Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 38 (23.9.1910)
- Date
- 1910-09-23
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE^ELT No. 38 924 Sie sind bei uns erhältlich, und zwar 100 alte N. F.-Marken urn K. 2. —, ein Heft 60 Nordaumarken K. 1.20, ein Heft mit 40 Herzl- Marken um K 2.—. Die herrlichen Telegrammblankette kosten per Stück 50 Heller. Um Voreinsendung des. Betrages nebst Porto wird höfl. ersucht. In den Orten mit N. F.-Verkaufsstellen wende man sich an diese. Sorget dafür, daß die Verkaufsstellen sich rechtzeitig mit neuen Material versehen, das wir indes nur nach Bezahlung alter Lieferungen ausfolgen können. Die Thorapenden für den J. N. F. müssen schon zu Rosch- Haschonoh in allen Gottes- und Bethäusern einsetzen, und verlangt die Dankbarkeit, einen „Jiskor" dem Schöpfer des J. N. F., Dr. Theodor Herzl sei. (Benjamin Sew ben Jakob), zu weihen. Die io Bußetage (Assereth jemei Tschuwah) regen zur Einschränkung gewohnter Genüsse an; das so ersparte Geld gebührt dem J. N. F. Zu Erew-Jomkippur suchen die Juden nach uraltem Brauch vor dem Betreten des Bethauses sich durch Kaarothspenden zu entsühnen. Überall muß einer unserer Vertrauensleute, am besten ein angesehener Bürger, am Platze sein, der bei dieser Tellersammlung die Aufmerksamkeit der Spender auf den N. F. lenkt. Bei uns sind gratis schöne große Formulare erhältlich, die (in Hebräisch und Deutsch oder nur in Hebräisch) zu Kaaroth- und Thoraspenden auffordern. Diese Formulare sind in den Bethäusern oder sonst freisichtbar anzuschlagen und bei den Kaaroth aufzulegen. Zu Sukkoth an den Halbfesttagen (Cholhamoed) hat wie in der ganzen Welt die Büchsenleerung zu erfolgen, und zwar mit der obligaten Kontrolle, und ist der Ertrag mit Posterlagschein samt den nach Büchsennummern geordneten druckreifen Listen sofort an uns abzuliefern, damit der Ausweis einen Vergleich des Erfolges jeden Ortes ermöglicht. Zugleich ist nach dem Verbleib verschollener Büchsen zu fahnden und die Verteilung neuer Büchsen tunlichst zu betreiben. Die Büchsenleerer sollen auch mit Flugblättern, N. F.-Marken und allem andern Sammelmaterial ausgerüstet sein. Flugblätter in Hebräisch, Jüdisch oder Deutsch sind bei uns gratis erhältlich. Um alle diese Agitationsarbeiten rechtzeitig zu organisieren, haben die Ortskommissäre ihre N. F.-Kommission sogleich einzuberufen, sie womöglich durch Heranziehung einflußreicher Personen zu verstärken und jedem seine Aufgabe zuzuweisen. Auch die Mithilfe der Lokalpresse ist anzustreben. Die Einnahmen des N. F. steigen beständig, und beträgt sein Vermögen schon über 2*2 Millionen Kronen. Dabei nähert sich Österreich immer mehr dem ersten Platze. Wir wollen auch diesmal eine Höchstleistung erzielen. Dann aber muß jedermann auf seinem Posten stehen im Dienste der nationalen Idee. Mit herzlichem Zionsgruß Die Landessammelstelle des J. N. F. für Österreich Wien, IX. Türkenstraße 9. Nationalfonds« und Chalukkah-Büchsen Zu diesem Thema ist uns noch folgendes Schreiben zugegangen: „In Nr.35 der „Welt" erschien eine Zuschrift von Herrn Rabbiner Dr. S. Baer unter der Überschrift „Chalukkah und Nationalfonds". Herr Dr. Baer wirft darin die Frage auf: Wie ist es zu erklären, daß das blutarme Gdizien allein nicht viel weniger für die Chalukkah aufgebracht hat, als aus fast allen Ländern der Welt für den Nationalfonds im vergangenen Jahre eingeflossen ist? Ich glaube, diese Frage ist leicht zu beantworten. Die Spender der Chalukkah haben das Bewußtsein, wenn sie ihre Gabe in die Büchse werfen, daß sie mit diesem Gelde zur Erhaltung Hunderter Familien, die in unserm Lande in den ärmlichsten Verhältnissen „al hatorah w'al haawodah", der Pflege der Thora und des Gottesdienstes leben, beitragen; dieses Bewußtsein spornt sie oft an, unserer armen Brüder in Palästina nicht zu vergessen. Bei dem Nationalfonds hingegen wissen 90° o der Spender — ich spreche natürlich von den Nichtzionisten — gar nicht, wofür sie ihr Geld hergeben. Es heißt wohl: Für v-)Nn rfciNü» die „Auslösung-des Bodens", aber es haben noch sehr wenige erfahren, daß man mit dem N. F.