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Die Welt · 1911-10-27 · 43 (27.10.1911) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
43 (27.10.1911)
Date
1911-10-27
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1144 •-- DIEMKE LT No. 43 JUCDISCHdR nATIOnAL-FOP1DS Der Jüdische Nationalfonds ist daxu bestimmt, 'in Palästina Grund und Boden als wtveräußerlirhrs Eigentum des jüdischen Volkes xu erwerbe/t. Vom V. Zionistenlcongreß im, Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2]/2 Mittionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Ein „Sijum" des Goldenen Buches Lieber diese populäre Einrichtung des Nationalfonds schrieben wir in unserem Bericht an den letzten Kongreß: „Das Goldene Buch des Nationalfonds wird immer mehr zu einer Chronik des jüdischen Volkes. Alle tragischen und freudigen Ereignisse, die in irgendeiner Beziehung zur jüdischen Gemeinschaft stehen, werden zum bleibenden Andenken in diesem Buche niedergelegt, das später dem künftigen jüdischen Museum im heiligen Lande übergeben werden soll. Vom ersten Baseler Kongreß über die Gräber von Kischinew bis Drohobycz, von dem düstern Tage, da Theodor Herzl von uns ging, bis zu den Jahrzeittagen, die jüdische Pietät ihren Lieben widmet vorbei an den Marksteinen, welche die Tagungen der Zionisten in allen Ländern in unserer Geschichte darstellen, die freudigen Ereignisse der großen Gemeinschaft und der jüdischen Familie - , all dies findet seinen Ausdruck in den Blättern des Goldenen Buches. Seine Anziehungskraft wirkt darum heute nach neun Jahren ungeschwächt fort und es hat in den vergangenen 18 Monaten 700 neue Eintragungen erhalten." Der bevorstehende Abschluß des ersten und Beginn eines neuen Bandes des Goldenen Buches bildet darum ein bemerkenswertes Ereignis. Unser geschätzter Mitarbeiter, Gesinnungsgenosse Hugo Schachtel, hat nun dem Hauptbureau den nachstellenden Vorschlag unterbreitet, den wir nach eingehender Erwägung angenommen haben. Wir hoffen, daß alle Freunde des N. F. sich an dem Wettbewerb beteiligen und für ein möglichst imposantes Ergebnis agitieren werden. Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds. * * * Die Eintragungen ins Goldene Buch unseres Nationalfonds haben die Nummer 4000 überschritten. Wir nähern uns der Zahl 5000, mit der dieser erste Band des Goldenen Buches abschließt. Welcher Name oder welches Ereignis soll die hohe Ehre haben, als letzte Eintragung dieses Denkmal unseres Volkes zu zieren? Und welche Namen und welche Ereignisse sollen würdig erachtet werden, als erste in dem neu anzulegenden zweiten Band des Goldenen Buches eingetragen zu werden? Soll das dem Zufall überlassen werden? Doch wohl nicht. Ich schlage daher eine Volksabstimmung vor. Und zwar in folgender Weise: Von jetzt an nehmen alle Landessammelstellen Beträge von 4 Mk. an entgegen, für welche die Spender das Recht haben, Vorschläge für diese Eintragungen damit zu verbinden. Diese Spenden und Vorschläge werden gesondert von den übrigen Spenden in den Ausweisorganen der Sammelstellen ausgewiesen. Nach Verlauf einer bestimmten Zeit, etwa zu Pessach (5672/1912), stellt das Hauptbureau diese Spenden zusammen und veröffentlicht die Liste nach der Höhe der Eingänge. Von diesem Tage ab darf dann nur noch für die elf Widmungen in beliebiger Höhe gespendet werden, welche die bisher höchsten Beträge aufweisen. Die für die übrigen Widmungszwecke gespendeten Summen werden diesen elf Zwecken gleichmäßig zugeschrieben. Die Ehrensammlung wird dann solange fortgesetzt, bis die Zahl 5000 im Verlaufe der Eintragungen erreicht wird. Mit der höchst erreichten Summe wird die Nummer 5000 eingetragen. Mit der nächsten Nummer 1 und so fort bis Nr. 10 des neuen Bandes. Hugo Schachtel. Arbeit in Rußland Dem vor kurzem erschienenen Jahresbericht (1. Januar 1910 bis 1. Januar 1911) der früheren russischen Sammelstelle, der ein reichhaltiges Material bietet und ein beredtes Zeugnis von der energischen Arbeit, die unter schwierigen Verhältnissen von Dr. Tschlenow geleitet wurde, entnehmen wir folgende Daten: Eingegangen Zahl der Monate Aus anderen Ländern Aus Rußland °/ 10 1. Vom Jan. 1902 bis Aug.1903 19 £ 19561 £ 12323 63 2. „ Aug.1903 „ Juli 1905 23 „ 24443 „ 12430 51 3. „ Juli 1905 „ Juli 1906 12 ,. 10744 „ 3991 37 4. „ Nov. 1906 , Nov. 1907 12 — „ 1916 5. „ Jahr 1908 ..... 12 „ 13451 „ 3325 25 6. „ „ 1909 ..... 12 JL 404641 J6. 124964 31 7. „ „ 1010 ..... 12 „ 455775 „ 111341 24% Dem Betrag von .iL 111341 vom Jahre 1910 sind noch 2679 Rubel hinzuzufügen, die für die Siedlungsgenossenschaft eingegangen sind, so daß insgesamt im Jahre 1910 für den Nationalfonds 53 106.40 Rubel gesammelt worden sind. Arten der Spenden: a) Allgemeine Spenden: 1. Verschiedenes..... 2. Testament. Zuwendungen 3. Neujahrsgratulationen . . b) Goldenes Buch: 1 Ganze Zahlungen . . . 2. Teilzahlungen..... c) Büchsen........ d) Marken........ e) Oelbäume....... f) Quittungshefte...... g) Selbstbesteuerung . . . . h) Telegrammblanlcette . . . . i) Karoth......... 31. Dezember bis 1. März 1908 1909 9102.59! 10980.86 1910 3 875.59 i 1708.46 | 2366.91 j 2325.46 | 1983.57 | 1523.01 I 1106.97 : 295 20! 75.-! 8221.58 3156 90 6873.39 4436.97 5771.57 1658.97 1527.72 338.60 509 09 9 840.86 466.31 1036.64 6903.95 4195.72 11189.41 3 400.53 7 506.61 1359.03 3103.63 265.20 948.62 25038.76 ' 43481.65! 50427,40 Die Zahl der Orte, die an den Spenden beteiligt sind, hat im Berichtsjahre 800 erreicht, während sie im Jahre 1908 nur 500, in 1909 600 betrug.

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