Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 4 (23.1.1914)
- Article
- Für Palästina-Reisende
- Date
- 1914-01-23
- Page
- 93 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 4 LT DIE 93 — Dresden: S. Mattersdorf N; Albert Kuntze 6- Co. H; Gebrüder Amhold N. -- Düsseldorf: Rheinisch-Westfälische Diskonto-Gesellschaft A.-G. N; Bank für Handel und Industrie H. — Duisburg: Mittelrheinische Bank NH. - Elberfeld: Elberfelder Bankverein NH. Erfurt: Adolph Stärke N; H. Ullmann H. — Essen-Ruhr: Essener Bank- Verein N H; Simon Hirschland N H. — Frankfurt a. M.: Deutsche Effekten- und Wechselbank N; Bank für Handel und Industrie H — Fürth: Bank für Handel und Industrie H. — Görlitz: Gommandite der Breslauer Disconto-Bank H. Halle a. S.: Mitteldeutsche Privat-Bank Aktiengesellschaft N; Bank für Handel und Industrie H. — Hamburg: Deutsche Orientbank A.-G. —; L. Behrens ft Söhne N; Vereinsbank in Hamburg H. — Hannover: Ephraim Meyer ft Sohn N; Bank für Handel und Industrie H. — Heidelberg: Heidelberger Volksbank G. m. b. H. N H; Eugen Trotter ft Co. H. — Hildesheim: Hesa ft Comp. N; Hildesheimer Bank H. — Karlsruhe: Veit L. Homburger NH. — Kiel: Wilh. Ahlmann N; Vereinsbank in Kiel H. — Königsberg i. P.: Norddeutsche Kreditanstalt N; Ostbank für Handel und Gewerbe H. — Leipzig: Mitteldeutsche Privat-Bank, Aktiengesellschaft N: Bank für Handel und Industrie H. — Lübeck: Commerzbank in Lübeck N; Lübecker Privatbank H. — Magdeburg: Mitteldeutsche Privat-Bank, Aktiengesellschaft N; Magdeburger Bankverein H. — Mainz: Kronenberger ft Co. N; Schmitz, Heidelberger ft Co. H. — Mannheim: Rheinische Kreditbank N; Bank für Handel und Industrie H. — Mülhausen i. E.: Comptoir d’Escompte de Mulhouse N; Wey mar ft Co. H. — München: Bayerische Vereinsbank N; Bank für Handel und Industrie H. — Nürnberg: Bayerische Vereinsbank N; Bank für Handel und Industrie H Posen: Norddeutsche Kreditanstalt NOstbank für Handel und Gewerbe H. — Stettin: Norddeutsche Kreditanstalt N; Bank für Handel und Industrie H. — Straßburg: Rheinische Kreditbank N; Bank für Handel und Industrie H. —- Stuttgart: Königl. Württ. Hofbank G. m. b. H. N; Württembergische Bankanstalt vorm. Pflaum ft Co. H. —- Thorn: Norddeutsche Creditanstalt N; Ostbank für Handel und Gewerbe H. — Trier: Reverchon ft Co. H. — Wiesbaden: Wiesbadener Bank S. Bielefeld ft Söhne N: Paul Straßburger N. — Worms: Filiale der Süddeutschen Bank H. Zwickau: Vereinsbank N; C. Wilh. Stengel H. ^!»III>lIIII!I! iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii;iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiii;i;i:iir.imiiimiiiimiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiii)iiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiimiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii WELTCHRONIK ÜNIIIIIIIIIIIIIIIIIIllllllllllllllllllUMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllllllllllllllllllllllMIIIIÜIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIÜIIMIUIIIÜIIIIIIIIIIIMIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIII»»»»!»»»» nnuuunniuiinuiniiiiitHimmiinnumnnn ::!!>>NI.:!U'.!!IIIMIII!I»»»III»»»»»IIIIIII»!>s? Reichstagsdebatte Im Deutschen Reichstag ist ein Gesetzentwurf über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe eingebracht worden. Der § 3 der Vorlage gestattet den sabbattreuen Juden, am Sonntag zwar nicht im offenen Geschäft Waren zu verkaufen, wohl aber im internen Geschäft zu arbeiten. Die Debatte über diesen Paragraphen hat Aeußerungen gebracht, die über die Bedeutung der zur Verhandlung stehenden Vorlage hinaus für die Beurteilung einer richtigen jüdischen Politik in Deutschland interessant und aufschlußreich sind. Der Zentrumsabgeordnete Erzberger befürwortete die Annahme der Bestimmung, die die sabbattreuen Juden nach dem Grundsatz sozialer Gerechtigkeit behandelt. Der nationalliberale Abgeordnete List und der konservative Abgeordnete Graf von Carmer sprachen im selben Sinne. Die Opfer, die das orthodoxe Judentum seinem Bekenntnis bringe, seien durchaus achtungswert. Aber Abgeordneter Gunsser, Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei, wandte sich gegen die Bestimmung. „Sie würde eine Bevorzugung jüdischer Geschäfte bedeuten und den Antisemitismus wieder aufleben lassen.