-Gelde vielen unserer Brüder in Palästina zu einer Existenz aufgeholfen hat. Meine eigenen Erfahrungen bestätigen die Richtigkeit obiger Angaben. In unserm Städtchen, wo die Ortsgruppe „ Ahabath Zion" bereits seit Beginn der; zionistischen Bewegung existiert, werden die N. F.¬ Büchsen ebenso wie die Chalukkah-Büchsen regelmäßig zweimal im Jahre geleert, außerdem wird auch bei Festlichkeiten für den N. F. gesammelt. Das Resultat ist: N. F. jährlich kaum 100 Kronen, Chalukkah über 2000, sage zweitausend Kronen. Ich bin überzeugt, wenn unsere zionistische Organisation die Probe machen würde, von irgendeinem Kolel 40—50 Familien in Palästina als Ackerbauer anzusiedeln, daß dies in agitatorischer Hinsicht von größter Bedeutung wäre. Und Hunderttausende Kronen würden für den N. F. ebenso einfließen, wie dies bei der Chalukkah der Fall ist. Wenn auch die Kleinkolonisation nicht der allgemeinen zionistischen Tendenz entspricht, so wird doch zugegeben werden, daß vom Standpunkte der Propaganda eine derartige Aktion weit wirksamer wäre als die Tausende begeisteter Vertrauensmänner und ca. *'* hundert zionistischer Zeitungen, von denen Herr Dr. Baer spricht. Hochachtungsvoll und mit Zionsgruß Nagytapolcsäny (Ungarn) Moritz Grausz. * * * Zu den interessanten Ausführungen des Gg. Grausz bemerken wir folgendes: Durch das soeben erschienene Büchsenflugblatt, das jedem Biichseninhaber vor der Leerung zugeschickt werden soll, können sich letztere über die bisherige segensreiche Tätigkeit des N. F. in Palästina genügend informieren. Und was die Ansiedlung von Angehörigen der „Kolelim" als Ackerbauer durch die zionistische Organisation betrifft, so können wir dem Einsender mitteilen, daß die Nf F.-Verwaltung einen diesbezüglichen Vorschlag, der ihr von der Misrachi-Föderation sowie von zwei Jerusalemer Vereinen vorgelegt wurde, auf das wohlwollendste in Erwägung gezogen und sich bereit erklärt hat, die Sache nach Möglichkeit zu fördern. Übrigens wundern wir uns darüber, daß Gg. Grausz nur uns die Aufgabe, den Unterstützten der Chalukkah Existenzen zu verschaffen, auferlegen will, ohne zu betonen, daß doch viel eher jene Institution, die vorläufig noch bedeutend größere fönnahmen hat als der J. N. F., die Verpflichtung hierzu hätte. Es liegt also nur an unsern Vertrauensmännern, die Massen sowohl über das vom N. F. bereits Geleistete wie insbesondere über dessen große Ziele aufzuklären. I__-1 Sammelstelle des Jüdischen Nationaifonds für Österreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 31. August bis 6. September d. J. eingegangen und in Nr. 36 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 52.42 Selbstbesteuerung...............„ 2.59 Sammelbogen ,.................» 55.33 Sammelbüchsen.................„ 18.14 Goldenes Buch (Teilzahlungen).........„ 500.38 Ölbaumspenden...............■ . » 229.50 Summe Kr. 858.36 Jf 725.32 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Ungarn: (Adresse: Dr. L. Dömeny, Budapest V, Arany Jdnos-utcza 33. — Publikationsorgan: „Magyarorszägi Cionista Szervezet", Budapest.) Vom 16. Juli bis 15. August d. J. eingegangen und in Nr. 9 des „Magyarorszägi Cionista Szervezet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 35.45 Sammelbogen..................„ 14.85 Sammelbüchsen.................„ 109.22 Ölbaumspenden................ . „ 21.— Summe Kr. 180.52 Jt 152.54