Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 51 (22.12.1911)
- Date
- 1911-12-22
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1404 DIEÄELT Nr. 51 JU€DISCH£R MATIOHAL* FOflDS Der Jüdische Nationalfonds ist daxu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes xu erwerben. Vom V. Zionistmkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2l/<j Millionen Mark erreicht MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Jahresbericht unserer holländischen Sammelstelle Durch Raummangel sind wir leider erst jetzt in der Lage, den vorzüglichen Bericht, den unsere Sammelstelle in Holland dem 12. Delegiertentag vorlegt, in dieser Rubrik zu würdigen. Aus dem Bericht geht nicht nur hervor, daß in Holland eifrig, sondern vor allen Dingen, daß dort außerordentlich systematisch gearbeitet wird und daß man alles aufwendet, um die vorhandenen Möglichkeiten aufs Intensivste auszunützen. Aus diesem Grunde spielt auch die Statistik im Berichte eine sehr große Rolle. Nicht nur, daß in einer Tabelle eine Uebersicht über die Einnahmen des letzten Jahres nach Spendengartungen und Ortsnamen spezifiziert geboten wird, es wird auch eine vergleichende Statistik der Einnahmen in den verschiedenen Ortsvereinen vom Jahre 1903 bis heute und der Erträge der verschiedenen Spendengattungen über die gleiche Periode geboten. In einigen Tabellen werden die Einnahmen aus den verschiedenen Orten nach verschiedenen Gesichtspunkten klassifiziert. Am interessantesten ist dabei wohl eine Tabelle, in welcher das Verhältnis zwischen den Leistungen für den N.-F. und den Schekelsammlungen in den einzelnen Orten zum Ausdruck gebracht wird. Die Spenden für den N.-F. schwanken zwischen Hfl. 5.52 und Hfl. 0.37 pro Jahr und pro Schekelzahler. Eine solche Tabelle bietet ausgezeichnete Anhaltspunkte, um die Resultate der Tätigkeit der Ortskornmissäre unter den Zionisten ihres Ortes zu beurteilen. Ferner bringt der Bericht eine sehr ausführliche und instruktive Tabelle der Verteilung der Büchsen über die verschiedenen Orte, der Leerungen uswr. Wir freuen uns darüber und auch aus dem Bericht ist zu ersehen, daß unsere Freunde in Holland die überragende Bedeutung der Büchsen als Sammelmittel in ihrem vollen Umfange zu würdigen wissen. Zum Vergleiche mit den Resultaten des N.-F. werden in einer besonderen Tabelle die Resultate der Chalukka-Sammlungen, ebenfalls nach Spendengattungen spezifiziert, angegeben. Schließlich enthält der Bericht eine ganz genaue und spezifizierte Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben der Sammelstelle. Bis jetzt hat jedes Jahr und haben namentlich die letzten Jahre jedesmal einen nennenswerten Mehrertrag gebracht. Der eifrigen und hingebungsvollen Arbeit unserer holländischen Freunde wird es auf die Dauer sicher gelingen, unter der ansehnlichen jüdischen Bevölkerung Hollands den N.-F. zu einer solchen Popularität zu bringen, daß damit verglichen die bisherigen Erfolge nur als Anfänge erscheinen werden. Der Nationalfonds in Indien Auch auf der Insel Java (Niederländisch-Indien) ist die Nationalfondsarbeit jetzt in Angriff genommen worden. Wie wir dem „Joodschen Wächter" entnehmen, ist es den Bemühungen unseres bewährten Gesinnungsgenossen Dr. 1s. H e n gelungen, eine Kommission für den Nationalfonds auf Java zu begründen, die der niederländischen Sammelstelle unterstehen soll. Die Oelbaumspende, die zuerst in Deutschland populär wurde, und dann auch in den übrigen europäischen Ländern immer mehr Anklang fand, beginnt nunmehr auch in den überseeischen Ländern immer größere Sympathien zu finden. Ein erfreuliches Zeugnis hierfür gibt die Palestine Industrial Alliance of Pittsburg, welche den Beschluß faßte, einen Hain von 1000 Bäumen zu pflanzen, und kürzlich die ersten 100 Bäume für diesen Hain gespendet hat. Es ist als sicher zu erwarten, daß der schöne Gedanke der Oelbaumpflanzungen, wenn <er einmal in Amerika Fuß gefaßt haben wird, nach dem Beispiel der Palestine Industrial Alliance viel Nachahmer finden wird. So wird die Zeit immer näher rücken, wo das Ziel, das Erträgnis der Oelbaumpflanzungen für große Kulturwerke zu verwenden, verwirklicht werden wird. SPENDEN AUSWEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlottenburg, Sybelstr. 50. — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 24. Nov. bis 1. Dez. *d. J. eingegangen und in Nr. 48 der „Jüdischen Rundschau * detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden............ JC 55.60 Selbstbesteuerung.............. „ 13.55 Sammelbüchsen.............. „ 207,89 Goldenes Buch (VollZahlungen)......... „ 205.— Goldenes Buch (Teilzahlungen)......... » 51 75 Oelbaumspenden.............. ,r 354.15 Landspenden................, 2.50 D. u. F. Wolffsohn-Stiftg........... 2 — Summe JL 892.44