Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 1 (2.1.1914)
- Article
- Für unser Schulwerk
- Date
- 1914-01-02
- Page
- 3 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 3 DIE^ELT Wien (Telegramm): Die Kultusgemeinde beschloß Sistierung der Zinsen der Lämels-Stiftung und der Subvention bis zur Klärung der Sachlage. (Vgl. auch S. 13!) Saratow: Die hiesigen hebräischen Lehrer und sonstige Freunde unserer nationalen Sprache protestieren energisch gegen die unerhörten Gewalttätigkeiten des Hilfvereins in Palästina. Wir im fernen Rußland fühlen es am stärksten, wie die Anrufung der Polizeigewalt gegen jüdische Schulen im heiligen Lande auf die Gemüter unserer Jugend wirk en muß! Für diesen Monat senden wir Ihnen anbei 50 Rubel. Baku: Wir haben telegraphisch 40 Rubel überwiesen, mit der Verpflichtung, den gleichen Betrag allmonatlich abzuliefern. Wir sprechen unsere Empörung darüber aus, daß man die Pioniere unserer nationalen Wiedergeburt in Palästina in so schimpflicher Weise angreift und beleidigt. Das jüdische Volk wird diese Schandtat nicht vergessen! Potschep: Wir vereinigen uns im Protest gegen die Angriffe auf unsere heiligsten nationalen Güter und erklären feierlich, unter unserer Jugend dahin zu wirken, daß gegen die Assimilation, woher sie auch kommen mag, stets der unerbittlichste Kampf geführt wird. Wir verpflichten uns, monatlich 50 Frcs. beizusteuern und haben für die ersten Monate das Geld nach Jaffa abgeschickt. Astrachan: Wir dreißig Schüler der hiesigen Mittelschulen sind erbittert gegen die Beschlüsse des Kuratoriums und rufen freudig unseren Streitern in Palästina zu: Wohlan, wir sind mit Euch! Kiew: Der Kampf gegen die hebräische Sprache hat uns alle auf das tiefste verletzt und erbittert. Die hiesigen Chowewe Sfass Ewer setzen ihre Arbeit fort. Berditschevv: Wir, eine größere Anzahl von Schülern an der hiesigen Handelsschule, vereinigen uns im Protest gegen die Entrechtung der hebräischen Sprache in Palästina. Wer empfindet noch wie wir die abnormale Lage, in der zu leben der jüdische Jüngling gezwungen ist, und wie durch das Sprachengewirr des Galutn eine Zerfahrenheit und innere Entfremdung in dem Herzen des jüdischen Jünglings entstehen muß? Den einzigen Boden, wo die Hoffnung uns winkt, die jüdische Jugend der seelischen Ganzheit entgegenzuführen. sollte man doch schonen. Roslawl: Wir ,.Zeire Zion" empfinden die Beleidigung, die unserer Sprache zugefügt wurde, äußerst stark. Mit allen Kräften werden wir für die Rechte unserer alten Sprache kämpfen, und so wahr unsere Seele lebt: nie werden wir diese Hochschule betreten, die uns und unserer Sprache entfremdet wurde. Schaschkow: Die hiesigen Zionisten sprechen Euch ihr tiefstes Mitgefühl aus, angesichts der Gewalttaten und tätlichen Angriffe gegen die Besten unseres Volkes, unsere aufopferungsvollen Lehrer in Palästina. Wir verpflichten uns, Ihnen in monatlichen Raten einen bestimmten Betrag einzusenden. Wilkowischki (Gouvernement Suwalki): Zum Zeichen freudiger Zustimmung zu dem mutigen Auftreten unserer Brüder in Palästina, bitten wir Sie, von uns 59 Frcs. entgegenzunehmen. Kowel: Eine Gruppe zionistischer Mädchen und Frauen sendet ihre herzlichen Grüße den Lehrern und Eltern, die im Kampfe für unsere heilige Sprache auf ihrem Posten ausharren. Wir wollen unser möglichstes zur Förderung des hebräischen Schulwerks tun! Proßnitz (Mähren), (Telegramm): Nach einem Vortrage Dr. Hugo Herrmanns wurde in einer Versammlung im Kasino von Proßnitz eine Protestresolution gegen das Kuratorium des Technikums angenommen, dem Zionistischen Actions-Comite der Dank für sein tatkräftiges Vorgehen ausgesprochen und eine Sammlung eingeleitet, die am selben Abend noch 662 Kronen Jahresbeiträge einbrachte. Proßnitz allein hofft, mindestens 1000 Kronen jährlich aufzubringen. Zentralf onds - Jahresbeiträge für 1914 Ausweis der eingegangenen Beträge Deutschland Dr. Tschlenow, Berlin.400.