Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 1 (2.1.1914)
- Article
- Montagsvorlesungen der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1914-01-02
- Page
- 23 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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23 Nr. 1 LT Montagsvorlesungen der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums In den Montagsvorlesungen, welche die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin alljährlich im Winter veranstaltet, werden auch diesmal namhafte Gelehrte und Schriftsteller zu Worte kommen. Als erster Redner spricht am 12. Januar der Berliner Professor der Theologie D. Dr. Greßmann über „Die Geschichte der messianischen Hoffnung“. Gleichfalls dem Gebiete der Religionsphilosophie ist das Thema des Rabbiners Dr. Lewk o w i t z entnommen, der mit einem Vortrag über „Religion und Nationalismus“ am 2. März den Zyklus der Montagsvorlesungen beschließen wird. Am 19. Januar spricht Seminarmusiklehrer Idelsohn aus Jerusalem über „Das Verhältnis der orientalischen zu den europäischen Synagogalgesängen“. Es handelt sich dabei um das Ergebnis eines fast zehnjährigen Studiums und Sammelns. Der Vortrag dürfte besonders dadurch an Reiz gewinnen, daß der Redner seine Ausführungen durch phonographische und gesangliche Reproduktionen illustrieren wird. Aus dem Gebiete der Kunst hat auch Herr Dr. K u t n a sein Thema gewählt, der am 9. Februar einen Lichtbildervortrag über „Die alttestamentlichen Gestalten in der bildenden Kunst“ in Aussicht gestellt hat. Am 26. Januar spricht Frau Dr. Meyer über das Thema „Ein Kulturbild aus dem Leben der russischen Juden“. Am 23. Februar wird Herr Chefredakteur Fritz Engel über „Max Reinhardt“ sprechen. Der Reinertrag der Montagsvorlesungen fließt in die Kasse des Stipendienfonds der Lehranstalt. Die Vorlesungen finden in der Aula der Lehranstalt, Artilleriestr. 14, Montags, abends 8 Uhr, statt. Einlaßkarten zu 5 M. für den ganzen Zyklus, resp. 1 M. für eine Vorlesung, sind zu haben beim Hofjuwelier Eugen Marcus, Unter den Linden 31, beim Sekretariat der Lehranstalt und am Saaleingang. Für unser Schulwerk (Nach Schluß der Redaktion mitgeteilt!) Bis Schluß des Blattes sind außer den auf Seite 3—5 ausgewiesenen Beträgen noch ca. 3800 Mark eingegangen. Die Gesamtsumme der Zeichnungen beläuft sich bisher auf 80 000 Mark. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: Dr. E. Izsäk, Wien.M 4.20 „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Siegmund Eppler, Wien .K. 2.— ~ M 1.68 Paul Diamant, Wien. 2— — Prof. Kellner, Wien.l]— Johann Kremenezky, Wien.„ 10.— Ing. Josef Seidener Wien.„ —.50 — Heinrich Lederer, Wien., —.50 Leo Weiss, Wien.' 1.— Oswald Weiss Wien.„ 2.— Julius Weiss, Wien., 1.— Dr. Elkan Weiss, Wien.2 — Emanuel Lockspeiser, Boryslaw - - - - „ 1.— Kais. Rat Emil Broch Tarnow —.50 — Kais. Rat C. Hirsch. Wien.„ 5.— — Heinrich Bard, Lemberg.„6.— Fischei Engelstein, Metz . Simon Gerstenhaber . Josef Frankel. Jona Holdner. Isak Großmann. 1.68 —.84 8.40 —.42 —.42 —.84 1.68 —.84 1.68 —.84 —.42 4.20 5.04 —.50 —.30 —,30 —.20 —.25 Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für die Hebräische Universität: Per Sammelstelle des J. N.-F. Wien.Kr. 62.— Bezalel-Teppiche Wir machen unsere Freunde daraut aufmerksam, dab es uns durch zweckmäßige Organisation des Betriebes gelungen ist, die Herstellungskosten derart zu reduzieren, dab unsere künstlerisch hochwertigen Teppiche — dank der Ausschaltung des Zwischenhandels obendrein — bereits billiger sind, als gleichwertige Erzeugnisse anderer Herkunft. Die Qualität ist unübertrefflich. Ein bekannter Fachmann der Branche äußerte sich hierüber neulich: „Ihre Teppiche sind ja für Jahrhunderte berechnet, so arbeiten wir heute gar nicht In keinem gutjüdischen Hause sollte ein Bezalel-Teppich fehlen. Erhältlich in allen Größen. Bei Aufträgen uns unbekannter Besteller erbitten wir eine angemessene Anzahlung. Adressen: Werkstätten Bezalel, G. m. b. H, Jerusalem oder Verein Bezalel (E. V ), Berlin W. 15, Bleibtreustr. 