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Die Welt · 1909-12-17 · 51 (17.12.1909) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
51 (17.12.1909)
Date
1909-12-17
Page
– (sequence 20)
Language
German
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J^X( JU€DISCH€R MATIQrlÄl^FOHDS)f^| Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina G-rund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes eu erwerben. Vom V. Zionistenhongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von nahezu 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBÜREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Gesinnungsgenossen! HP Verwendet zur Begrüßung des bevorstehenden Zionistenkongresses ausschließlich die Telegrammblankette des Jüdischen Nationalfonds! Die Konferenz der Nationalfondskommissäre im Anschluß an den IX. Zionistenkongreß findet Montag den 27. Dezember, um 9 Uhr abends, in Hamburg in den Räumen des Kongreßgebäudes statt. Das Lokal wird in geeigneter Weise durch Anschlag bekanntgegeben werden. . Zur Teilnahme an der Konferenz sind die Leiter und Mitglieder der Landessammelstellen, sowie die Distrikts- und Ortskommissäre des J. N. F. berechtigt. Wir bitten daher die Nationalfondskommissäre, die dem Kongreß als Delegierte oder Gäste beiwohnen werden und an der Nationalfondskonferenz teilzunehmen wünschen, uns hiervon gefl. ehestens Mitteilung zu machen, damit wir über die Anzahl der Konferenzteilnehmer einigermaßen informiert sind. Eine Nationalfondsausstellung auf dem IX. Kongreß Gelegentlich des IX. Zionistenkongresses wird das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds im Kongreßgebäude in Hamburg eine Nationalfondsausstellung veranstalten, in welcher außer dem Goldenen Buche, verschiedenen graphischen Darstellungen der Eingänge des Nationalfonds usw. auch Photographien unserer paläs tinensischen Besitzungen und Kartenskizzen derselben zur Schau gestellt sein werden. Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer Freunde auf diese Ausstellung, über die durch Anschlag im Kongreßgebäude noch Näheres bekanntgegeben werden wird. Wir erhielten folgende Zuschrift: Konstanz, den 10. Dezember 1909. An das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Ich lese soeben in der „Welt" von dem Aufruf ungarischer Akademiker zur Anschaffung von Nationalfondsbüchsen für ihr Sprechzimmer. Seit etwa drei Monaten befolge ich diesen Vorschlag. Ich pflege in solchen Fällen, wo ich aus Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse meiner Patienten kein Honorar berechnen mag, oder für irgendwelche ärztliche Ratschläge allgemeiner Natur, auf meine Nationalfondsbüchse hinzuweisen. Der Patient wird auf diese Weise von dem für ihn unangenehmen Gefühl des „Verpflichtetseins" entbunden und der Arzt ebenfalls von dem nicht minder unangenehmen Empfinden, für Ratschläge, die mehr einen sozialhygienischen oder freundschaftlichen Charakter haben, sich durch Geld entschädigen zu lassen. Meine Patienten gehen gerne auf diesen Vorschlag ein. Gleichzeitig benütze ich diese Gelegenheit, meinen Klienten über das Wesen der jüdischen Volksbewegung Aufklärung zu geben. Ich glaube, daß es auch in andern Ländern*nur eines Hinweises bedarf, um diese für beide Teile gleich angenehme Einrichtung weiter einzubürgern. Mit Zionsgruß Dr. Gustav Meinrath Spezialarzt für Kinderkrankheiten.

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