Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 9 (4.3.1910)
- Date
- 1910-03-04
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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200 DlEIöXELT No. 9 No. JU6DISCH6R PlATIOnAL- FOMDS Der Jüdische Nationalfonds ist dam bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes su erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von nahezu 2 Millionen Mark erreicht. * MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Statistische Tabelle der im Monat Februar 1910 eingegangenen Spenden für den Jüdischen Nationalfonds Land Allgemeine Spenden Jl Selbstbesteuerung zM Sammelbogen jH, Sammelbüchsen « tM Goldenes Buch jft Ölbaumspenden t4t Nationalfondsmarken dt Telegrammblankette Jt Summe rJt 387.60 — — 254.15 204.— 128.52 — — 914,21 Belgien........ 285.33 12.56 — 3.05 13.37 — — — 314.31 169.40 . 119.14 608.— — 896.54 245.74 — 256.51 1251.- 277.31 — - | 2 030.56 2194.68 377.30 181.92 1593.62 2345.63 j 5912.60 37.— 5.20 12 647.95 England........ 393.31 — — 88.06 24.48 10.88 10.20 526.93 Frankreich....... 84.51 16.20 8.10 - 18.23 40.32 12.15 179.51 Holland .'....... 188.76 16.90 - 22.88 — 68.45 - — 296.99 Italien......... — 8.— — — — ~~ 8.— Nordamerika...... 1100.96 — — 982.83 3127.50 2035.21 414.12 8.34 7 668.96 (Österreich ...... 151.04 98.18 26.- 109.73 1349.97 901.36 — — 2 636.28 — — — — — 17.85 2.79 — 20.64 Kroatien-Slavon.-Bosnien — ~~ — — — -.55 i - —.55 Rumänien....... — — — — — [ 282.— — — 282.— Rußland........ 1607.14 12.54 169.79 1134.98 528.32 887.89 556.40 4 897.06 Serbien........ — _____ — — .............. 202.50 — — — , 202.50 Summe Ji 6808.47 525.48 393.91 4573.05 9022.29 j 11 161.90 1062.06 35.89 33 583.05 Erlös für Postwertzeichen.............................................Jt 66.50 Gesamtsumme......^ 33 649.55 Anregungen i. Herr Gg. JochananThau in Banjaluka (Bosnien) schreibt uns: „. . . Da wir immer bedacht sein müssen, dem J. N. F. bei voller Ausnützung der bestehenden Sammelmittel neue Einnahmequellen zu erschließen, schlage ich vor: Alle jüdischen Verlagsbuchhandlungen etc. bekleben ihre sämtlichen Bücher, Broschüren usw. mit je einer Herzl-, bzw. bei ganz billigen Büchern mit einer Nordau- Marke und schlagen den Preis um die wenigen Pfennige auf. Ich bin überzeugt, daß die Käufer gerne den Aufschlag bezahlen werden. Für den Verleger entstehen keine Kosten, und der J. N. F. hat eine neue Einnahme. Wenn die moderne Zeit eine Besteuerung der literarischen Erzeugnisse auch nicht gutheißen mag, diese Art der Besteuerung wird gewiß nicht Anstoß erregen." II. Herr Gg. Alfred Spitz in Gaya (Mähren) regt die Einführung einer zionistischen Weltkorrespondenz zugunsten des J. N. F. an. In weiten gesinnungsgenössischen Kreisen bestehe vielfach der Wunsch, mit Zionisten anderer Länder in anregenden Briefwechsel über zionistische und allgemein jüdische Fragen zu treten. Eine Zentralstelle könnte nun Anmeldungen zu einem'solchen Briefwechsel entgegennehmen, die Adressen der betreffenden Gesinnungsgenossen sammeln und periodisch ein Verzeichnis an sämtliche Teilnehmer versenden. Für die Korrespondenz, die auf Grund dieser Einrichtung geführt würde, wäre dann eine eigene Nationalfondsmarke zu schaffen, und sollten die Korrespondenten veranlaßt werden, nur diejenigen Briefe zu beantworten, die mit einer solchen N. F.-Marke versehen sind. Eine derartige Weltkorrespondenz wäre auch zionistischen Kaufleuten, die oft geschäftliche Auskünfte in fernen Ländern einzuholen haben, sicherlich willkommen. In der gleichen Angelegenheit erhielten wir auch noch von einem andern Gesinnungsgenossen, J. H. in Tarnopol, eine Zuschrift, in der uns derselbe auf die Vereinigung „Globus" für internationale Korrespondenz und auf den von derselben herausgegebenen Internationalen Postkarten-Kurier aufmerksam macht Ähnliches