Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 25 (23.6.1911)
- Date
- 1911-06-23
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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JU€D1SCH6R HATIQflAL-POMPS Der Jüdische Nationalfonds ist dam bestimmt, in Palästina Grund und Bodcii als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes qu erwerben* Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von ca. 2ul2 Millionen Mark erreicht MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Die Nationalfonds?Woche vom 1. bis 9. Aw wird von unsern Vertrauensmännern überall propagiert werden. Sie schließt an die Agitation für den Todestag Herzls, den 20. Tammus in und bevorzugt speziell die Ölbaum- und Landspende. Durch schriftliche und mündliche Aufforderungen, durch Aufrufe (Zum 20. Tammus, Die Nationalfonds-Woche), ferner durch Flugschriften fUnserm Herzl, Zum ). Aw, Der Jüdische Nationalfonds, seine Ziele und Erfolge) wird in diesen Tagen das Interesse der gesamten Jtidenheit auf unsern Fonds gelenkt werden. Jeder Jude stifte einen Ölbaum! Jeder Verein erwerbe ein Dunam Land! Jede größere Gruppe pflanze einen Ölbaumgarten! Sammelstellen und Ortsgruppen, die sich noch nicht mit Agitationsmaterial versehen haben, mögen dies imgehend tun. Dag Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds. Die Landspende*} nbm rru Ein Stück Land in Palästina sein eigen zu nennen, ist seit dem Verlust unseres Landes der Herzenswunsch eines jeden guten Juden gewesen. Der Jüdische Nationalfonds will allen denen, die nicht die Möglichkeit hierzu haben, Gelegenheit geben, auf eignen oder einen zu bestimmenden Namen in Palästina ein Stück Boden zu kaufen, das ewiges Eigentum des jüdischen Volkes bleibt. Das vom Jüdischen Nationalfonds aus den Erträgnissen der „Landspende" zu erwerbende Land wird in kleine Teile von je 1 Dunam ( Vn ha) Größe aufgeteilt werden. Jeder Spender, der den Gegenwert für ein Dunam erlegt, hat Anspruch darauf, daß dieses Land auf den von ihm gewünschten Namen in das zu führende Kataster eingetragen wird. Der Betrag für eine Landspende in Größe von 1 Dunam ist bekanntlich 40 Mark (Kr. 50.—, Frcs. 50.—, Doli. 10.—, Rbl. 20.—, £ 2.—.—). Gleichzeitig aber erfüllt die Landspende einen andern Zweck. Es hat sich gezeigt, daß eine schöne würdige Art der Ehrung eines verdienten Gesinnungsgenossen, die ebenfalls dem N. F. Nutzen bringen sollte, vielen Gruppen nicht möglich war, weil sie die Summe von mehr als 200 Mark für eine Goldenbuch-Eintragung nicht aufbringen konnten. Durch Zuwendung einer *) Hierzu siehe die Rubrik „Landspende" im Spendenausweis. Landspende, von einem oder mehreren Dunam ist es jetzt jedem Verein und jeder Einzelperson leicht, den Namen einer bestimmten Person zu verewigen und zu gleicher Zeit dem jüdischen Volk ein Stück heimatlichen Bodens zu schenken. Für jede Spende wird ein Diplom ausgegeben. Der jüdische Maler Emil Ranzenhofer in Wien, dessen Kunst wir auch die Entwürfe zum Goldenen Buch, zum G.-B.-Diplom, zum Ölbaum-Diplom und zum Telegramm verdanken, hat nach Beratung mit unserm verdienstvollen Gg. Johann Kremenezky mit dem Zertifikat zur Landspende ein neues vollendetes Kunstwerk geschaffen, das überall berechtigten Beifall findet und zur Popularisierung dieser Spende sicherlich viel beitragen wird. — Der gewünschte Name wird in ein schön ausgestattetes Katasterbuch, das dauernd aufbewahrt bleiben soll, eingetragen. In der kurzen Zeit seit ihrer Einführung sind für die Landspende etwa 20000 M eingegangen, ein Zeichen dafür, daß sie sich bereits viele Freunde erworben hat. In Amerika ist sie zu einem beliebten Spendenzweig geworden, und Canada hat beschlossen, auf den Namen der Federation 1000 Dunam zu erwerben. (Die erste Rate von ca. 4000 JS ist bereits vor einigen Wochen ausgewiesen worden. Auch in Deutschland hat sich die neue Spende recht gut eingeführt, wie die Stiftung des Bundes Jüdischer Corporationen von 1000 Jt auf den Namen eines verdienten Mitgliedes beweist. Langsam gewinnt die Landspende auch in andern Ländern an