— Prof. Warburg, Berlin.. 200.— N. Sokolow, Berlin.. 200.— Rechtsanwalt Dr Hantke, Berlin.. 400.— Dr. V. Jacobson, Konstantinopel.„ 400.— Dr. Levin, Berlin.- 200.— Dr. H. G. Heymann, Berlin.. 1000.— S. Hepner, Berlin.. 150 — Julius Busse, Berlin.. 250.— Th. Scholem, Berlin.„ 200.— Julius Berger, Berlin.. 200.— Dr. Gustav Bradt, Berlin.. 150.— Rechtsanwalt Gronemann, Berlin.„ 150. — 31. Wollsteiner, Berlin .150.— 3t Grünfeld-Saaz, Berlin..,120 — Dr. A- Sachs, Berlin. . 100 — Dr. Goldberg, Berlin.. 75 — B. 8ulmann, Berlin.., 50 — Adalbert Fürst, Berlin. 50.— Dr. Gerson Berlin. 40.— Jacob Loewenberg, Berlin.. 20.— J. Oppenheim. Berlin. 20.— Dr. J. Tugendreich, Berlin.. 20.— Leo Hermann, Berlin, I. Rate.. 20.— David Goldstein, Beuthen 0.-8. 100.— Siegfried Besser, Beuthen 0.-8.. 50.— Hugo Besser, Beuthen 0.-8.. 50.— J. Herzfeld, Beuthen 0.-8. 25.— Dr. Block, Beuthen 0.-8. 20.— 8. Grünfeld, Beuthen 0.-8.. 10.— Dr. Hermann Feith, Frankfurt a >L.. 60.— Leo Dienesmann, Königsberg i. Pr.. 50.— 31. Sambursky, Königsberg i. Pr.. 30.— 31. Selzowsky, Königsberg i. Pr.. - . „ 25.— Ludwig Ziemeis, Königsberg. 25.— Georg Klewansky. Königsberg i. Pr.. 20.— Leo Cohn, Königsberg i. Pr.. 30.— Frau Gustav G. Cohen, Hamburg.. 100.— Dr. Victor, Wandsbeck-Hamburg. 70.— Dr. L. Allen, Hamburg. 60,— Dr. 8- Fuchs, Hamburg.. 25.— Dr. William Unna, Hamburg.. 20.— Dr. Brünn, Hamburg.. 20.— Rechtsanwalt Dr. Pardo. Hamburg.. 20.— Wolf Ziemeis Danzig.. 30.— Elias Nachmansohn. Danzig .. 25.— Albert Fischer, Danzig. 20.— Siegfried Lewy, Danzig.- 20.— 31. Rosenzweig und Frau, Danzig. 20.— Eugen 3Ioses, Tapiau.. 20.— Rechtsanwalt Dr. Loewenstein, Aachen. 20.— Dr. B Löbl, Leipzig.. 20.— Salo Grünberger, Gleiwitz.. 20.— Leop. Jacoby, Chemnitz.. 25.— E. Joseph, Halle.. 20.- Apotheker Boschwitz, Jessnitz.. . . - „ 20.— Rechtsanwalt Lewin, Deutsch-Eylau.. 20.— 3tax Goldreich, Beuel .. . . . ,. 20.— Hugo 3!oser, Dortmund.. 25.— Prof. Dr. Opet, Kiel. 20.— Johann Keidansky, Eydtkuhnen.. 20.— Rechtsanwalt Wydnitzki, Allenstein. 20.— Felix Brummer, Aachen.. 20.— Jsidor Rosenthal. Posen . . . .. 30.— Nürnberg (Telegramm): Nach einem Vortrag des Herrn Dr. Klee wurden hier 590 M. für das hebräische Schulwerk in Palästina gezeichnet. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen. München (Telegramm): Die Sammlung ergab bisher hier 1000 M., sie dürfte mindestens 2000 M. erreichen. Sämtliche Beträge wurden als Jahresbeiträge auf die Dauer von fünf Jahren bezeichnet. Montreal (Kanada), (Telegramm): Die Canadian Zionist Federation hat auf ihrer hiesigen Convention 3500 Frcs. für die Haifaer Schule bewilligt. (Vgl. auch die Protestkundgebungen auf Seite 13—15.) Breslauer Spezialsammlung für politische Palästina-Arbeiten: L. Bloch.JL 100.- Ludw. Laqueur.. 50.— A. Rosenthal.. 50.— 8. Gottschalk. 20.— Dr. Franz Landsberger .. 20.— 3f, Frühling (Dt. Lissa).„ 20 — Anonym. ,. 210.— JC. 470. H. Schachtel, Breslau. 25. Dr. Schwarz. Breslau. 30. Dr. Walter Steinitz, Breslau.30. Wolf Ziemeis, Danzig. 20. Amtsrichter Dr. Poznanski, Nicolai.20.