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Die Welt · 1914-01-02 · 1 (2.1.1914) · p. 5

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
1 (2.1.1914)
Article
Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914
Date
1914-01-02
Page
5 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1 5 Galizien. Iguatz Jäger, Lemberg, Sonderbeitrag . . . Kr. 2V.— JO 16.80 Zionisten, Stanislau, monatliche Rate . . „ 100.— ,, 84.— Szaje Horowitz, Kozow. 50.— „ 42.— Verein .Tvria, Przemysl.. 100.— ,, 84.— B. Bett, Debica, gesammelt Hochzeit, Bornstein-Grünspan etc.. 32 — „ 26.88 Böhmen Sammlung Aiike Jehuda. Prag.Kr. 34.22 JO 28.95 England. Hermann, London.. £ 5.— JO 102.— Schweiz. Camille Levv. Biel, I Rate.Pres 50.— JO 40.— Bosnien Dr. Pinkas Band, Zavidovic.JO. 84.60 Kleine Spenden Deutschland: P. Pinner, Berlin; J. Spiesbach,- Berlin-Friedenau; E. Piessel, J. Engländer, J. B., M. Amolski, A. M Joseph, Berlin; Zionisten in Marburg; Ref. J. Markus, Breslau; N. N. Strassburg; Sammlung Strassburg; Zion, akad Stammtisch, Kiel, Ref. Fr. Löwenstein, Brussow; J. Lautmann. Nürnberg Verschiedene: Dr. H Loew. Zwickau i. Böhmen; M. Gottlieb. Kuty; A. Kleinkind, Dr. Axel, Dr. Mann, Dr. Fiala, Budapest; Louis Bruck, Paris .... 7. Deamant, Meran; G. Frischer. Kalnica; M. Pokidow, Jos. Bravmann, Wien; Frl. E. Hecker, Jos. Lauer. Baumwoll; M. Sonnenschein, Hamburg; D. Leder, Chemnitz; Dr. E. Lewy, Berlin; S.-R. Dr. L. Goldbeig, Heddernheim; Sammlung Frau L. Abraham, Hamburg. JO 119.85 ,. 39.09 „ 107.96 Zentralfonds 1913 (Nachtrag) Deutschland Dr. Sandler. Charlottenburg, II. Rate.JO 100.— Mr. Majerzik, Berlin.10.— Ortsgruppe Mannheim.100.— Jul. Weiss. Mannheim.. ., 20.— Westösterreich. Bar Kochba, Wien; .Israel-Lager. Wien: Leo Bier. Prossnitz, Sammlung Friedek.Kr. 62.— JO 52 — Holland Sammlung Twente & Arnhem.Hti. 42.70 JO. 71.74 Die Gesamtsumme der bis zum Schluß dieser Nummer eingegangenen und hier ausgewiesenen Zentralfondsbeiträge für 1914 beträgt Mk. 40.996.57 Zur Beachtung Zahlungen für die Sammlung des Zentralfonds zugunsten des hebräischen Schulwerks in Palästina nehmen das Zionistische Zentralbureau, der Jewish Colonial Trust und seine Zahlstellen die Anglo Palestine Company und ihre Filialen, sämtliche Sammelstellen des Jüdischen Nationalfonds und des Jüdischen Kulturfonds „Kedem" und die Bureaus der Landes¬ und Sonderverbände entgegen. Der Ausweis erfolgt öffentlich. VERGIFTETE WAFFEN Der Pressefeldzug Mit den folgenden Zeilen soll einer systematischen Geschichtsfälschung vorgebeugt werden, die vom Hilfsverein der Deutschen Juden und berufenen oder unberufenen Dienern seiner Politik jetzt langsam und zielbewußt vorbereitet wird. Zunächst einmal: es wird seit dem Bekanntwerden der Nachrichten von dem Proteststreik der Lehrer und einiger oberer Schulklassen der Hilfsvereinsschulen geflissentlich die Meinung verbreitet, dieser Streik sei von den Zionisten, von Berlin aus organisiert oder mindestens „inspiriert“ worden. Demgegenüber haben wir uns nicht gescheut zu erklären, daß die Zionistische Organisation samt ihrer Leitung von der elementaren Wucht der Empörung in Palästina genau so