Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 26 (1.7.1910)
- Date
- 1910-07-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 26 DIE3§£ELT 647 JUeDISCHCR MATIOMAL-FOHDS Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund >ind Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes su erwerbe». Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Aus Südafrika erhalten wir folgenden Bericht: Eine zahlreich besuchte Versammlung fand in Johannesburg in der Zionist Hall, Commissioner Street statt zum Zwecke der offiziellen Gründung des „KönigEduard-Ölbaum-Denkmal-Fonds". Es wurde vorgeschlagen, Ölbäume im heiligen Lande als ein dauerndes Denkmal jüdischer Dankbarkeit und Achtung auf den Namen des Friedenskönigs Eduard zu pflanzen. Die daraus erzielten Einnahmen sollen zur Unterstützung von Krankenhäusern in Palästina verwandt werden. Der Präsident teilte mit, daß die Versammlung einberufen worden sei, um den am 8. Mai gefaßten diesbezüglichen Beschluß zur Ausführung zu bringen. Das jüdische Volk könnte nicht genug tun, um dem verewigten König seine Dankbarkeit zu bezeigen, der vielleicht in dem letzten 2000 Jahren sein einziger treuer Freund unter den mächtigen Herrschern der Erde war. Als ein Zeichen der Liebe und Treue, als^ ein Denkmal, welches von Generation zu Generation dauern soll, sei von den südafrikanischen Zionisten beschlossen worden, die Wiederaufforstung Palästinas zu fördern, indem Ölbäume auf seinen Namen gepflanzt werden sollen auf dem einzigen Platz der Welt, welcher dem jüdischen Volke in der Vergangenheit gehörte und welcher ihm durch die heilige Schrift für die Zukunft verheißen wurde. Das Interesse des verewigten Königs an Palästina, an seiner leidenden Menschheit, an seinen Krankenhäusern und an der Erziehung seiner Jugend war wohl bekannt; deshalb sollen die Einnahmen aus den Ölbaumpflanzungen zu diesen Zwecken verwandt werden, als eine Ehrung der Juden für den edelsten König, dessen Tod bei jedem Juden in allen Ländern der Welt eine persönliche Trauer hervorgerufen hat. Nach einer von Mr. Lennox Loewe gegebenen ausführlichen Beschreibung des Ölbaums und seiner großen Bedeutung für Palästina wandte sich Mr. Benzion S. Hersh, der Ehrensekretär des Fonds, in jüdischer Sprache an die Versammlung. Nachdem noch mehrere andere Redner für die geplante Ehrung gesprochen hatten, faßte die Versammlung folgenden Beschluß: Die Ölbaumpflanzung wird den Namen seiner verewigten Majestät tragen; die Erträge sollen für jüdische Erziehungsinstitute in Palästina verwandt werden. Die Idee der Ölbaumpflanzung erscheint uns als einzig würdige Stiftung auf den Namen des verewigten Königs, der allgemein als Schutzherr des Friedens, als ein Freund der jüdischen Nation und ihres alten Heimatlandes bekannt war. Der Fonds, für welchen die zionistischen Vereine in der ganzen Welt arbeiten wollen, soll die Anpflanzung von 50000 Ölbäumen in Palästina ermöglichen. Eine sofort eingeleitete Sammlung ergab einen Betrag für Pflanzung von 2irka 200 Bäumen. Die schöne erfolgreiche Versammlung schloß mit dem Gesang „God save the King" und der zionistischen Hymne „Hatikwah". Die geplante Stiftung der Südafrikanischen Federation zum ewigen Andenken König Eduards dürfte auch eine erwünschte Anregung für die Juden aller britischen Länder enthalten. Sie alle sollten ihre gesamten Kräfte aufbieten, um dem verewigten König ein mächtiges Denkmal zu errichten, das seinem Andenken geweiht ist und ihr eigenes Werk im Lande Israels fördert. SPENDENAUSWEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlottenburg, Sybelstraße 50.-, Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 1.—31. Mai d. J. eingegangen und in den Nummern 18—21 der „Jüdischen Rundschau" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............664.85 Selbstbesteuerung...............„ 148.75 Sammelb ogen..................„ 88.40 Sammelbüchsen.................„ 495.26 Goldenes Buch (Teilzahlungen) . •.....,..„ 607.06 Ölbaumspenden.................n 1466.— Summe Jt 3470.32 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow Per., Haus„Rossija".—Publikationsorgan: „Rasswjet", St.Petersburg.) Vom 17.—24. Mai d. J. eingegangen und in Nr. 23 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Rbl.398.81 Selbstbesteuerung............... „ 59.20 Sammeibogen (russische)............. „ 78.23 Sammelbüchsen............... „ 414.24 Goldenes Buch f Vollzahlung)*).......... „ 100.— Goldenes Buch (Teilzahlung)........... „ 10.61 Ölbaumspenden......,.........._. „ 179.23 Summe Rbl. 1240.32 2654.28 Dänemark: (Adr. J. Nachemsohn, Kopenhagen, Ostergade 15.) Allgemeine Spenden: Von einem aufgelösten Arbeiterkolonistenverein in Kopenhagen Kr. 10.—, Dr. Louis Frankel 5.—, Joseph Nachemsohn 5.—, zusammen.........Kr. 20.—=^ 22.11 *) Siehe die Rubrik „Eintragungen ins Goldene Buch", Nr. 3525.