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Die Welt · 1909-06-18 · 25 (18.6.1909) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
25 (18.6.1909)
Date
1909-06-18
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Schlüsse. 1. Die Eingänge für die zionistische Bewegung in Rumänien steigen fortwährend. 2. Die größte Steigerung ist beim Nationalfonds inkl. Ölbaumspenden zu konstatieren. 3. Die Beiträge der rumänischen Juden für die zionistische Bewegung sind, obwohl sie fortwährend steigen, noch immer nicht von großer Bedeutung. 4. Viele Ortschaften leisten lächerlich geringe Beiträge, so daß es klar ist, daß man bei einiger Mühe die Eingänge verzehnfachen könnte. Das Komitee der rumänischen Federation ist fest überzeugt, daß die obige Tabelle den Zionisten des Landes wertvolles Material und einen starken Ansporn für ihre weitere Tätigkeit bieten wird. Eine Nationalfondswoche Wie uns die Federation of American Zionists mitteilt, beabsichtigt sie, die dem 9. Ab (27. Juli d. J.) vorangehende Woche als Nationalfondswoche zu bestimmen, in der im ganzen Gebiete der nordamerikanischen Union spezielle Sammlungen zugunsten des N. F. veranstaltet und insbesondere eine rege Agitation für d en Absatz der N. F.-Marken entfaltet werden soll. Wir sind überzeugt, daß die Gesinnungsgenossen in allen Ländern mit Freuden diese großzügige Idee unserer amerikanischen Freunde aufgreifen werden, und daß demnach die Institution der Nationalfondswoche sich als eine dauernde Einrichtung in den weitesten zionistischen Kreisen einbürgern wird. Am 9. Ab wird ohnedies seit Jahren in zahlreichen Orten Rußlands, Österreichs usw. in den Synagogen und Bethäusern seitens unserer Gesinnungsgenossen für den Nationalfonds gesammelt und dadurch sinnfällig zum Ausdruck gebracht, daß uns Zionisten der Jahrestag der Zerstörung Jerusalems nicht bloß ein Anlaß zu Klage und Gebet sein soll, sondern eine ernste Mahnung zur Arbeit für die Wiederaufrichtung unseres Volkes im Lande der Väter. — Es ist auch wiederholt angeregt worden, daß die frommen Gesinnungsgenossen, die sich in den ersten 9 Tagen des Ab des Fleisch- und Weingenusses enthalten, die auf diese Weise ersparten Geldbeträge dem Jüdischen Nationalfonds widmen. Alle diese und ähnliche Anregungen könnten im Rahmen der Nationalfondswoche verwirklicht werden, für die seitens der Landessammelstelle ein genaues, den örtlichen Verhältnissen angepaßtes Aktionsprogramm zu entwerfen wäre. Wir empfehlen daher den Sammelstellen und N. F.-Kommissionen nochmals, dem Beispiel der amerikanischen Federation zu folgen und bereits in diesem Jahre aus Anlaß der Tratiertage des Ab eine Nationalfondswoche zu veranstalten. Wir haben zu diesem Zwecke von nnserm Flugblatt Nr. 3 („Zum 9. Ab") eine Neuauflage herstellen lassen, die gegen Erstattung der Portokosten von den Landessammelstellen des J. N. F. zu beziehen ist. Auch haben wir dieses Flugblatt soeben in englischer Übersetzung herausgegeben und den Sammelstellen in den Ländern englischer Zunge zur Verfügung gestellt. DieneueNordaurnarke des Jüdischen Nationalfonds Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds hat an sämtliche Landessammelstellen folgendes Zirkular versandt: Köln, 4. Juni IW. Sehr geehrte Herren Gesinnungsgenossen! Wie Ihnen aus der „Welt" und andern Blättern bekannt ist, wurden zu Max Nordaus 60. Geburtstage verschiedene Ehrungen geplant. Das Direktorium d es Jüdisch en Nationalfonds hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, aus diesem Anlaß eine Nordaumarke zu schaffen, deren Erträgnis dem Nationalfonds zufließen soll. Herr Dr. Nordau hat von allen ihm zugedachten Ehrungen als warmer Anhänger des Nationalfonds dem Plane der Nordaumarke den Vorzug gegeben. Es wurde beschlossen, die Nordaumarke in Heftchen ä 60 Stück zu folgenden Preisen zum Verkaufe zu bringen: Für Deutschland............Ji \.— „ Österreich.............Kr. 1.20 „ die Länder der Frankenwährung ... Fr. 1.25 „ Rußland..............50 Kopeken „ Amerika..............25 Cents „ England und die englischen Kolonien . 1 sh. In der Anlage beehren wir uns, Ihnen die Probedrucke der Nordaumarke zu übermitteln, deren Ausführung sicherlich Ihren Beifall finden wird. Der 60. Geburtstag Max Nordaus (29. Juli) fällt in die Woche des 9. Ab (27. Juli), wo alljährlich ohnedies in allen Ländern eine lebhafte Agitation für den Nationalfonds entfaltet wird, und es soll deshalb alles aufgeboten werden, um in dieser Woche einen Massenabsatz der Nordaumarken zu erzielen und auf diese Weise die Ehrung Nordaus zu einer möglichst imposanten zu gestalten. Wir möchten Sie demnach höflichst bitten, schon jetzt alle Vorbereitungen hierfür zu treffen und uns rechtzeitig Ihre Bestellungen aufzugeben, damit alle Nationalfondskommissäre mit einem entsprechenden Vorrat versehen sind. Wir sind überzeugt, daß alle Zionisten und selbst Nichtzionisten bei einer entsprechenden Propaganda mit Freuden dazu beitragen werden, daß das Erträgnis der Nordaumarke ein recht hohes werde, um auf diese Weise einen Teil ihrer Dankesschuld an den großen Juden und Schriftsteller Max Nordau abzustatten. Wir sehen Ihrer freundlichen umgehenden Rückäußerung entgegen und empfehlen uns mit vorzüglicher Hochachtung und Zionsgruß! Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds. Im Anschluß an obiges Rundschreiben bringen wir hierdurch zur Kenntnis, daß die Herstellung der neuen Nordaumarken in kürzester Zeit beendet sein wird. Die Marke gelangt voraussichtlich am 1. Juli d. J. zur Ausgabe, und empfiehlt es sich, Bestellungen unter Voreinsendung des Betrages schon jetzt der zuständigen Landessammeisteile aufzugeben. Die Landessammelstellen werden höflichst ersucht, den Gegenwert für die zu bestellenden Nordaumarken an die Jüdische Kolonialbank, nicht aber an das Kölner Hauptbureau zu senden. Mit Rücksicht auf den billigen Preis der Nordaumarke gelangt dieselbe ausschließlich in ganzen Heftchen k 60 Stück zum Verkaufe. Wiederverkauf einzelner Marken ist nicht zulässig. Personalnachricht Herr MaTr Behmoiram, T. Bazardjik, Sohn des Herrn Jomtov Behmoiram, Leiters unserer bulgarischen Landessammelstelle, hat sich am 13. d. M. mit Frl. Sarah Saranga, Tochter des Herrn Chemtov Saranga in T. Bazardjik, vermählt. Wir sprechen den Neuvermählten und deren Angehörigen unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Die in der vorigen Nummer der „Welt" angekündigte Gouvernementstatistik der russischen Sammelstelle mußte wegen Raummangels für die nächste Nummer zurück* bleiben.

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