entscheidend niemals in Betracht. Wir bestehen nur auf dem Verlangen, daß das Kuratorium des Technikums Garantien schafft, die es uns zweifellos erscheinen lassen, daß in der Mittelschule die hebräische Unterrichtsspräche eingeführt wird, daß im Technikum bei der Eröffnung Hebräisch die vorherrschende Sprache sein wird, und daß innerhalb einer angemessenen Frist unter allen Umständen die endgültige Hebraisierung des Technikums durchgeführt werden wird. Von den 21 Kuratoren, die nach dem Austritt der Zionisten übrig geblieben sind, sind mindestens 14 für die Hebraisierung des Technikums. Gelassen können wir das Ergebnis der nächsten Sitzung ab warten. Unsere nationalen Forderungen sind auch i?on der überwältigenden Mehrheit dieses zionistenreinen Kuratoriums als berechtigt und notwendig anerkannt worden. Sollten die Kuratoren sich Mehr von Personenfragen leiten lassen als von den Prinzipien, die sie selbst für das Wohl der palästinensischen judenheit als richtig erkannt haben, so werden wir diese Stellungnahme bedauern, aber wir werden in uns die Gewißheit tragen, daß solch ein Beschluß nur vorübergehende Wirkung haben kann. Auf die Dauer müssen die nationalen Bedürfnisse des jüdischen Volkes auch am Technikum in Haifa anerkannt werden. 9UiEniiiniii«niinuiiiii FÜR UNSER SCHULWERK Der Ausweis der dieswöchigen Nummer stellt mit fast 28 000 Mark den höchsten dar, der bisher in der Aktion für das hebräische Schulwerk erzielt worden ist. Es hieße die Bedeutung dieser Zahl abschwächen, wollten wir die großartige Anstrengung unserer Freunde, die aus diesen Ziffern spricht, den langen und breiten kommentieren. Die Summe von beinahe 160 000 Mark, die bisher bei uns eingegangen ist, der Betrag von fast einer Viertel Million, der bisher für das hebräische Schulwerk gezeichnet wurde, sind elementare Beweise der Geschlossenheit und Entschlossenheit des jüdischen Volkes im Kampfe um seine nationale Entwicklung. Die großen Beitragsziffern bilden aber auch eine eindringliche Mahnung für alle diejenigen unserer Freunde, die bisher bei diesem großen Werk noch abseits stehen. Sie werden sich gewiß bald ihrer Pflicht entsinnen! In dem dieswöchigen Ausweis fällt insbesondere der Ausweis aus Rumänien auf, der Kunde davon gibt, wie sehr auch dort unser Aufruf verstanden wurde und wie eifrig sich unsere rumänischen Gesinnungsgenossen der Aktion für unser nationales Schulwerk widmen. Auch aus Amerika liegt diesmal wieder ein größerer Ausweis vor, der zeigt, mit welcher Begeisterung auch dort die Werbearbeit aufgenommen worden ist. Auf die einzelnen Länder verteilen sich die bisherigen Eingänge wie folgt: Rußland M. 70 500 — Deutschland „ 45 000.— West-Oesterreich: Inner-Oesterreich M. 3750.— Böhmen „ 6550.— Mähren-Schlesien „ 3150.— „ 13 450.— Türkei M. 5100.- Galizien 5100.— Amerika 5 250.— Canada 5 000.— Rumänien 3 300.— England 2 950.— 1 200.— Verschiedene Länder 800.— Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914 Ausweis der eingegangenen Beträge Deutschland Ahrensburg: L. Lehmann.U. 100.— Duisburg: R. A. Cohn, 1. Rate.,, €0.— Düsseldorf: Oberpostsekretär Karl Steinweg . . ,, 20.— Frankfurt a. M.: J. L. Oppenheimer . . . . . ,, 100.— Hamburg: Dr. Stiebei.. 20.— Mülheim (Ruhr): R.-A. Dr. Königsberger . . ,, 2b.— Nordhausen: Reinh. Warburg.20.— Kleine Spenden: N. N., N. Gorewitsch, H. Bass, Moritz Meyer, Dr. Klee.„ 42.— Russland Berditschew: U. West .... Rbl. 10.50 M. 22.35 Homel: J. L. Kohanowitz, Sammlung ,, 100.— „ 216.40 Nogil: R. Sorkimhiddy.„ 111.89 Odessa: Samuel Barbasch.. „ 200.— Petersburg: Zionist. Stadtcomite.Rbl. 1000.— Gregoire Benensohn.„ 1000.— S. Rosenbaum ....... . „ 100.— Rbl. 2100.— M>. 4462.50 T a t i e w: Aschkmasy.„ 54.— 99999999999999115

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