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Die Welt · 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · p. 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
2 (9.1.1914)
Article
Königsberg [Nachricht]
Date
1914-01-09
Page
49 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 2 49 Königsberg. In der Versammlungder „I b r i ] 2" hielt Herr Pinkas Cohen einen überaus interessanten hebräischen Vortrag über die gegenseitige Beeinflussung von Land und Sprache bei den Hebräern im Lande Israel, mit besonderer Betonung der Entwicklung des neuesten, aus den wachsenden Verhältnissen geborenen Sprachenkampfes. Memel. Herr Dr. Heinrich Löwe hielt hier einen Vortrag über „Jüdischen Volkshumor“'. Allenstein. Auf Einladung des jüdischen Literaturvereins hielt Heinrich Löwe einen Lichtbildervortrag „Bilder aus der jüdischen Geschichte“. Oesterreich Stanislau. Auf Veranlassung der akademischen Verbindung „Bar Kochba“ hat hier eine große Versammlung jüdischer Hochschüler in Angelegenheit des Sprachenstreites in Palästina stattgefunden. Nach den vortrefflichen Ausführungen des Kollegen Auerbach wurden Resolutionen angenommen, die einerseits einen scharfen Protest gegen die unwürdige Assimilationspolitik des Hilfsvereins und gegen die Verdrängung der hebräischen Sprache aussprachen, andererseits aber eine Sympathiekundgebung darstellen für die wackeren Vorkämpfer in Palästina. Es wurde auch ein größerer Betrag für das palästinensische Schulwerk gesammelt. Chrzanöw. Samstag, am 27. Dezember v. Js., veranstaltete das zionistische Lokalkomitee eine Makkabäerfeier im Saale des hiesigen Gemeinderats. Die Festrede hielt Gg. Dr. David B u 1 v a aus Krakau. Podwoloczyska. Bei.einer Chanukahfeier, veranstaltet vom Verein „Saphah Berurah“ am 23. Dezember, wurde folgende von Herrn Dr. Geyer aus Lemberg eingeb rächte Resolution angenommen: „Wir protestieren streng gegen den vom Kuratorium des Technikums in Haifa gefaßten Beschluß, die deutsche Sprache als Unterrichtssprache in diesem Technikum einzuführen, sprechen den für die Rechte der hebräischen Sprache kämpfenden Lehrern und Schülern unsere vollste Sympathie aus und wünschen ihnen vollen Erfolg in ihrem heiligen Kampf.“ Es wurde eine größere Summe für den hebräischen Schulfonds gesammelt. Bukowina Makkabäerfeiern Dank der propagandistischen Tätigkeit des Bukowinaer zionistischen Landeskomitees war es diesmal möglich, in vielen Ortschaften der Bukowina mit sehr befriedigendem Erfolg Makkabäerfeiern zu veranstalten. In Czernowitz fanden drei Makkabäerfeiem statt. Die erste wurde vom hebräischen Schulverein „S a f a I b r i a h“ veranstaltet. Eine große Makkabäerfeier veranstaltete auch die jüdischnationale akademische Verbindung „Hebron ia“ im Festsaale der Toynbeehalle, bei welcher Mag. Pilpel die Festrede hielt. Die glänzendste Makkabäerfeier wurde vom jüdischnationalen akademischen Verein „Emunah“ veranstaltet. Die Festrede hielt Dr. Leon Reich aus Lemberg. Das Reinerträgnis wird teils dem Zentralteils dem Nationalfonds zugeführt. Dem Entgegenkommen des E. A. C. ist es ferner zu verdanken, daß in Nowosielitza und in Wirnitz zwei Sroße Feiern abgehalten werden konnten, bei welchen der ekretär des E. A. C. Herr Dr. Geyer die Festrede hielt. Vom Reinerträgnis dürfte Nowosielitza allein ca. 300 Kronen für den Zentralfonds