“' Und gleich darauf erklärte der antisemitische Abgeordnete Mumm, der Paragraph zugunsten der orthodoxen Juden sei ein Ausnahmegesetz, das sich gegen die christlich-deutschen Kaufleute richte und darum bekämpft werden müsse. Geschlossen war der Bund. Es läßt sich nachweisen, daß an dieser verkehrten Politik der Liberalen, die mit den Antisemiten an einem Strange ziehen, einzig die liberalen Assimilanten schuld sind, die ihre christlichen Parteifreunde zu Richtern in innerjüdischen Angelegenheiten machen. Anstatt das Richtmaß in jüdischen Fragen ausschließlich aus den Bedürfnissen des Judentums zu holen, richten sie ihr ganzes jüdisches Verhalten nach den wechselnden Neigungen und Meinungen ihrer politischen Freunde ein. Ihr Judentum opfern sie, wenn sie der Partei einen Dienst erweisen zu können glauben. Sie sagen, das Judentum und die jüdische Politik brauche nichtjüdische Freunde, deren Wohlwollen man durch ständige Konzessionen und Opfer erhalten müsse. Aber da ihnen nicht das Judentum und sein Wohl die Hauptsache ist, verlieren sie sehr bald das richtige Urteil darüber, wie weit man auch in politischen Dingen Konzessionen machen dürfe, und bald wird die Politik in jüdischen Fragen, deren Ziel eigentlich das Wohl des Judentums und die ungefährdete Erhaltung seiner Art sein müßte, zum Mittel für fremde politische Zwecke. Die Parteien aber, in deren Schutz solche Assimilationspolitik getrieben werden konnte, verlieren infolge solcher Umorientierung bald selbst die eindeutige Richtung ihres Programms, soweit es sich auf jüdische Dinge bezieht, und lassen sich vielmehr von den einseitigen Meinungen einzelner israelitischer Notakeln beeinflussen. Und so kommt es zu dem politischen Tohuwabohu, für das die Debatte im Reichstag eben ein Beispiel bot. Die angeblich judenfreundliche liberale Partei bezieht ihre jüdische Weisheit von wenigen volksentfremdeten Assimilanten und diese wiederum verteidigen ihre Politik im Judentum, indem sie, wenn ihre verderblichen Methoden angegriffen werden, Nichtjuden zu Zeugen für ihr gutjüdisches Verhalten und zu Richtern über ihre jüdischen Gegner aufrufen. Nichts anderes tut jetzt der H i 1 f s v e r e i n der deutschen Juden, wenn er im Kampf mit den Zionisten politische Faktoren gegen die Vorkämpfer der hebräischen Bewegung aufzuhetzen versucht. Hier rufen die Assimilanten die christlich-deutschen Kaufleute auf den Plan gegen die jüdische Orthodoxie; dorr mobilisiert man mohammedanische Notabein gegen die hebräischen Schulen. Gunsser, Mumm und der Effendi von Haifa! Deutschland »M»»»!!! Jugendtag der Agudas Jisroel In Anwesenheit von 82 Delegierten aus allen Gegenden Deutschlands und der Schweiz fand in Frankfurt a. M. der erste Jugendtag der Agudas Jisroel vom 25. bis 28. Dezember statt. Die Tagung wurde durch den Vorsitzenden der Frankfurter Jugendgruppe, Herrn Hermann Frankenthal, eröffnet. Herr Jakob Rosenheim begrüßte die Versammelten im Namen des provisorischen Komitees der A. J. Nach einer Reihe weiterer Begrüßungen hielt Herr Heinrich Eisern a n n ein Referat über „D ie Agudas Jisroel und Palästina“. Der Redner führte aus, daß aufbauende positive Arbeit in Palästina seitens der A. J. die beste Kritik des dort von anderen Organisationen Geleisteten wäre. — Herr L. Perlmutter berichtete über die erzieherischen und praktischen Aufgaben und die statutarischen Grundlagen der Jugendorganisation. Es wurde ein organisatorischer Zusammenschluß des Bundes gesetzestreuer Jugendvereine Deutschlands mit den bereits bestehenden Jugendgruppen der A. J. beschlossen. Im weiteren Verlauf der Tagung referierte Direktor Dr. Lange- Frankfurt a. M. über den Lehrbetrieb in den Jugendgruppen. Es wurde ein detailliertes Programm für die verschiedenen Unterrichtskurse entworfen. Mit einem Schlußwort des Herrn Jakob Rosenheim endete die Tagung. Berlin. Der Jüdische Turnverein Bar Kocliba, der jetzt 16 Turn- und Sportabteilungen mit ca. 750 Mitgliedern zählt, hat mit einer Berliner städtischen Körperschaft 020002020001000002000001010002010201000002 010102000200000002040000000001020107010001