Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 3 (16.1.1914)
- Article
- Zentralkomitee des "Hechawer"
- Date
- 1914-01-16
- Page
- 72 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3315709-3316625-3316628-3351291--58722-3351358- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
72 Nr. 3 DIESqKELT den Kassen der betreffenden Institutionen nur durch die Vermittelung des Z.-K. zugeführt werden. Das Z.-K. soll sich an das Engere Actions-Comite und an die östliche Zentrale mit der Bitte wenden, ihm einige Redner für Propagandareisen in Westeuropa zur Verfügung zu stellen. Außerdem werden die Mitglieder des Z.-K. im Laufe des Semesters über 20 Orte in propagandistischen und organisatorischen Fragen besuchen. Es soll in Berlin eine Palästinazeitschrift in jüdischer Sprache herausgegeben werden, die nicht seltener als einmal monatlich erscheinen soll. Das Z.-K. begrüßt die Absicht des Vereines „Techiah“ (Montpellier), ein solches Organ herauszugeben. Die Broschüre von R. Lichtheim „Programm des Zionismus" und die Broschüre von Prof. Weizmann „Eine hebräische Universität in Jerusalem" sollen in russischer Uebersetzung herausgegeben werden. Unter den jüdischen Studentinnen soll eine besondere zionistische Propaganda eingeleitet werden. Für die Arbeit in Osteuropa wird ein besonderes Bureau unter Aufsicht der Mitglieder des Z.-K. des Hechawer gebildet. Außer dem Jüdischen Verlag wird in München eine Zentralstelle für Propaganda-Material in russischer und hebräischer Sprache geschaffen. Die nächste Konferenz des Hechawer ist für Anfang des nächsten Semesters (Pfingsten) in Heidelberg vorgesehen. Es wird beschlossen, im „Sion. Listok" die Diskussion über die Fragen, die der Konferenz vorliegen werden, zu beginnen. Oesterreich Die Wiener Makkabäerfeier Die diesjährige Makkabäerfeier der gesamten zionistischen Organisationen Wiens fand im Musikvereinsgebäude statt, in dem Saale, in welchem der XI. Zionistenkongreß getagt hatte. Sie nahm einen sehr würdigen Verlauf und wurde durch eine ausgezeichnete hebräische Ansprache des Herrn Dr. David R o t h b 1 u m eröffnet. Herr Oberkantor Don Fuchs, der auch unter großem Beifall im weiteren Verlaufe des Abends von Artur Wolf vertonte Gedichte von Morris Rosenfeld vortrug, entfachte die Chanukalichter, worauf ein auf der Orgelgalerie des Saales postierter Knabenchor stimmungsvoll einfiel. Es folgte die Festrede des Herrn Dr. Otto Abeies. Herr Professor Storch erfreute durch einen herrlichen Orgelvortrag und das Mitglied des Burgtheaters, Herr Fritz Blum, rezitierte überaus eindrucksvoll Berthold F e i w e 1 s Gedicht „Die Ersten" zwei Kapitel aus „Kohelef und eine Szene aus „Uriel Acosta“. Den Abschluß des Abends bildete ein Lichtbildervortrag über das jungjüdische Palästina, gehalten von Herrn Dr. Emil Stein. Es war der erste Versuch, in Wien eine .Makkabäerfeier in großem, ernstem Stile ohne Tanzvergnügung zu veranstalten. Er ist, dank den Bemühungen des Komitees, das Herr Dr. Karl P o 11 a k leitete, glänzend gelungen und wird wohl Schule machen. Der Festabend war von mehr als 2000 Personen besucht. Italien Das Vorgehen des „Hilfsvereins der deutschen Juden" hat auch in Italien große Entrüstung hervorgehoben. In der Hauptsynagoge von Florenz rühmte Oberrabbiner Dr. Marguli e s in seiner Predigt den Kampf für die hebräische Sprache: Wir müssen, sagte er, den inneren Feind mit größerer Energie bekämpfen als den äußeren. „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Siegmund Eppler, Wien . Paul Diamant, Wien. Prof. Kellner. Wien. Johann Kremenezky, Wien. Ing. Josef Seidener, Wien. Heinrich Lederer, Wien. Leo Weiss, Wien. Oswald Weiss Wien. Julius Weiss, Wien. Dr. Elkan Weiss, Wien. Emanuel Lockspeiser, Boryslaw Kais. Rat Emil Broch, Tarnow Kais. Rat C. Hirsch. Wien. Heinrich Bard, Lemberg. Fischei Engelstein, Metz . Simon Gerstenhaber . Josef Frankel. Jona Holdner. Isak Großmann. K. 2.