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Die Welt · 1914-02-06 · 6 (6.2.1914) · p. 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
6 (6.2.1914)
Article
Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914
Date
1914-02-06
Page
134 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 6 134 DIE^ELT H a s k o v o: Goldmann .(Hebr. Schulw.) Jk 73.07 Belgien Antwerpen: Verein Kadimah (Hebr. Schulwerk). England London: L. Lautmann, H. Sacher, Leop. Simon (Hebr Schulwerk) .£ 12.—'.— Manchester: Berth. Herrmann.£ 5.—.— Amerika St. Louis: Zion. Council .£ 81.12.8 Jk 1065.32 Hebräisches Schulwerk: Bloom, Bern Schireson, Dr. L. Blass, M. L. Gottfried, H. Fram, Ch. Isenstein, H. Coodly.8 12.— Jk 50.55 Palästina Jaffa: W. Gluskin, Jahresbeitrag.Jk 40.— Verschiedene: Willy Wiemokli, Jacob Kalmann, Edm. Goetschel, Dr. Edm. Fischer (Hebr. Schulwerk) - Jk 18.50 Jk 204.— ■ Jk 244.80 ■ Jk 102. — Spezifikation der in Nr. 4 ausgewiesenen Spende des Magyarorszagi Zionista Szervezet, Budapest: David Kolm Kr. 50.—, Alexander Horvath 50.—, David Lindenbaum 50.—, „Theodor Herzl“-Verein 50.—, „Deborah“- Verein 30.—. — Kleine Spenden: Dr. Max Weiss, David Widder, Dr. Eugen Weinberger, Tgn. Singer, David Steiger, Ella Kohn 40.—, insgesamt Kr. 270.—. Berichtigung. Im Zentralfondsausweis in Nr. 4 ist folgender Name falsch gedruckt: Dr. Max Kosenberg, Wien, muss heissen Dr. Max Kosenzweig. Zentralfonds 1914 In den vorhergehenden Nummern ausgewiesen.M. 96 339.52 Dazu Ausweis dieser Nummer . . „ 21 060.46 Insgesamt bisher eingegangen M. 117 399.98 Zum Reisebericht Dr. Nathans Fräulein Vera Pinczower, Leiterin der hebräischen Mädchenschule in Jerusalem, hat an die Redaktionen des „Israelit" in Frankfurt a. M. und des „Israelitischen Familienblattes" in Hamburg folgendes Schreiben gerichtet: Jerusalem, 18. Januar 1014. Sehr geehrte Redaktion! Zu dem „Reisebericht des Herrn Dr. Nathan", welcher in vorletzter Nummer Ihres gesch. Blattes erschien, erlaube ich mir im Namen der früheren Lehrerschaft des Hilfsvereins folgendes zu bemerken: Dieser Bericht ist voller Unrichtigkeiten und enthält eine vollständig falsche Darstellung der Tatsachen, wie sie sich in der kritischen Zeit in den Schulen des Hilfsvereins zutrugen. Wollte ich den Bericht des Herrn Dr. Nathan richtigstellen, so müßte ich denselben von Anfang bis zu Ende umschreiben, so sehr schlägt jedes Wort desselben der Wahrheit ins Gesicht. Für heute halte ich es nur für meine Pflicht, Verwahrung gegen die Art und Weise einzulegen, mit welcher daselbst gegen die früheren Lehrkräfte des Hilfsvereins losgezogen wird. Es sind dieselben Lehrer und Lehrerinnen, welche in den alljährlichen Geschäftsberichten des Hilfsvereins als Muster pädagogischer Tüchtigkeit und aufopfernder Pflichttreue hingestellt wurden. Wie ist es möglich, daß sie innerhalb einiger Tage Vertrags- und Hausfriedensbruch begingen, Agitatoren und Vandalen geworden sind? Nur Zorn und Unkenntnis des wahren Sachverhalts können Herrn Dr. Nathan solche Worte eingegeben haben. Wir, d. h. sämtliche Lehrer des Hilfsvereins, auch die, welche im Dienste des Hilfsvereins geblieben sind, haben uns erlaubt, in bezug auf die Unterrichtssprache anderer Meinung als die Leitung selbst zu sein. Nicht nur gerade nach dem unseligen Beschluß des Kuratoriums des Technikums, nein, schon jahrelang vorher haben wir uns beschwert, daß in unseren Schulen der einheitlich hebräische Charakter, welcher die von der palästinensischen Bevölkerung selbst geschaffenen Schulen auszeichnet, fehlt. So wurde z. B. in den zwei oberen Klassen unserer Mädchenschule außer den fünf