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Die Welt · 1911-02-24 · 8 (24.2.1911) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
8 (24.2.1911)
Date
1911-02-24
Page
– (sequence 18)
Language
German
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180 --■-- DÜBELT — ■-— ■ — No. 8 JU€DISCH6R HATIQPIAL-FQMPS Z>«r Jüdische NaUonalfonds ist dam bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erzverben. Toni V. Zionistenhongrcß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Zum Purimfeste! Benutzt die Purimtage für die N. F.=Propaganda! Verteilt überall die Purim-Flugschriften! Purim ist der Tag, an dem jüdische Kinder für jüdische Zwecke sammeln. Gebt ihnen unsere Flugblätter, erzählt ihnen von unserer Arbeit, und sie werden gern ihre Sammelergebnisse dem N. F. zuwenden. Kinder, die 10 M bringen, erhalten eine Denkmünze. Die hundert besten Sammler erhalten diese Münze in feiner Bronzeausführung. Wir richten besonders an die zionistischen Frauenvereine die Bitte, die Purimsammlungen zu organisieren. Veranstaltet überall Kinderfeste! Gebt den Reinertrag der Purimf este für den N.-F.! Bereitet überall die Büchsenleerungen für Cholhamoed-Pessach vor! Eine erfolgreiche Büchsenagitation in Köln Das erst zu Beginn der Wintersaison konstituierte Frauenkomitee der zionistischen Ortsgruppe hat in jeder Weise versucht, Fühlung mit weitern Kreisen der jüdischen Frauen zu bekommen, und seine Bemühungen hatten durchaus zufriedenstellende Erfolge. Um den Jüdischen Nationalfonds in dieser Stadt populärer zu machen und seine Einnahmen zu erhöhen, hat das Frauenkomitee vor einigen Wochen an 500 Damen der Gemeinde ein Schreiben gerichtet, das fast genau den Wortlaut des (in der Palästinanummer der „Welt" abgedruckten) Troppauer Büchsenzirkulars hatte. Die beigefügte frankierte Postkarte enthielt jedoch außer einer Absage noch den Passus: „Für den Nationalfonds spende ich......." Auf die 500 Briefe, die handschriftlich gedruckt und mit der Unterschrift dreier bekannter Damen der Gemeinde versehen waren, kamen ca. 80 Absagen, die aber ca. 75 JC N. F.-Spenden enthielten; darunter waren mehrere jährlich einzukassierende Beiträge. Die übrigen Damen werden nun, teilweise per Post, teils durch persönliche Besuche einiger Zionistinnen Büchsen erhalten, die auch stets pünktlich nach vorheriger Benachrichtigung geleert werden sollen. Das Frauenkomitee hofft durch diese Aktion nicht nur gute materielle Erfolge zu erzielen, sondern vor allem die jüdischen Frauen in ständiger Verbindung mit dem Nationalfonds zu halten, sie durch die Büchsenflugblätter stets wieder auf die Erfolge des N. F. hinzuweisen und sie so der zionistischen Sache näher zu bringen. Dem guten Beispiel der Troppauer Zionisten folgt als erste Gruppe das Kölner Frauenkomitee. Die vorläufigen guten Ergebnisse der „Absagen" lassen weitere bessere Erfolge erwarten. Wir möchten allen Ortsgruppen, besonders den zionistischen Frauenvereinen, nahelegen, diese Aktion in allen Städten durchzuführen. Keine Spendenart ist so wie die Büchse geeignet, die Spender immer wieder an den Zweck zu erinnern, für den gesammelt wird, und sie immer mehr durch ständige Verbindung über den N. F. und die zionistische Bewegung zu informieren. Bei dieser Gelegenheit läßt sich auch sehr gut die des öftern besprochene Selbstbesteuerung durch die Büchse einführen, da jede Frau, die eine Büchse erhält, gern täglich 2 Pfg. hineinwerfen wird. — Hier ist besonders unsern Gesinnungsgenossinnen ein weites Feld zu zionistischer Betätigung geboten, und wir erwarten von unsern Frauen und Mädchen, daß sie es möglichst intensiv bearbeiten werden.

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