Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 27 (2.7.1909)
- Date
- 1909-07-02
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Von den einzelnen Sammelmitteln stehen noch immer die allgemeinen Spenden an erster, die Qolden- Buch-Eintragungeu an zweiter und die Büchsensammlungen an dritter Stelle. Wir sind überzeugt däß diese Reihenfolge mit der Zeit eine Änderung zugunsten der Büchsensammlungen erfahren wird, welche erfreulicherweise in zahlreichen Ländern einen immer größern Umfang annehmen. Durch Einführung regelmäßiger Leerungen in bestimmten Zeitabschnitten, durch eine genaue Kontrolle der Verteilung und Leerung, überhaupt durch eine planmäßige, auf alle Einzelheiten sich erstreckende Organisation wird diese Spendenart sicherlich zur ergiebigsten Einnahmequelle des J. N. F. werden. Der Ertrag der Nationalfondsmarken wächst konstant, kann aber noch lange nicht als befriedigend angesehen werden. In jüngster' Zeit sind uns wieder größere Bestellungen aufgegeben und von verschiedenen Sammelstellen die Abführung beträchtlicher Summen aus dem Erlös der N.-F.-Marken angekündigt worden. Es steht demnach zu erwarten, daß die nächsten Monatstabellen in der Rubrik „Nationalfondsmarken" höhere Beträge aufweisen werden, zumal da die Ausgabe der neuen Nordaumarke bevorsteht und die meisten Landessammelstellen uns eine großzügige Agitation für den Absatz dieser Marke in der Nationalfondswoche (25.—31. Juli d. J.) in Aussicht gestellt haben. In der nächsten Nummer der „Welt" werden wir eine statistische Tabelle der N.-F.-Eingänge im zweiten Vierteljahr und ersten Halbjahr 1909 veröffentlichen und bei dieser Gelegenheit wohl auch noch auf einzelne Ziffern der vorliegenden Monatstabelle zurückkommen. Unter der Spitzmarke „Wem gebührt die Priorität der nationalen Schutzmarke?44 schreibt die „Internationale Sa mm lerzeitung" in ihrer Nr. 8, Seite 125: „.. . Wir legen Wert darauf, festzustellen, daß die Priorität für die nationale Schutzmarke den Juden gebührt. Schon am V. Zionistenkongreß zu Basel im Dezember 1901, der die Schaffung des »Jüdischen Nationalfonds« zur Erwerbung palästinensischen Bodens in das unveräußerliche Eigentum des jüdischen Volkes beschloß, wurden provisorische Nationalfondsmarken ausgegeben. Im April 1902 erschien dann die endgültige Ausgabe der Nationalfondsmarken, die den Schild Davids mit der Inschrift »Zion« tragen. Die Ausgaben für die einzelnen Länder sind nur durch den Aufdruck auf den Talon, ohne den die zehn in einer Reihe befindlichen Marken nicht weiterverkauft werden dürfen, unterschieden. O.-U. z. B. bedeutet Österreich- Ungarn. Jede Markenreihe führt in Wasserzeichen den hebräischen Namen des Jüdischen Nationalfonds: »Keren Kajemeth Lejisroel«. Von diesen beiden Markenausgaben wurden bis zu Ende 1908 für mehr als 300000 Jt Marken in der ganzen Welt verkauft, das sind also, den Wert der österreichischen Marke ä 2 Heller zur Grundlage genommen, über \S Millionen Marken. Im April 1908 wurden Heftchen nach Muster der österreichischen und Schweizer Post mit je 40 Marken eines höhern Wertes, für Österreich zu 5 Heller, ediert. Diese Marke, welche für jedes Land eine andere Farbe hat, stellt Dr. Theodor Herzl, den verstorbenen Führer der zionistischen Partei, von der Baseler Rheinbrücke zur Zionsburg aufblickend, dar. Oben steht der hebräische Name des Nationalfonds, unten das von Herzl zitierte Propheten wort: »Wenn ich dein vergesse, Jerusalem, verdorre meine Rechte!«" Zur gefh Beachtung! Hierdurch bringen wir den Gesinnungsgenossen zur Kenntnis, daß die Frist, die wir den Sammelstellen für den Umtausch ihrer alten Markenbestände gegen neue Herzlmarken gestellt haben, am 1. Juli d. J. abgelaufen ist. Ein Umtausch alter Marken findet demnach nicht mehr statt. SPENDEN AUS WEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Osterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 7. bis 14. v. M. eingegangen und in Nr. 25 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 126.96 Selbstbesteuerung...............„ 48.51 Sammelbogen..................„ 176.76 Büchsen...................• 253X17 Summe Kr. 605.30 Jt 514.50 Für Rechnung des „Wschöd", Lemberg*): AllgemeinelSpenden.........Kr. 35.18 Jt 29.91 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Rußland: (Adresse: Dr. E. W. Tschlenow, Moskau, Mjasnitzkaja, Juschkow Per., Haus „Rossija".—Publikationsorgan: „Rasswjet", St. Petersburg.) Vom 25. Mai bis 1. Juni a. St. eingegangen und in Nr. 23 des „Rasswjet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Rbl. 90.04 Selbstbesteuerung...............„ 17.04 Sammelbogen (russische).............„ 19.62 Büchsen.....................„ 187.51 Goldenes Buch (Vollzahlung)**)..........„ 95.— Goldenes Buch (Teilzahlungen)........._._ »__31.88 Summe Rbl. 441.09 Jt 952.76 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Belgien: (Adresse: Oscar Fischer, 4 Rue Rembrandt, Antwerpen. — Publikationsorgan: „Hatikwah", Antwerpen.) Vom 25. April bis 25. Mai d. J. eingegangen und in Nr. 5 der „Hatikwah" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden.............Frcs. 55.90 Selbstbesteuerung............... „ 26.08 Sammelbogen................. „ 53.10 Goldenes Buch (Teilzahlungen)......... „ 95. — Summe Frcs. 230.08 Jt 186.37 England: Allgemeine Spenden: London: Per „Zion" N. F. Committee for London £ 0.8.9 Jt 8.93 Büchsen: Leeds: Per Mr. H. Feldman, collected per Boxes by the following members of the Bnei Zion at the Territorialist meeting on Sunday June 13th: Lerner & Epstein 0.3.8, Mr. Laikin 0.2.8 V2, J. Cohen 0.0.7 V2, abz. Porto usw. 0.0.3, zus.................£ 0.6.9 Jt 6.89 Golden es Buch: Swansea: Durch Herrn H. J. Sandheim von der Swansea Zionist Society, Golden Book a. C. Dr. Max Nordau £ 5.— Jt 102.— *) Abschlagzahlung für seinerzeit in obiger Zeitung ausgewiesene Nationalfondsspenden. **) Siehe die Rubrik »Eintragungen ins Goldene Buch«, Nr. 3091.