deutschen Sprachstunden, Rechnen 4 Stunden, Geschichte und Geographie 4 Stunden, in Summa 13 Stunden wöchentlich, Deutsch erteilt. Trotz dieser auffallenden Bevorzugung der deutschen Sprache auf Kosten des Hebräischen in einer hebräischen Schule wurde gerade in letzter Zeit von einer Vermehrung des Deutschunterrichts der Realien gesprochen. Die Unzufriedenheit über diesen Stand der Dinge trat oft genug in unseren Lehrerkonferenzen zutage. Zwischen Herrn Ephraim Cohn und mir war es ebenfalls aus diesem Grunde zu lebhaften Auseinandersetzungen gekommen. Als wir dann, 19 Lehrer und Lehrerinnen an der Zahl, d. h. die überwiegende Mehrheit der Lehrer der Hilfsvereinsschulen in Jerusalem, in vollem Bewußtsein von der Bedeutung unserer Sache Herrn Dr. Nathan das Memorandum überreichten, setzten wir damals noch Glauben in seine Vorurteilsfreiheit und Gerechtigkeitsliebe, von denen wir ein billiges Urteil erwarteten. Zur Ueberreichung des Memorandums waren wir schon deshalb gedrängt, weil die zurzeit herrschende Erregung in der Bevölkerung und besonders in den Schülerkreisen eine Aufrechterhaltung des geordneten Schulbetriebs ohne Aenderung der Unterrichtssprache als unmöglich erscheinen ließ. In den Tagen, welche der Uebersendung des Memorandums folgten, versuchten zunächst wir Lehrer und andere Männer, die zu diesem Zwecke aus Jaffa und den Kolonien herbeigeeilt waren, durch mündliche Unterhandlungen Herrn Dr. Nathan für unsere Vorschläge günstig zu stimmen. Die Resultate dieser verschiedenen Unterredungen waren geeignet, uns Hoffnung auf einen Ausgleich zu geben, und trotzdem erklärt Herr Dr. Nathan, daß Herr Jellin vier Tage nach Ueberreichung des Memorandums seinen Unterricht in der Lämelschule benutzte, die Kinder dort für die neue Schule zu gewinnen. Das ist um so mehr eine bodenlose Lüge, als niemand gerade von uns in jenen Tagen an neue Schulen dachte. Diese Behauptung des Herrn Dr. Nathan soll nur dazu dienen, den Namen dieses geistig und moralisch hochstehenden Mannes, der die materiellen Früchte seiner 25jährigen Arbeit der großen Sache opferte, in den Staub zu ziehen; sowie man überhaupt alles versucht hat, das Hohe und Erhabene, welches der Inhalt unserer Sprachbewegung ist, mit Absicht zu verleumden und zu verunglimpfen. Als wir dann, in unseren Hoffnungen getäuscht, uns gezwungen sahen, Freitag, den 5. Dezember, unsere Demission zu geben, setzten wir eine zweimonatliche Kündigungsfrist fest. Wir taten dies auf den ausdrücklichen Wunsch des Herrn Dr. Nathan; denn wir waren bereit, die Arbeit sofort niederzulegen, um eben nicht in den Verdacht zu kommen, Propaganda für die neu zu gründenden Schulen zu machen. Denn daß ein neues Seminar und eine Mädchenschule mit durchaus hebräischer Sprache nun nötig waren, war uns indessen klar geworden, wenn wir auch den Zeitpunkt der Eröffnung weiter entfernt glaubten. An die Gründung einer Knabenschule hat man bis zu dem spontanen Verlassen von ca. 100 Kindern der Lämelschule anläßlich der Suspension einiger Lehrer dort überhaupt nicht gedacht. Ich möchte an dieser Stelle Herrn Dr. Nathan an ein Gespräch erinnern, welches er am Spätnachmittag, Mittwoch, den 3. Dezember, mit dem Leiter der Kolonie Rechoboth, Herrn Eisenberg, hatte. Derselbe hatte Herrn Dr. Nathan im Falle seines ablehnenden Verhaltens gegen die Vorschläge des Memorandums auf die Möglichkeit der Demission von 20 Lehrern des Hilfsvereins hingewiesen. Dies machte sichtlichen Eindruck auf Herrn Dr. Nathan und er meinte: „Wie können diese Lehrer plötzlich mitten im Schuljahre Hunderte

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