Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · p. 45

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
2 (9.1.1914)
Article
The Anglo-Palestine Company, Limited
Date
1914-01-09
Page
45 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3315709-3316625-3316627-3351089--58580-3351193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Nr. 2 DIEl^ELT 45 AUS DER BEWEGUNG The Anglo-Palestine Company, Limited Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß eine außerordentliche Generalversammlung der Gesellschaft am Dienstag, den 20. Januar 1914, um 3,30 Uhr nachmittags, im Gesellschafts- Bureau, Brook House, Walbrook, London E. C., mit nachstehender Tagesordnung stattfindet: Tagesordnung: Erhöhung des autorisierten Kapitals um £ 20 000, eingeteilt in 20000 gewöhnlichen £ 1-Aktien über das bisherige registrierte Kapital von £ 100 000. Statutengemäß müssen Vollmachten vor dem 17. Januar 1914 im Gesellschaftsbureau deponiert werden. Besitzer von Inhaber-Aktien, welche an der Versammlung teilnehmen wollen, müssen ihre Inhaber-Zertifikate vor dem 18. Januar 1914 im Gesellschaftsbureau deponieren, um dagegen die sie zum Einlaß und zur Abstimmung berechtigenden Depotscheine in Empfang zu nehmen. Im Aufträge des Direktoriums: H. Neumann, Sekretär. Brook House, Walbrook, London E. C., den 29. Dezember 1913. V. Zionistischer Gruppenverbandsstag Posen-W estpreu ßen Zu dem am 25. Dezember in Posen abgehaltenen Verbandstag hatten sich zahlreiche Gesinnungsgenossen aus Posen, Gollub, Briesen, Samter, Schönlanke, Rawitsch, Schwersenz, Stralkovvo, Jarotschin, Borek, Graudenz, Hohensalza und Krotoschin eingefunden. Vom Zentralkomitee war Herr Dr. B i r a m delegiert worden. Nach Eröffnung und Begrüßung der Erschienenen durch Herrn Dr. Kollenscher, erstattete Herr Moritz Krause den Tätigkeitsbericht. Leider müsse eine, wenn auch geringe Abnahme der Schekelzahler konstatiert werden. Eine Erscheinung, die mit der Zusammenschrumpfung der meisten Gemeinden und den schweren wirtschaftlichen Kämpfen der letzten Jahre im Zusammenhang steht. Diesem Rückgang stehe jedoch eine erfreuliche Steigerung der pekuniären Leistungen gegenüber. Wenn somit die Organisationsmöglichkeit im Osten eine eng begrenzte ist, so kann dieses durch die Verhältnisse bedingte Manko durch Begeisterung und Opferwilligkeit der Mitglieder zum Teil ausgeglichen werden. Das Distriktsbureau stand mit allen Vertrauensmännern in ständigem Kontakt und versuchte, in zahlreichen Ortsgruppen Vorträge zu veranstalten. Um jedoch eine erfolgreiche Propaganda zu entfalten, sei es unbedingt erforderlich, daß die einzelnen Ortsgruppen einen Beitrag zu den Unkosten entrichten. Herr Krause beantragt deshalb, von den Ortsgruppen eine Kopfsteuer von 30 Pf. zu dem Gruppenverband zu erheben. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Herr Redakteur Hans Goslar, Berlin, forderte in einem Referate über den „Wirtschaftsverband der deutschen Juden“ eine durch wirtschaftliche Organisierung zu erreichende Fürsorge für die kleinen jüdischen Mittelstandsexistenzen. Nach der Mittagspause erstattete Herr Apotheker Riese n f e 1 d , Gollub, ein Referat über den Zionismus nach dem XL Kongreß. In der darauffolgenden . Diskussion wurde eine Resolution angenommen, die sich gegen das Antizionistische Komitee richtet. Herr Dr. B i r a m , Berlin, sprach hierauf über den Sprachenstreit in - Palästina. Eine sofort veranstaltete Sammlung ergab zirka 700 M. jährlicher Beiträge. Nunmehr folgte als letzter Punkt der Tagesordnung ein Vortrag des Herrn Gustav M a m 1 o k , Posen, über das Thema: „Der Kampf um die jüdische Volksschule.“ Folgende Resolution des Referenten wurde angenommen: „Der Gruppenverbandstag fordert die Aufrechterhaltung der bestehenden jüdischen Schulen, Neugründung, namentlich in großen und mittlerer. Gemeinden.