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Die Welt · 1911-09-15 · 37 (15.9.1911) · page 17

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Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
37 (15.9.1911)
Date
1911-09-15
Page
– (sequence 17)
Language
German
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No. 37 DiEE^ELT 987 JUCDISCHCR HATIOriAL-FQI1DS^^ Der Jüdmfte Natimialfonds üt dam bestimmt, in Palmtina Grund und Böden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerlm. Vom V. Zionistmkongreß im Jähre 1901 gestiftet, hat er Kreits die Höhe von tißer 21\2 Millionen Mark erreicht MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Eine alte jüdische Sitte ist es, zum Beginn des Jahres allen Freunden und Bekannten seine Glückwünsche zu übermitteln. Doch haben unsere Gesinnungsgenossen überall den Gedanken verbreitet, die Ausgaben, die hiermit verbunden sind, einer guten Sache zuzuführen. Der Jüdische Natiomalfonds ist aber in der Lage, beide Zwecke zu vereinigen, indem er schön ausgestattete Telegramme und Marken herausgibt, die von jedem Juden bei seiner Korrespondenz verwendet werden sollten. Die Telegramme ersetzen, als Brief verschickt, die kostspieligen Posttelegramme und führen gleichzeitig dem Nationalfonds erhebliche Summen zu. Für 100 Telegramme erwerben wir einen Dunam Land in Palästina! Wenn ein Brief oder eine Glückwunschkarte versandt wird, so soll eine N. F.-Marke benutzt werden, die gleichzeitig ein ausgezeichnetes Agitationsmittel darstellt. Jede Herzlmarke hat den Wert von einem Quadratmeter Land in Palästina! En vielen Städten hat sich der Brauch erhalten, in dei Woche vor Rosch Haschanah die Friedhöfe zu besuchen und dem Andenken der Verstorbenen eine Spende zu widmen. Unsere Vertrauensmänner mögen auf den Friedhöfen sammeln! Stellt am Erew Jom Kippur in den Synagogen Kaaroth auf! Ein Aufruf zu Rosch Haschanah Unsere Deutsche Sammelstelle versandte folgenden b^lierzigenswerten Aufruf: Das herannahende Roschha_schanahfest veranlaßt uns, Sie wie alljährlich daran zu erinnern, w«elche gute Gelegenheit sich hier zu einer erfolgreichen Tätigkeit iur unsern Nationalfonds darbietet. Es hat siel ja immer mehr die Sütte eingebürgert, die übliclhen inhaltlosen Glückwunschschreiben zu ersetzen durch eine Spende für einen allgemeinen jüdischen Zweck, der eine Ablösung der einzelnen Glückwünsche darstellt. Es sollte selbstverständlich sein, daß alle Zionisten sich dieses Mittels bedienen, um gleichzeitig dem Nationalfonds eine insgesamt recht ansehnliche Förderung zu Teil werden zu lasse». Wenn bisher noalli nicht alle deutschen Zionisten ihre Glückwünsche abgelöst haka, so liegt dies sicher nur daran, daß sie nicht rechtzeitig an diese Einrichtung erinmert werden und ihnen die Einsendung der Spenden nicht leicht jgenug gemacht worden ist. Es ist eine kleine Mühe für unsere Kommissäre, hier das Ihre au tun. Wir raeinen aber, daß es imoglich sein müßte, auch^von Nichtzionisten in weitem Umfange Spenden für unsern Fonds zu erlhalten. Der Hinweis auif die allgemein-jüdische Bedeutung und die umfassende fruchtbare Tätigkeit des Naticualfonds in Palästina müssen von Jahr zu Jahr die Werbetätigkeit bei Nichtzionisten mehr und mehr erleichtern. Es wird keiner größern Überredungsgabe bedürfen, um in viekrt gut jüdischen Häusern die Ablösung der Glückwünsche für den Nationalfonds durchzusetzen. Nach unsern Erfahrungen haben sich folgende Methoden als zweckmäßig erwiesen: 1. In kleinern Städten werden freiwillige Kräfte die Arbeit des Ennziehens der Spenden übernehmen können, und zwar in jedem Haus, in dem Juden wohnen. In mittlen und großem Städten empfiehlt sich evtl. die Anstellung eines Bolen gegen eine Vergütung, die Sie uns in Anrechnung stellen kennen. Ferner empfiehlt sich die Versendung «ines Werbeschreibens, dessen Herstellung wir auf Wunsch übernehmen. Die Unkosten der Versendung werden evtl. ebenfalls von uns übernommen. Selbstverständlich hat eine solche Versendung nur dann Zweck, wenn sie Erfolg verspricht. Den Text des Schreibens erbitten wir ilmgehend, evtl. sind vir auch zur Abfassung bereit, wobei lokale Wünsche selbstverständlich gern berücksichtigt werden. 2. Alle Spenden werden in der „Jüdischen Run dschau" publiziert, «d ie auf Wunsch jedem Spender kostenlos zugesandt wird. Ebens« wird die Zeitung an alle uns aufgegebenen Mressen kostenlos veisandt, so daß diese Art der Ablösung eineim persönlichen Glückwunsch gleichkommt. 3. Alle Spenden, die in d er ersten Spendenliste Nr. 38 der „J. R." vom 22. Sept. veröffentlicht werden sollera, müssen bis spätestens Sonnabend den 16. ds. im Besitz unseres Herrn Wollsteiner (Adr.: Charlottenburg, 4, Sybelstr. 50, Pastscheckkonto: Berlin 3847) sein. Später eingehende Gelder werden erst in der zweitem Spendenliste vom 29. Sept. veröffentlicht. Zur kostenlosen Einsendung der Spenden fügen wir ein Postscheckfo rmular bei und verweisen außerdem auf das der heutigen Nummer der „J. R." beiliegende Formular.

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