34/35. Von den bekannten Cigarettenmaschinenfabriken ist es besonders die ,,UlMVer*elle**-Cigarettenmaschinen-Industrie, System Otto Bergsträsser Aktiengesellschaft, Dresden-Löbtau, die es infolge der Güte ihrer Fabrikate zu einem Ruf gebracht hat, und deren Erzeugnisse nicht nur in den Fabriken der europäischen Regien, sondern auch fast in allen großen deutschen und einer bedeutenden Anzahl ausländischer Cigarettenfabriken zu finden sind. Wer kennt nicht die von dieser Firma als langjährige Spezialität hergestellte „Universelle“ Mundstück-Cigaretten-Maschine, auch kurz Bargst rässer-Maschine genannt? Es ist die einzige Maschine, welche die bereits mit Mundstück versehenen Hülsen von einem endlosen Tabakstrang füllt und im Gegensatz zn allen Konkurrenzmaschinen vermeidet, daß den Cigaretten Tabakenden vorstehen, welche nachträglich abgeschnitten werden müßten. Die „Univex8elle“-Mund8tück-Hülsenmaschine derselben Firma ist die einzige Maschine, welche die Mundstücke und zwar ohne Wickelnadel ganz in derselben Weise wie die Hand rollt. Die von ihr hergestellten Hülsen sind von Handarbeit in keiner Weise zu unterscheiden, besonders, da auch der Druck ein äusserst sauberer ist und guter Lithographie gleicht. Ganz besondere Beachtung aber verdient die von der ..Universelle'' seit einigen Jahren anf den Markt gebrachte „Excelsior'-Cigarettenmaschine. Diese Maschine, welche sich infolge der Einfachheit in der Bedienung und ihrer äußerst praktischen und kräftigen Konstruktion ganz besonders für den Export eignet, dient zur Herstellung von Cigaretten mit Gold-, Kork-, Paraffin- und Strohmundstück, ist aber gleich vorteilhaft auch für solche ohne Mundstück zu verwenden. Speziell das neue Modell dieser Maschine hat sich glänzend bewährt. Das Kleben der Cigaretten geschieht mittels eines stets gebrauchsfertigen, keimfreien Pflanzenleimes, womit nicht nur den. Anforderungen der Hygiene gedient ist, sondern auch eine saubere und glatte Cigarettennaht erzielt wird. Der Belagapparat ist eigenes Patent der Firma. Er durchschneidet nur das Gold und nicht den als Transportmittel dienenden Untorlagstreifen, es ist hiermit dem Uebelstand, daß sich das Gold schief auf den Papierstreifen legt, endgültig abgoholfen. Als besonderer Vorteil soll noch erwähnt werden, daß bei der ,-Excelsior“-Ci*arettenmaschino das Gold erst nach dem Bronzieren aufgetragen wird. Es ist daher ganz ausgeschlossen, daß Bronze anf das Gold. bzw. an die Lippen kommt, was in hygienischer Beziehung ein sehr großer Vorteil ist. Die Maschine ist auch mit einer praktischen Vorrichtung zum Sondern der Cigaretten nach Lage der Mundstücke versehen und nach wenig zeitraubendem Auswechseln der entsprechenden Apparate kann man Kork- oder Paraffin-Cigaretten genau so rationell hersteilen wie Goldcigaretten, das heißt ca. 12000 Stück pro Stunde. Seit neuerer Zeit bringt die „Universelle“ auch eine Göldhohl*H&lsen- Masctllne zur Herstellung von Cigarettenhülsen mit Kartonmundstück und Goldbelag auf den Markt. Diese Maschine steht bereits in verschiedenen Cigarettenfabriken im Betrieb und hat sich dort auf das Beste bewährt. Der Mundstück-Steckapparat arbeitet in derselben Weise wie an der bereits vorstehend erwähnten „Universell e“-Hülseumaschins, Rollsystem, der Goldbelagapparat wie an der „Excelsior“-Cigarettenmaschine. Beide Apparate sind in jahrelanger Praxis bereits auf das Beste erprobt. Auch die neue ebenfalls von dieser Firma auf den Markt gebrachte Flachpress- MascMne zum Ovalpressen von Kartonmundstückhülsen- resp. Cigaretten verdient die vollste Beachtung von Fachkreisen. Nicht unbemerkt möchten wir lassen, dass die „Universelle“ für ihre auf der WeltaussteUung in Gent ausgestellten und dort im Betrieb vorgeführten Maschinen mit dem Grand Prix, der höchsten Auszeichnung, die in dieser Branche überhaupt erteilt wurde, prämiiert wurde. Dies dürfte wohl ein sicherer Beweis von der Vortrefflichkeit der Fabrikate dieser Firma sein. Wir weisen darauf hin, dass unser Gesinnungsgenosse, Herr Leo Foerder, die im Jahre 1883 gegründete Firma Felix Friedländer, Berlin C. 2, Neue Friedrichstr. 36, Schuhwaren - Engros - Export, käuflich erworben bat, und das Geschäft unter der Firma Felix Friedländer Nachfl. in den bis* hörigen Räumen weiterführt DER ZUG PER ZEIT