abliefern. Ferner fanden Makkabäerfeiem statt in Badogöra, in Waschkoutz und Ruß-Moldaw i t z a, wo 150 Kr. für den Zentralfonds gesammelt wurden. iiiiiiniiiiniiiiiiimiiHiimmmiwg »«MM» SPRE CH SAAL ■■■IDIIIII Herr Dr. H. Salven di in Frankfurt a. M. bittet uns um Abdruck folgender Mitteilungen: Einem Wunsche meines Vaters, Herrn Rabbiner Dr. Adolf S a 1 v e n d i s. A. zufolge, werde ich seine Sammeltätigkeit fortsetzen. Spenden und Mitteilungen bitte ich daher von jetzt ab an meine Adresse: Dr. Hugo Salvendi, Frankfurt a. M., Oederweg 9 (Postscheckkonto Nr. 6406) gelangen zu lassen. Die von meinem Vater herausgegebenen „SpendenVerzeichnisse für alle Zweige jüdischer Wohltätigkeit“ werde ich in unveränderter Form weiter erscheinen lassen. Die nächste Nummer wird mit einer Würdigung des Lebenswerkes meines verewigten Vaters erscheinen. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: Dr. E. Izsäk, Wien.4,20 „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Siegmund Eppler, Wien .K. 2.— — M 1.68 Paul Diamant, Wien.,. 2.— — „ 1.68 Prof. Kellner, Wien.„ 1.— -- „ —.84 Johann Kremenezky, Wien.„ 10.— — „ 8.40 Ing. Josef Seidener, Wien.„ —.50 — „ —.42 1 Heinrich Lederer, Wien.,. —.50 — „ —.42 Leo Weiss, Wien.., 1— -- ,. —.84 Oswald Weiss, Wien.„ 2 — „ 1.68 Julius Weiss, Wien.,. 1.— — „ —.84 Dr. Elkan Weiss, Wien.2 — „ 1.68 Emanuel Lockspeiser, Boryslaw - - ■ „ 1.— — „ —.84 Kais. Rat Emil Broch, Tarnow ,. —.50 — „ —.42 Kais. Rat C. Hirsch. Wien.„ 5.— „ 4.20 Heinrich Bard, Lemberg.„ 6.— — „ 5.04 Fischei Engelstein, Metz .. —-50 Simon Gerstenhaber .. —.30 Josef Frankel.. —,30 Jona Holdner.. —.20 Isak Großmann.. —.25 Frau Dr. Lotte Heymann.M100.— Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für das Schaare Zedek Hospital, Jerusalem: Per Max Wolisteiner, Berlin.M. 7.50 Für das Mikrobiologische Institut: Per Max WoIIsteiner, Berlin.J6. 8.50 Für die Tachkemonischule in Jaffa: Per Max WoIIsteiner, Berlin.JL 67.— Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: Per Max WoIIsteiner, Berlin.20.— Erneuern Sie sofort Ihr Abonnement, da Sie sonst keine Garantie für die pünktliche Zustellung der Nuuimera in diesem Quartal haben. Czernowitz. Im zionistischen Frauen- und Mädchen-Verein „Deborah“ sprach Prof. Dr. H. Sternberg über Zionismus“. — Am 3. Januar sprach Herr Sachs aus Jaffa in der jüdischen Toynbeehalle über „Palästina, Land und Leute.“ Rußland Ehrungen für Dr. Tschlenow Petersburg. Herrn Dr. Tschlenow, der aut der Reise nach Berlin Ende voriger Woche in Petersburg weilte, wurde dort mannigfache Ehrungen zuteil. Aus Wilna erschien eine Deputation der dortigen Zionisten, mit Herr B. Qoldberg an der Spitze, die ein prächtiges Diplom überreichte. Die Zionisten Petersburgs veranstalteten ein großes Festbankett, bei dem sich Vertreter aller Petersburger Gruppen zur Ehrung Dr. Tschlenows vereinigten. Überweisen Sie den Abonnementsbetrag (aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn) kostenlos mittels Postscheck, aus allen übrigen Landern per Postanweisung, Schecks auf europäische Banken oder in Briefmarken. Bestellen Sie die Einbanddecke für 1913 sofort, da nur eine beschränkte Anzahl angefertigt werden. — Preis einer Einbanddecke inkl. Porto M. 2.50. Verlas „Die Welt“ BERLIN W 15, Sächsische Str. 8.

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