überrascht worden ist, wie alle Welt. Natürlich nützt das nichts: die Legende von der intellektuellen oder gar materiellen Urheberschaft des Zionistischen Actions-Comites an dem Streik wird ruhig weiter verbreitet. Damit wurde wohl im Anfang die Absicht verfolgt, den Zionisten Angst vor ihrer eigenen Courage einzuflößen und durch die Schüchterneren auf die Entschlosseneren einzuwirken, damit schließlich die Organisation die Hände aus diesem Spiele ließe. Das war natürlich ein kindliches Beginnen, denn man mußte schon ein bedeutender „Politiker" sein, um glauben zu können, die Zionistische Organisation werde sich durch die Verbreitung solcher kleinen Geschichten in ihren Entschlüssen beeinflussen lassen. Die zweite gefährlichere Legende, die mit um so größerer Beharrlichkeit lanciert wird, soll die Oeffentlichkeit glauben machen, das Vorgehen des Hilfsvereins sei lediglich von Zweckmäßigkeitserwägungen diktiert, gegen die nur blinder Fanatismus sich sträube. „Es handelt sich um einen Gegensatz, der aus verschiedenen Meinungen über Zweckmäßigkeiten herrührt, und den nur der Unverstand und die Massensuggestion gewaltsam vertiefen" — so schrieb in seiner vorletzten, Numdes Hilfsvereins mer das „Hamburger Israelitische Familienblatt" in einem Artikel, der jetzt vom Hilfsverein als Flugblatt verbreitet wird, mit dessen Inhalt sich der Hilfsverein also identifiziert. Und der Hilfsverein selbst erklärte in einer mit der Unterschrift seines Vorsitzenden an die Presse versandten Mitteilung (vergl. Nr. 52 der „Welt"): „Es wurde nun aber das Märchen erfunden und verbreitet, der Hilfsverein habe auf seinen Anstalten das Hebräische zugunsten des Deutschen zurückgedrängt. Demgegenüber erklären wir, daß in dem Programm des Hilfsvereins nicht das geringste geändert worden ist, noch eändert werden wird. Neben der deutschen nimmt die heräische Sprache nach wie vor den breitesten Raum in den Lehrplänen ein; nicht eine einzige Unterrichtsstunde, die in hebräisch erteilt wurde, ist in eine deutsche umgewandelt worden." Die Gegenerklärung des Zionistischen Actions- Comites, die gleichfalls in Nr. 52 der „Welt" abgedruckt war, hat in ruhigen, klaren Worten festgestellt, was an diesen Behauptungen nur formell richtig, und was an ihnen ganz unwahr ist. Es mußte in aller Öffentlichkeit klargestellt werden, daß diese ganze Darstellung des Hilfs Vereins selbst ein Märchen ist, verbreitet zu dem Zwecke, die Zionisten als blindwütige Fanatiker hinzustellen, die ihrerseits erst Lehrer und Schüler in Palästina aufgehetzt hätten. Hier haben wir es also mit einer einwandfrei aufzuklärenden Verdrehung der Tatsachen zu tun: es ist einfach nicht wahr, daß in den Schulen des Hilfsvereins „nicht das geringste geändert worden ist." Der Hilfsverein hat auf seinen Anstalten das Hebräische zugunsten des Deutschen zurückgedrängt. Wenn er nun zu solchen Mitteln greift, um den Tatbestand zu verdunkeln, so gestattet schon dies allein den Schluß, wenn man es sonst nicht wüßte, daß auch für die Deutschsprachigkeit des Technikums andere als reine Zweckmäßigkeitsgründe maßgebend waren.

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