“ Mit einer wirkungsvollen Ansprache wurde der Verbandstag von Herrn Dr. Kollenscher geschlossen. Den Beschluß des Tages bildete die von der Posener Ortsgruppe in den Reichshallen veranstaltete Makkabäerfeier, die sehr gut besucht war. Nach einem von Frl. L u b i n s k i vorgetragenen Prolog hielt Dr. B i r a m die Festrede. Herr Leo Go 11 a n i n-Berlin brachte eine Reihe jüdischer Volkslieder zu Gehör, während Frl. Lubinski durch einige wirkungsvolle Deklamationen erfreute. Ein von acht Damen getanzter Winzertanz beendigte den offiziellen Teil des Abends, worauf der Tanz begann. Kartelltag des Bundes Jüdischer Korporationen Der Bund Jüdischer Corporationen der als die Organisation der Vereine Jüdischer Studenten die Vertretung von etwa SOO jüdischen Akademikern darstellt, hat in der Chanukah-Woche in Königsberg seinen XIII. Kartelltag abgehalten. Die Tagung, zu der zahlreiche V. J.St.'er aus allen Teilen Deutschlands erschienen waren, gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung der jüdischnationalen Studentenschaft Deutschlands. Der Festkommers und der Ball, den der V. J. St. Königsberg aus Anlaß des Kartelltages veranstaltete, zeigten, daß der Königsberger V. J. St. durch sein energisches Auftreten und durch die entschiedene Betonung seiner nationaljüdischen Tendenzen es verstanden hat, sich die Sympathien eines großen Teils der jüdischen Bürgerschaft Königsbergs zu erwerben. Die von auswärts erschienenen V. J. St.'er konnten mit Genugtuung konstatieren, daß der V. J. St. in Königsberg sich in den 10 Jahren seines Bestehens zu einer Zentrale des jüdischnationalen Lebens entwickelt hat. Von den internen Verhandlungen des Kartelltages, die neben inneren Angelegenheiten des B. J. C. alle jüdischen Tages fragen berührten, sei hier nur der eine Beschluß hervorgehoben, daß der B. J.C. dem Zionistischen Actions-Comite für das Schulwerk in Palästina einen Betrag von 10 000 Mark zur Verfügung stellt. Kartelltag des K. Z. V. Vom 24. bis 28. Dezember tagte in Berlin der VII. Kartelltag des Kartells Zionistischer Verbindungen. Er verlief in jeder Weise würdig und ergebnisreich und erbrachte den sicheren Beweis, daß das K. Z. V. in eine Periode großen und raschen Aufschwunges eingetreten ist. Zwei neue Korporationen sind im letzten Jahre in den Verband des K. Z. V. eingetreten. Zunächst wurde die Zephirah in Breslau gegründet und steht heute bereits nach außen und innen so gefestigt da, daß man ihr eine sichere, gedeihliche Entwicklung Voraussagen kann. Vor allem aber erfüllt der Eintritt der Kadimah-Wien, der ältesten jüdischen Verbindung, die mit der Geschichte des neuen Judentums und des Zionismus unlösbar verknüpft ist, die K. Z. V. er mit Stolz und Freude. Auch für die Partei kann das K. Z. V. gerade an dieser Stelle wertvolle Arbeit leisten, indem es endlich in der zersplitterten österreichischen Studentenschaft ein festes Zentrum schafft. Zu dem Kartelltag hatte die Kadimah bereits eine ganze Anzahl Bundesbrüder entsandt, die sich intensiv an den Arbeiten des K. T. beteiligten und von den hiesigen K. Z. V. ern auf das herzlichste aufgenonrmen wurden. Die hebräische Bewegung in Palästina, die im Mittelpunkt des zionistischen Interesses steht, fand natürlich auch auf dem Kartelltag ihren Widerhall. A. H. Dr. Hantke hielt einen Vortrag über die gegenwärtige Lage, der begeisterte Zustimmung erweckte und an den sich sofort eine Sammlung für das hebräische Schulwerk anschloß. Es wurden sofort auf dem K. T. mehrere tausend Mark Jahresbeiträge gezeichnet. ^7724255785559249637 01535302000201020100010200020200

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.