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Die Welt · 1910-11-18 · 46 (18.11.1910) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
46 (18.11.1910)
Date
1910-11-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund >md Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdisclien Volkes bu erwerben. Vom V. Zionistciikongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Blumentage zugunsten des N. F. Von unserni Gg. Herrn Meyer in Schwelm ist uns eine Anregung zugegangen, die wir unsern eifrigen Sammlern zur Berücksichtigung unterbreiten möchten. In vielen Städten Süd- und Westdeutschlands haben in diesem Jahre sogenannte Blumentage stattgefunden,an denen zu irgendeinem wohltätigen Zwecke von festlich gekleideten Mädchen und Frauen in den Straßen Blumen (Margueri'en, Kornblumen usur.) verkauft wurden. In einer süddeutschen Stadt sollen 2000 Schulkinder zirka 100 000 Mark an einem Tage aufgebracht haben, ferner in Barmen und Essen je 30 000 Mark, in einem ganz kleinen Städtchen zirka 3000 Mark. Es wird uns nun nahegelegt, diese Blumentage auch für jüdische Zwecke einzuführen. — Diesem Plane dürfte zunächst die Schwierigkeit entgegenstehen, daß kaum irgendwo in den westlichen Ländern soviel Juden in einem Ort beisammen wohnen, daß man den sStraßenverkauf berücksichtigen könnte. Doch wäre es wohl möglich, daß an einem Feiertage (möglichst im Sommer, wenn die Blumen billig sind) jüdische Mädchen in festlicher Kleidung überall die jüdischen Häuser aufsuchen und jedem Juden, ganz gleich ob orthodox oder freisinnig, ob Zionist oder nicht, ein paar Blumen anbieten, deren Erlös dem Nationalfonds zufließt. Kaum ein einziger wird sein Scherflein verweigern! Für den N. F könnte dies eine hohe und stetig wachsende Einnahme sein. Wir halten diese Ausgestaltung der Blumentage für sehr wirkungsvoll und erfolgreich. Als ersten Blumentag schlagen wir Erew-S chowuaus vor, an dem jedegute jüdische Hausfrau ohnedies ihre Wohnung mit Blumen und grünem Laub schmückt; man nimmt am besten blau-weiße Sträuße, vielleicht Kornblumen und Margueriten, Narzissen, weißen Flieder usw., alles bällige schöne Sommerblumen. Bis dahin können auch nach dem Vorschlage des Gg. Meyer auf jüdischen Festen am Chanukkah und Purim solche Blumen verkauft werden; die Erlöse dürften recht erhebliche Summen darstellen. Der Anfang wurde in Schwelm am Simchath-Thora-Feste gemacht und ergab eine verhältnismäßig respektable Summe. Palästina-Ansichtskarten. Im „Jüdischen Verlag" in Kolnist soeben eine neue Pal äs tinaan sieht skartenserie erschienen, welche in zwanzig* farbigen Aufnahmen Bilder aus dem jüdischen Palästina der Gegenwart bringt. NebenGesamtansichten der größern Städte des Landes, wie Jerusalem und Jaffa, enthalt die Serie Abbildungen aus den großem Kolonien, die uns den gegenwärtigen Stand des jüdischen Kolonisationswerkes in Palästina in anschaulicher Weise vor Augen führen, da sie die Wiedergabe vor Naturaufnahmen (Photographien) darstellen. Die Reproduktionen fesseln unsere Aufmerksamkeit vor allem durch die wunder-" volle Farbengebung, die in reizvollen Abtönungen die Farbenstimumngen der orientalischen Landschaft wiedergibt. Jedes der ' kleinen Bildchen darf als ein Kunstwerk seiner Art bezeichnet werden, das uns zeigt, bis zu welcher Vollendung die moderne Reproduktionstechnik in der Wiedergabe lebendiger Farbentöne gediehen ist. Den neuen Karten, die wohl zu dem Schönsten /Zählen, was an farbigen PaTästinabilderri bis jetzt reproduziert wurde, wünschen .wir eine große Verbreitung. ' Ihr Reinerträgnis fließt dem Jüdischen Nationalfonds zu. L SPENDEN AUSWEIS J Sammelstelle des .Jüdischen Nationalfonds für Österreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 24.—31. Oktober d. J. eingegangen und in Nr. 44 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................Kr. 175.14 Selbstbesteuerung.................„ 13.25 Sanimelbogen...................„ 36.84 Sammelbüchsen..................„ 245.83 Goldenes Buch...................„ 796.78 Ölbaumspenden..................„381.50 Landspenden...................„ 47.— Summe Kr. 1696.34 1433.42 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow Per., Haus „Rossija". — Publikationsorgan: „Rasswjet", St. Petersburg.) Vom 27. September bis 11. Oktober d. J. eingegangen und in Nr. 42 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................RbL473.88 Selbstbesteuerung................ „ 35.98 Sammelbogen (russische) . . ..... ...... 17.13 Sammelbüchsen.................„ 427.72 Goldenes Buch (Vollzahlungen)*)...........„ 95.— Goldenes Buch (Teilzahlung)............„ 26.— Ölbaumspenden..................„ 178.60 Summe Rbl. 1254.31 2684.22 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Holland: (Adresse: H. Aronowitz, Amsterdam, Ruyschstraat 41. — Publikationsorgan: „De Joodsche Wächter", Amsterdam.) Vom 1.—28. Oktober d. J. eingegangen und in den Nummern 20—22 des „Joodsche Wächter" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................ Hfl. 112.72 Selbstbesteuerung................. „ 30.65 Sammelbüchsen . .................„ 4.42 Ölbaumspenden..................., 86.40 Summe Hfl. 234.19 Jl 395.78 *) Siehe die Rubrik „Eintragungen, ins Goldene Buch", Nr. 3688.

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