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Die Welt · 1910-01-21 · 3 (21.1.1910) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
3 (21.1.1910)
Date
1910-01-21
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Kindersammlungen an Purim Schon oft wurde die Verwaltung des Jüdischen Nationalfoiids, insbesondere auch von dem verehrten Gesinnungsgenossen Hugo Schachtel, Breslau, darauf aufmerksam gemacht, daß eine Reihe von Institutionen, vorzüglich in Deutschland, Sammlungen durch Kinder mit großem Erfolg betreiben. Zu diesem Zwecke bedienen sie sich eigener Flugblätter und verabreichen jenen Kindern, welche sich bei den Sammlungen auszeichnen, ein Geschenk. Ihrem Beispiele folgend, beabsichtigt das Hauptbureali des Jüdischen Nationalfonds die Kindersammwie als Brosche usw. benutzt werden. Die Münze, deren Original auf unserer Ausstellung in Hamburg gleichfalls allgemeinen Beifall gefunden hat, wird den Kindern gewiß große Freude machen und sie zu eifriger Tätigkeit für den Jüdischen Nationalfonds anspornen. Die Kindersammlungen sind etwa in der Art zu organisieren, daß die lokalen N-ationalfondskommissionen sich mit speziellen Zirkularen an die Kinder wenden und dieselben unter Hinweis auf das beizulegende Flugblatt auffordern, für den Jüdischen Nationalfonds 7M sammeln. Das Hauptbureau hat davon Abstand gelungen, die übrigens für den J. N. F. an manchen Orten bereits eingeführt sind, planmäßig ins Werk zu setzen. Als nächster Termin für diese Sammlungen ist das bevorstehende Purinifest in Aussicht genommen worden. Zu diesem Behufe ist bereite ein eignes Kinderflugblatt zunächst in deutscher Sprache herausgegeben worden, welches auf der J. N. F.-Ausstellung in Hamburg den Beifall aller Nationalfondskommissäre gefunden hat. Englische sowie hebräische und französische Übersetzungen dieses Flugblattes sind in Vorbereitung. Gleichzeitig haben wir von unserm Gesinnungsgenossen S. Roukhomovsky in Paris die oben abgebildete Münze herstellen lassen. Diese Münzen sollen seitens der Landessammelstellen an Kinder verteilt werden, die mindestens 10 iWark für den Nationalfonds aufgebracht haben. Sie sind mit einem Ringelchen versehen und können sowohl als Uhranhängsel nomnien, für diese Sammlungen spezielle Sammellisten herauszugeben, da diese ja doch nur schwer kontrolliert werden könnten. Es 'soll vielmehr den Kindern überlassen bleiben, mit einer Sparbüchse oder mit ihrem Portemonnaie zu sammeln. Eventuell können auch den Kindern von den lokalen N. F.-Kommissionen Sammelbüchsen zur Verfügung gestellt werden, welche jedoch nach Purim zurückgegeben werden müßten, falls nicht die Eltern der Kinder die Büchse für ihr Haus behalten wollen. In Anbetracht dessen, daß das Purimfest nahe bevorsteht, wäre es sehr erwünscht, wenn schon jetzt alles für diese Sammlungen vorbereitet würde und sich insbesondere die lokalen Nationalfondskommissäre ohne Verzug an ihre Sammelstellen um Zusendung der Flugblätter wenden würden, damit diese wiederum in der Lage sind, der Zentralverwaltung ihren genauen Bedarf aufzugeben. Zur Frage der Selbstbesteuerung Mit Bezug auf den in der letzten Nummer der Welt veröffentlichten Aufsatz über „Lebensversicherungenzu Gunsten des Jüdischen Nationalfoiids" haben wir Herrn Leopold Singer in einem Briefe die Befürchtung ausgedrückt, daß dem Jüdischen Nationalfonds, wenn er als Kontrahent in die abzuschließenden Versicherungspolicen eingetragen würde, Verpflichtungen erwachsen könnten. Herr Singer erkannte in seiner eben eingelaufenen Antwort diese Befürchtung: an und schlägt nunmehr vor, daß bei den eventuellen Versicherungen die Landessammelstelle, welche den Vertrag' vermittelt, als Kontrahent, der Jüdische Nationalfonds Ltd., London, dagegen als Begünstigter einzusetzen wäre. Ferner bemerkt Herr Singer bezüglich der Möglichkeit, eine Kapitalisierung der eingezahlten Prämien durch ein Sonderabkommen mit den Versicherungsgesellschaften schon vor der üblichen Frist von drei Jahren durchzusetzen, daß dies seiner Meinung nach ganz und gar ausgeschlossen sei. Es fehlte hierzu der Versicherungsanstalt, welche es auch immer sei, jede Basis. Die Jahresprämie betrage z. B. bei einer Prämiensumme von Kr. 500.—

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