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Die Welt · 1914-01-02 · 1 (2.1.1914) · p. 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
1 (2.1.1914)
Article
Die Antwort des Volkes
Date
1914-01-02
Page
2 (sequence 2)
Language
German
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2 -—'? - — — - ■ DIE3§|[ELT=- Nr. 1 sationswerkes in Palästina und für den grossen Emeuerungsprozess unseres Volkes Interesse hegt, heranzutreten. Jetzt erst w erden wir mit der Aufklärung weiterer Kreise beginnen können, da uns die ersten vollständigen Nachrichten über den glücklich geführten Kampf um die neuen Schulen Palästinas erreicht haben. Jetzt erst dringt die Kunde von dem schweren Kampf, den wir führen müssen, in die fernen Gegenden Nordasiens, Amerikas, Afrikas und in die vielen kleinen Orte, in denen national gesinnte Juden wohnen, und immer weiter wird unser Ruf dringen, immer bestimmter und enthusiastischer die Antwort sein, die uns zurück kommt. Einen Anfang haben wir auf dem Weg zur Verwirklichung unseres Kultur-Programms gemacht, und die Hilfe unserer Freunde ist nicht ausgeblieben. Vierzigtausend Mark! Es ist kein grosser Betrag, aber in wenigen Tagen haben wir ihn erhalten, und wir sind fest überzeugt, dass die Zionisten ihre Leitung nicht im Stich lassen werden. Wir sind weit davon entfernt, uns eines endgültigen Sieges freuen zu dürfen. Nicht mehr als einen Schritt auf dem Weg zum Ziel haben wir getan, und hundertmal grösser muss die Hilfe werden, die uns zuteil wird, wenn wir nicht doch das Vertrauen Palästinas enttäuschen sollen. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr gilt es unverdrossen zu arbeiten! Der Zionismus ist ein unendliches Ideal. Er fordert von seinen Anhängern Treue und Ausdauer, Arbeit und Opfer, aber er gibt uns auch das beglückende Bewusstsein der Mithilfe an einem Werke, dem die Zukunft gehört. Die stolze und freudige Bewegung, die jetzt durch die Reihen unserer Freunde geht, zeigt uns klarer als je vorher, dass unser Volk für dieses Erlösungswerk reif ist. Wir gehen unverzagt vorwärts! FÜR UNSER SCHULWERK Auch in dieser Woche liegt wieder eine große Reihe bemerkenswerter Kundgebungen über die begeisterte Aufnahme vor, die der Aufruf des Actions-Gomites gefunden hat. Es kann heute keinem Zweifel mehr unterliegen: Der Kampf für das hebräische Schuhverk in Palästina ist populär im besten Sinne des Wortes. Schon der dies wöchige erste Ausweis legt hiervon beredtes Zeugnis ab. Dabei ist zu bedenken, daß in dem Ausweis natürlich nur diejenigen Summen verzeichnet sind, die bei Fertigstellung dieser Nummer bar eingegangen waren. Die Zeichnungen, die bis jetzt vorliegen, sind erheblich größer und wachsen von Tag zu Tag. Unter den Kundgebungen, über die wir heute berichten, möchten wir besonders auf die Beschlüsse der Kartelltage des K. Z. V. und des B. J. C. hinweisen, die ebenso, wie die Resolution des Herzl-Clubs, Berlin, in erfreulicher Weise dartun, wie begeistert die Jugend zu unserer neuen und großen Arbeit steht. Nachstehend seien wieder einige briefliche und telegraphische Berichte, die uns besonders beachtenswert scheinen, wiedergegeben: Berlin: Der Kartelltag des Kartells Zionistischer Verbindungen beschloß eine energische Aktion für das hebräische Schulwerk in Palästina einzuleiten. Er hofft, daß die Sammlungen mindestens 5000 M. ergeben. Auf dem Kartelltage selbst wurden bereits 1175 M. Jahresbeiträge und 475 M. einmalige Beiträge gezeichnet. Königsberg i. Pr. (Telegramm): Der Kartelltag des Bundes Jüdischer Corporationen faßte folgenden Beschluß: „Der Bund Jüdischer (Korporationen stellt dem Actions-Comite der Zionistischen Organisation einen Betrag von 10000 Mark für das hebräische Schul werk in Erez Israel zur Verfügung." Bradford: Herr Jacob Moser zeichnet für das hebräische Schuhverk in Palästina 5000 Frcs. als seinen Beitrag für das Jahr 1914, und weitere 1000 M. als seinen Beitrag für den Zentralfonds für 1914. Eydtkuhnen: (Aus einem Briefe.) Unter Leitung einiger Mitglieder der „Achwa" (Pflanzungs-Gesellschaft in Merchawja bei Haifa) wurde eine Sammlung für das hebräische Schulwerk in Palästina eingeleitet. In voriger wie dieser Woche wurden schon einige hundert Francs nach Palästina überwiesen. Die Sammlung ist jedoch noch nicht vollendet. Es wird beabsichtigt, eine permanenteBeitragsleistung der Mitglieder zugunsten des hebräischen Schulwesens in Palästina zu arrangieren. Das Auftreten des Hilfsvereins gegen den hebräischen Schulunterricht in den palästinensischen Schulen hat in den jüdischen Kreisen große Erregung hervorgerufen, und infolgedessen beabsichtigen mehrere Mitglieder des Hilfsvereins in Eydtkuhnen wie in Wirballen, ihre bisherigen jährlichen Mitgliedsbeiträge dem Fonds für das hebräische Schuhverk in Palästina zuzuführen. Sadagora: Die Mitglieder des Komitees „Safa Berura" protestieren energisch gegen die Unterdrückung der hebräischen Sprache in einem Schulinstitut in Erez Israel und spenden 50 Kronen. Nadworna: Bei der am 16. Dezember stattgehabten Versammlung des „Waad Lehaganath Hasafa" verpflichteten sich mehrere Gesinnungsgenossen, monatlich 60 Kronen zugunsten des hebräischen Schulwerks in Palästina abzuliefern. Zloczow: Am 21. Dezember fand im Sitzungssaale der Jüdischen Kultusgemeinde eine Protestversammlung gegen das Kuratorium des Technikums statt. Im Namen des akademischen Vereins Bar Kochba spendete Herr Dr. Gruber die ersten 50 Kronen, zusammen wurden in der Versammlung 260 Kronen gesammelt. Die Sammlung wird fortgesetzt. Berlin: Der Kartelltag der Herzlbünde hat beschlossen, eine Sammlung für das hebräische Schuhverk in Palästina einzuleiten. Lodz: Am letzten Sabbat gedachten wir bei der Thora- Vorlesung in der Synagoge „Ohel Jakob" unserer kämpfenden Brüder in Palästina, die mutig und selbstlos unsere nationale Sprache verteidigen. Wir haben dabei 400 M. an Spenden gesammelt, die wir Ihnen hiermit überweisen. Zusammen mit den vorigen Beträgen erhielten Sie von uns bereits 1200. M. Wir werden auch an den zukünftigen Sabbaten unserer Brüder treu gedenken.

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