Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1910-07-29 · 30 (29.7.1910) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
30 (29.7.1910)
Date
1910-07-29
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3315709-3316406-3316436--53528-3347312
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

JUCDISCHCR MATIOMAL-FOHDS )tr Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes u erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Die Bedeutung der Ortsstatistik für den Nationalfonds. - e ziffermäßige Darstellung der Entwicklung und des Wachstums ,s Jüdischen Nationalfonds sowie die Schwankungen in den mmelergebnissen der einzelnen Länder finden ein immer regeres eresse in der zionistischen Öffentlichkeit. Es ist jedoch klar, uns die Statistik nicht nur in exakten Ziffern zeigen soll, was dcht worden ist, sondern auch, was — versäumt wurde. In dem noch sehr entwicklungsfähigen Gebiet der Nationaidsstatistik erscheint die ziffermäßige Darstellung über Eingänge den einzelnen jüdischen Gemeinden von großer Wichtigkeit, st dies eine Aufgabe, der sich alle Sammelstellen des Nationalrnit größtem Eifer und aller nötigen Umsicht widmen sollten, .'inigen Ländern wird ja in dieser Beziehung ausgezeichnet -und Tivoli gearbeitet, und die vorzüglichen Ergebnisse für den N. F. rechen hierfür eine sehr deutliche Sprache. So z. B. hat die ierreichische Sammelstelle eine Ortsstatistik veröffentlicht, die als mustergültig bezeichnet werden muß. Für Deutschland hat vor wei Jahren Gg. Hugo Schachtel in Breslau eine sehr überichtliche Ortsstatistik zusammengestellt, die in der „Jüdischen Rundschau" veröffentlicht war. Auch in Holland wird seit vielen ■ahren eine solche Statistik regelmäßig veröffentlicht, in letzter 'eit vierteljährlich. Die Konsequenzen einer derartigen Ortsstatistik, die mindestens weimai im Jahre durch jede Sammelstelle sowohl im Landesauseisorgan wie auch in der „Welt" veröffentlicht und überdies an Amtliche N. F.-Kommissäre mit dem nötigen Begleitschreiben ver- ■ ndt werden müßte, ergeben sich von selbst. Alle Orte, die in -r Statistik fehlen, müssen sofort mit aller nötigen Energie earbeitet werden. Dadurch kommt schon ein gewisses System er Propaganda-Arbeit der einzelnen Sammelstellen zustande, das icht gering anzuschlagen ist. Die Sammelstellen, welche bereits ine Ortsstatistik führen, werden hierfür gewiß wertvolle Anregungen;eben können. Es dürfte zunächst notwendig sein, diese wichtige rage möglichst ausführlich in der zionistischen Presse zu erörtern. Vorschlag zugunsten des Nationalfonds. Ein Arzt treibt uns: Wir Ärzte bekommen fast jeden Tag Arzneiproben zugeschickt, weniger um Versuche anzustellen, — dazu eignet sich die ^raxis nicht, — als um den Fabrikanten Gelegenheit zu geben, ihre Littel vorzustellen und in Erinnerung zu bringen. Neben minderwertigen Mitteln, die man beiseitelegt, finden sich auch sehr geschätzte und wertvolle. Wir werden sie in erster Linie bei armen Patienten verwenden. Wenn es sich nun aber trifft, daß ein Bemittelter sie brauchen kann? Dafür Zahlung zu nehmen, entspricht nach allgemeiner Auffassung nicht der Würde des ärztlichen Standes. Aber es gibt einen Ausweg. Und der führt zur Nationalfondsbüchse. Auf diese Weise läßt sich manche Mark ergattern. Das erste Nationalfondsflugblatt für Frauen haben wir in den letzten Tagen herausgegeben. Die Schrift wendet sich an die jüdischen Frauen und Mädchen mit der dringenden Aufforderung, nach Kräften zur Vergrößerung des Nationalfonds und damit zur Besserung der Lage unseres Volkes beizutragen. Ferner geben wir darin eine kurze Übersicht über die bisherigen Leistungen unserer Institution und verweisen auf alle Möglichkeiten zur Vermehrung unseres Fonds, die speziell den Frauen zur Verfügung stehen. — Wir bitten alle zionistischen Frauen- und Mädchenvereine, sich mit der Verbreitung des neuen Flugblattes zu befassen und sich an die zuständige Landessammelstelle wegen der Überlassung von Flugblättern zu wenden. Nationalfonds-Ausstellung in Stryj. Die Nationalfondskommission des Einzelvereins „Zion" in Stryj (Galizien) veranstaltete am 17. d. M. eine Ausstellung sämtlicher vom Nationalfonds ausgegebenen Broschüren, Flugblätter, Sammelmittel, Diplome usw. zum Zwecke der weitern Propagierung unserer Institution in den fernerstehenden Kreisen der Einwohnerschaft. Diese Idee können wir nur mit Freuden begrüßen, da sie uns sehr geeignet erscheint, die Verbreitung des N. F. in größern jüdischen Kreisen zu bewirken. Personalnachricht. Unser Gesinnungsgenosse Herr L. Rosenberg in Essen-West, der sich durch besonders günstige Ergebnisse seiner Nationalfondssammlungen seit längerer Zeit um unsere Institution sehr verdient gemacht hat, feierte am 27. d. M. seinen 50. Geburtstag. Wir sprechen dem Jubilar auf diesem Wege unsere herzlichen Glückwünsche aus. Herr Gg. W. Brenner, Wien IL, Afrikanergasse 2, stellt ev. Reflektanten folgende Jahrgänge der „Welt" zugunsten des N. F. zur Verfügung: Jahrgang 1901 (ohne Nr. 14), 1902, 1903 (ohne Nr. 35 und 47), 1904,1905 (ohne Nr. 31), 1906, 1907 (ohne Nr. 15 und 35), 1908 (ohne Nr. 27), 1909 (ohne Nr. 22).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.