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Die Welt · 1911-02-10 · 6 (10.2.1911) · page 15

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Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
6 (10.2.1911)
Date
1911-02-10
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 6 DIE ELT Die P. L. D. C. hat also in mehr als zweijähriger Bemühung nicht mehr erreicht als die S. ö. in einem Jahre. Das ist zunächst das Gesamtergebnis. Ein sehr bedauerliches, wenn man erwägt, daß für die zionistische Organisation und für die zionistische Arbeit die P. L. D. C. doch noch von erheblich größerer Bedeutung ist als die S. Q., — bei aller Anerkennung und Hochschätzung dieser als eines wichtigen sozialen Experiments. Gerade dieser Umstand hat aber sehr viel dazu beigetragen, daß an der S. G. besonders viele Nichtzionisten sich beteiligten, während für die P. L. D. C. bisher hauptsächlich nur Zionisten Kapital hergaben. Natürlich kommt hinzu die persönliche, außerordentlich hoch einzuschätzende Tätigkeit Franz Oppenheimers für die S. G., während der P. L. D. C. eine agitatorisch gleichwertige Kraft nicht zur Verfügung stand. Mit Recht weist die Verwaltung des N. F. jetzt darauf hin, daß die Arbeit unter den Nichtzionisten für die S. G. fortgesetzt werden soll. Widersprechen möchte ich aber bei allem Interesse für den N. F. der Mahnung, die Agitation unter den Zionisten solle jetzt wieder wie früher „ganz auf den N. F. konzentriert" werden. Wie das Jahresergebnis des N. F. zeigt, hat die Arbeit für den N. F. unter der für die S. G. durchaus nicht gelitten, — eher kann man wohl behaupten, daß durch die Propaganda für die S. G. auch die Institution des N. F. sehr vielen Kreisen bekannt wurde, die diese bisher nicht kannten. Aber die Arbeit für die S. G. war nicht bloß eine Arbeit der Sammelstellen des N. F.; eine ganze Anzahl neuer Kräfte haben sich in den verschiedenen Gruppen für diese Arbeit zur Verfügung gestellt und insbesondere Franz Oppenheimer bei seiner persönlichen Arbeit unterstützt. Die Kräfte, die im vergangenen Jahre der Arbeit für die S. G. gewidmet waren, haben bereits die neue Aufgabe, die der bisherigen Tätigkeit angepaßt ist: das ist die Arbeit für die P. L. D> C. unter Zionisten und auch Nichtzionisten« Sie ist mindestens ebenso wichtig, zurzeit vielleicht wichtiger als die Arbeit für den N. F., und dieser wird darunter nicht leiden, wie er ja auch bei der Arbeit für die S. G. nichts eingebüßt hat. Das eine ist zu tun, das andere nicht zu lassen. Die obige Liste zeigt deutlich, welche Länder noch mit der Arbeit für die P. L. D. C. im Rückstände sind. IL Und nun noch eine zweite Statistik, die den einen oder andern interessieren dürfte: eine Zusammenstellung der Orte aus Deutschland, die mehr als 200 Mark für die S. G. gebracht haben und der aus Österreich mit mehr als 200 Kronen. Bei Deutschland ist die Zahl ler Schekelzahler für 1909 10 mitangegeben. Hamburg..... Königsberg . . . Breslau..... München .... Berlin...... Frankfurt .... + Delegierte ntag Köln......\ Kronach ..... Posen...... Danzig ...... Mannheim . . . . Dortmund . . . . )t. Eyiau .... Ciel....... tannover ... .eipzig . . -ssen ......; -epenau..... Siedl. Gen. Schekel ,11 jr 8516 379 8575 262 6223 309 5125 116 4292 ['!!] 617 24-96 122 850 — 1597 110 1260 1186 170 723 36 572 61 660 34 375 18 257 20 252 100 235 110 210 35 200 1 Siedl. Gen. Kr. Wien....... 11.165 Drohobycz prag........ 5.776 Gablonz . Feplitz....... 1.971 Komotau Lemberg...... 826 Rzeszow Boskowitz..... 802 Krakau . Stanislau...... 664 Trautenau Tarnow...... 624 Czernowitz..... 570 Troppau Mähr.-Ostrau .... 546 Jaslo . Graz........ 493 Neusandez Siedl. Gen. Kr. 472 404 391 373 353 301 233 227 214 212 Zu den an sich interessanten Ausführungen unsers sehr geschätzten Mitarbeiters sei folgendes bemerkt: Daß für die zionistische Arbeit die P. L. D. C. von erheblich größerer Bedeutung ist, als die Siedlungsgenossenschaft, darüber wird sich eine Übereinstimmung unter allen Zionisten wohl kaum erzielen lassen. Viele sind der Meinung, daß die Lösung der brennenden Arbeiterfrage in Palästina und überhaupt die Kolonisierung kapitalloser Juden, die leider die große Mehrzahl bilden, ebenso wichtig ist. Von diesem Standpunkte aus gesehen, bedeutet die S. G. für Zionisten etwas mehr als_ein bloßes „soziales Experiment". Was nun die Mahnung an unsere N. P.-Kommissäre betrifft, „die Agitation unter den Zionisten soll wieder wie früher ganz auf den N. F. konzentriert werden", so müssen wir hier auch den Nachsatz anführen, der zugleich die Begründung für diese Mahnung bildet, „daß nämlich das praktische Arbeitsgebiet (des N. F.) in Palästina sich von Tag zu Tag vergrößert", d. h., wie wir in Rundschreiben an unsere Sammelstellen und auch in der „Welt" dargelegt haben, daß die Anforderungen, die an den N. F. betreffs seiner Tätigkeit in Palästina in letzter Zeit gestellt werden, größer sind, als seine disponibel Mittel. Unsere Gesinnungsgenossen können deshalb nicht oft genug daran erinnert werden, mehr als je für den Nationalfonds zu agitieren und zu diesem Zwecke unsere Organisation, vor allem die Büchsen-Organisation, mit aller Energie auszubauen. Das bedeutet aber natürlich nicht, daß die P. L. D. C. vernachlässigt werden soll; hat doch der N. F. als deren größter Aktionär und Gläubiger das größte Interesse an dem Gedeihen derselben. Es soll nur die eine Institution durch die andere nicht beeinträchtigt werden, und wir stimmen deshalb ganz der Bemerkung des Gg. Schachtel zu: „Das eine ist zu tun, das andere nicht zu lassen." i SPENDENAUSWEIS 1 L_._ i Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Osterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 16.—23. Januar d. J. eingegangen und in Nr. 4 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................Kr. 448.85 Selbstbesteuerung................„ 10.30 Sammelbogen...................„ 145.63 Sammelbüchsen..................„ 235.11 Ölbaumspenden..................„ 171.63 Summe Kr. 1011.52 Ji 854.74 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow Per., Haus „Rossija". — Publikationsoigin: „Rasswjet", St. Petersburg.) Vom 20. —27. Dezember 1910 eingegangen und in Nr. 2 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...............Rbl. 302.551 * Selbstbesteuerung................„ 117.45 Sammelbogen (russische).............„ 14.71 Sammelbüchsen.................., 250.91 Goldenes Buch (Vollzahlungen)*)........„ 195.50 Goldenes Buch (Teilzahlungen)..........„ 57.96 Ölbaumspenden.................„ 123.38 Summe Rbl. 1062.47 Jt 2273.69 *) Siehe die Rubrik „Eintragungen ms Goldene Buch", Nr. 3796—07.

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