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Die Welt · 1911-05-26 · 21 (26.5.1911) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
21 (26.5.1911)
Date
1911-05-26
Page
– (sequence 20)
Language
German
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zu Verfügung stellen; die Zentralen werden ihn alsdann ihren Kommissären leihweise überlassen, so daß jeder Vertrauensmann in jeder kleinen oder größern Stadt imstande sein wird, wirkungsvolle Vorträge über den Jüdischen Nationalfonds zu halten. Von dieser Art der Agitation versprechen wir uns einen äußerst lebhaften Aufschwung unserer Arbeit, denn diese im Bilde vorgeführten Gegenstände werden dem jüdischen Publikum deutlicher als durch alle Flugschriften und Berichte die bereits geleistete Arbeit unserer Institution vor Augen führen und es sicherlich weit mehr als bisher zu materieller Beteiligung veranlassen. Ist es doch eine bekannte Tatsache, daß die meisten am liebsten solche Institutionen unterstützen, die schon greifbare Erfolge aufzuweisen haben. Noch andere neuartige Gegenstände wollen wir den Besuchern unserer Ausstellung darbieten: wir werden von einigen dem Nationalfonds gehörigen Monumentalgebäuden in Palästina verkleinerte Modelle herstellen lassen, die, genau der Wirklichkeit entsprechend, eine plastische Darstellung unserer Bauten geben sollen. Die Modelle, die eventuell in mehreren Abgüssen angefertigt werden, wollen wir späterhin den verschiedenen Nationalfondsausstellungen, die erfreulicherweise immer häufiger werden, zur Verfügung stellen. Auch diese bei uns neue Art der Veranschaulichung unserer Besitzungen wird sicherlich allseitigen Beifall finden. Obwohl wir gerade dieses Mal eine ungleich größere Menge von Gegenständen darbieten werden als bei der letzten Ausstellung, legen wir doch den größten Wert darauf, von unsern Landessammelstellen mit allem in ihrem Besitz befindlichen Material unterstützt zu werden. Vor allem liegt uns daran, eine vollständige Übersicht über unsere in 19 Sprachen erscheinenden Publikationen geben zu können, wodurch die ganze weltumspannende Organisation unseres Nationalfonds in anschaulicher Weise dargestellt wird. Es muß darum Ehrenpflicht unserer Sammelstellen sein, das ihrige dazu beizutragen und alle bei ihnen vorhandenen Veröffentlichungen zur Ausstellung einzusenden. Die Art der Drucksorten ist völlig belanglos; es können Flugblätter, Zeitungsartikel,Formulare usw.verwandt werden. Doch müssen wir auch hierbei betonen, daß die Zeit nur mehr knapp ist und nur bei baldiger Erfüllung unserer Wünsche auf eine Berücksichtigung bei der Anordnung der Ausstellung gerechnet werden kann. Wie anläßlich des letzten Kongresses, soll auch diesmal eine Konferenz der N. F.-Kommissäre stattfinden, um allen Vertrauensmännern die Möglichkeit zu geben, über wichtige Fragen der Organisation und Propaganda zu beraten. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben. Nationalfondsspenden sind (außer in Rußland) ausschließlich an die Landes- Sammelstellen zu senden. Durch die einzelnen Beträge, die direkt an das Hauptbureau gesandt werden, wird nur die Übersicht über die N. F.-Eingänge erschwert und die statistische Arbeit der Sammelstellen sehr kompliziert. Wir bitten daher unsere Gesinnungsgenossen dringend, alle Spenden an ihre Landeszentrale abzuführen* Die russische Sammelstelle Da der in unserm Rechnungsabschlüsse pro 1910 aufgeführte Posten „Zuwendung an die russische Sammelstelle ^3266.49" zu der Meinung führen könnte, daß es sich hier um besondere Kosten der russischen Sammelstelle für das Jahr 1910 handele, stellen wir auf Wunseti des Herrn Dr. Tschlenow hiermit fest, daß diese Summe die Organisations- und Agitationskosten bei Einrichtung der Sammelstelle, die ihr seinerzeit vom Direktorium bewilligt worden waren, darstellt und deren Abschreibung. im Jahre 1910 von demselben beschlossen worden war. In den letzten Jahren hat die russische Sammelstelle die ihr zugebilligten 10% ihrer Einnahmen nicht überschritten. Statistik in Rumänien Die rumänische Federation publiziert soeben zum zweitenmale eine statistische Aufstellung über die in den Jahren 1908—10 bei dem Schatzmeister des Zentralkomitees in Galatz eingelaufenen Beträge. Die Statistik g bt Aufschluß sowohl über die Sammlungen der einzelnen Vereine, als auch über die Spenden der Privatpersonen in den einzelnen Ortschaften des Landes, und liefert somit eine ziffernmäßige Darstellung der Lage unserer Bewegung in Rumänien im Laufe der letzten drei Jahre. Es ist sehr erfreulich, daß der Statistik seitens unserer Sammelstellen immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, wodurch in die Propaganda und Organisation größere Planmäßigkeit kommt. Spendenbücher Wir erinnern unsere Vertrauensmänner an unsere Spendenbücher, die überall den besten Erfolg hatten, und, wie einige Spendenausweise zeigen, schon recht schöne Summen einbrachten. Das vornehm und solide ausgestattete Spendenbuch eignet sich zur Eintragung jedes bedeutsamen Ereignisses innerhalb der Ortsgruppe oder der Gemeinde (Familienfest bei einem Mitgliede, Anwesenheit eines Qastes usw.) und ist votn uns gegen Einsendung von 8 J6 exklusive Porto zu beziehen. Eine seltene Marke Von unserer Philatelieabteilung (Dr. J. Loewenheim, Berlin W., Neue Bayreutherstraße 8) erhalten wir die Mitteilung, daß von der in unserer Notiz aus Nr. 15 der „Welt" besprochenen Marke von Pethach-Tikwah bereits mehrere Exemplare zu guten Preisen verkauft sind und neuerdings von Markenhändlern sehr viel Nachfrage nach den noch vorhandenen Stücken herrscht. Wir legen daher allen Interessenten nahe, sich rechtzeitig um die letzten Exemplare zu bewerben, da die Marke schon jetzt eine Rarität darstellt und in einigen Jahren recht wertvoll sein dürfte. Wie erinnerlich, ist die Marke vor einigen Jahren von der österreichischen Post herausgegeben worden und kursierte eine Zeitlang zwischen Pethach-Tikwah und den andern jüdischen Kolonien. Sie zeigt einen Pflug mit der Überschrift „Pethach-Tikwah" in hebräischen Buchstaben.

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