Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 40 (7.10.1910)
- Date
- 1910-10-07
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 40 DIEE&ELT 991 Zur Rede Dr. Oppenheimers auf / dem 7 Frankfurter Delegiertentag Infolge einer mißverständlichen Auffassung von Äußerungen des Herrn Dr. Franz Oppenheimer in seiner Rede auf dem Delegiertentage in Frankfurt hat in einigen Blättern eine Polemik begonnen, welche die zionistische Gesinnung Oppenheimers anzweifelt und von diesem Gesichtspunkte aus auch das Projekt der Siedlungsgenossenschaft bekämpft. Wir halten es für nötig,diesesMißverständnisaufzuklären. Dr.Oppenheimer hat allerdings am Schlüsse seiner Rede in der ihm eignen drastischen Weise, wie er es auch schon in der „Welt" und in früheren Reden getan hat, seiner Geringschätzung über den Zionismus derjenigen Leute, die ihn nur im Munde führen, aber schon vor dem kleinsten Opfer an Gut, geschweige denn Blut, zurückschrecken, lebhaften Ausdruck gegeben. Er betonte, daß es, nachdem der Kongreß, die Vertretung des Gesamtzionismus, einmütig die Notwendigkeit seines Projekts anerkannt hatte, die unumgängliche Pflicht eines jeden Zionisten sei, den Plan der Siedlungsgenossenschaft zu unterstützen, und daß er das Recht hätte, den Zionismus der Leute, die erst mit Begeisterung zustimmen, nachher aber, wenn es sich um die Verwirklichung der Idee handelt, sich drücken, für wertlos zu halten. Diese Äußerung wurde in die Version umgedichtet, als ob Dr. Oppenheimer gesagt hätte: „Ich fordere von euch 100 000 J6 zwecks Durchführung meines Projekts, und falls ihr mir diese nicht gebt, so pfeife ich auf den Zionismus." Aus den unzweideutigen Erklärungen, die Dr. Oppenheimer sowohl in Frankfurt wie bei andern Gelegenheiten abgegeben hat, geht jedoch hervor, daß eine derartige Auffassung im schärfsten Gegensatz zu seiner aufrichtigen zionistischen Gesinnung steht. DasHauptbureaudes Jüdischen Nationalfonds in Köln mach! die Gesinnungsgenossen auf die von ihm herausgegebenen Ansichtskarten in verschiedener Ausführung und mit deutscher, hebräischer, französischer und jüdischer Aufschrift aufmerksam. Bisher sind folgende Sujets erschienen: L. Im GolllS (Sterbender Knabe). IL Gedenke des Jüd. Nationalfonds (Mann mit der Büchse). Preis Jt4.— pro 100 Stück, exkl. Porto. Dieselben Sujets in Rot- und Braundruck Jt 3.— pro 100 Stück, exkl. Porto. III. Ölbaumspende Preis JtZ.— pro 100 Stück, exkl. Porto. IV. Wennihrwollt,isteskeinMärchen (Herzlkarte), in drei verschiedenen Farbtönen. Preis Jt 4.— pro 100 Stück, exkl. Porto. Ermäßigter Preis. Einzelne Herzlkarten werden von den Landessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds zum Preise von 10 Pf. pro Stück abgegeben. Soeben erschienen: Max Nordau David Wolffsohn J. H. Kann Prof. Dr. Warburg Dr. J. M. Bodenheimer Johann Kremenezky Prof. Dr. Hermann Schapira Der Verkauf der Ansichtskarten erfolgt nur gegen Voreinsendung des Betrages oder gegen Nachnahme. Bestellungen sind zu richten an die Landessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds oder an den Jüdischen Verlag Köln, Karolingerring 31. Preis pro 100 Stück Jl 4.- (exkl. Porto). Gesinnungsgenossen! Es ist Pflicht eines jeden Zionisten, seine Briefe mit Nationalfondsmarken zu versehen! Verlag: „Die Welt, Verlagsges. m. b. H.", Köln,— Verantwortlicher Redakteur: Dr.Moritz Zobel, Köln. —Druck von M.DuMont Schauberg, Köln.