— M. 1.68 .. 2.— „ 1.68 „ 1.— „ —.84 „10.— „ 8.40 ., —.50 „ —.42 —.50 „ —.42 „ 1— „ —.84 „ 2.— „ 1.68 ,. 1.— „ —.84 2 — „ 1.68 ., 1.— „ —.84 ,. —.50 „ —.42 „ 5 — „ 4.20 „ 6.— „ 5.04 .„ —.50 . —.30 .. —,30 .. —.20 . —.25 Das Verlangen nach, mehr Lieht ist in den letzten Jahrzehnten so intensiv geworden. daB ein ungahnter Wettstreit auf dem Gebiete der künstlichen Beleuchtung entbrannt ist. Jede Erfinden; der einen Beleuchtungsart wird durch eine neue einer anderen Lichtart übertroffen. Bald wird eine größere Helligkeit erzielt, bald wieder eine Verbilligung der Befeuchtung. Eit e ganz neue Lichtart ist vor kurzem von den „Autogen“*Werken in Berlin SW anf den Markt gebracht worden. Diese Lichtart hat nicht nur den Vorteil, daß Lichtstärken bis znr höchsten Herzenzahl erreicht werden, sondern auch, daß der Betrieb ein außet ordentlich billiger ist. Die Beleuchtungsart ist schon dadurch so billig, daß sie als Brennst oft ein Nebenprodukt aus einer anderen Fabrikation verwendet. Der Bronnstoff ist Benzol, welches bei der Steinkohler gas-Bereitung gewonnen wird. Aber nicht nur die Verwendung des Benzols hat diese Beleuchtnngsart zu einer so'vorzüglichen gemacht, sondern auch die von den „Autogen*- Werken zur Verwendung dieses t enzols konstruierten Lampen bähen ein Resultat gezeitigt, daß diese neue Beleuchtungsart sowohl an Helligkeit als auch an Oekonomie von keiner anderen künstlichen Lichtquelle erreicht werden kann. _ Die Lampen (Oxybenz-Licht) werden in allen Größen von 100—2000 HK hergestellt, und sind die Betriebskosten pro 100 HK nur ca >/, Pfg. pro Brenn stunde. Es werden Lampen für Innen- und Außen-Beleuchtung hergestellt. und zeiebneu sich sämtliche Typen durch wohlgefällige Formen, solide Bauart und vor allen Dingen durch ihre große Zuverlässigkeit aus. Der Anschaffungspreis der Lampen ist ein verhäsmismäSig niedriger und sind Unterhaltungskosten d. h. Reparaturkosten oder Ausgaben für Ersatzteile durch die solide Bauart der Lampen kaum in Betracht zu Wir verweisen auf das in gleicher Nummer erscheinende Inserat der „Autogen“-Werke und bemerken noch, daß Preislisten und Kostenanschläge gratis jedem Interessenten zur Verfügung stehen. Cudell-Motoren auf Expeditionen in Xeu-Guinea und Afrika. In Berliner Tageblättern erscheinen beständig Berichte über die Fortschritte der Kaiserin Augusta-Fluß- Expedition. Die Teilnehmer sind vor ungefähr zwei Jahren aufgebrochen und mittlerweile tief in Neu-Guinea eingedrungen. Als Basis des Unternehmens gilt d-s Becken des Kai-erin- Augusta-Flussea und von hier ans sind, teils auf Nebenflüssen, teils über Land, eine ganze Anzahl Forschungsfahrten gemacht worden. Soweit es die Tiefe des Flusses erlaubt, ist zur Fahrt ein kleiner Dampfer benutzt worden, zum weiteren Vordringen hat man zwei trag- und aufsteckbare Bootsmotor© der Cudell-Werke Berlin verwendet, die, da sie unabhängig vom Tiefgang sind und sich auf Bootskörpern aller Art befestigen lassen, selbst unter sehr ungünstigen Verhältnissen geeignet bleiben. Cudell- Motorschraube Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind einxexLnxen: Für das Mikrobiologische Institut: Gesammelt durch Frau Dr. Rieser, Jaroslau, bei der Barmizwah d. Herrn Rieser - K. 20.— — JL 10.SU Die Abbildung zeigt einen solchen Motor in seiner natürlich geneigten Lage. Die Propellerwelle ist desgleichen sichtbar. Der Motor steckt euf dem Heck des Bootskörpers, und Propellerwelle sowie Propeller tauchen schräg ins Wasser. Bei allzu geringer Tiefe oder bei Kollisionsgefahr läßt sich der Propeller durch einen kurzen Grift — auch bei laufendem Motor — aus dem Wasser heben. Auch an einer anderen Expedition hat ein derartiger Cudell-Motor neuerdings teilgenommen, nämlich in Neu-Kamerun. Auch hier hat er unter primitiven Bedingungen gearbeitet und wesentliche Dienste geleistet. StoüiWERcK 7 Fabriken. Über6000 Beschäftigte