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Die Welt · 1909-07-02 · 27 (2.7.1909) · page 15

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
27 (2.7.1909)
Date
1909-07-02
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No.M. DIE^BLT Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, palästinensischen Boden als G-esamteigentum des jüdischen Volkes zu eriuerben imä auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom V. ZionistenJcongreß im''Jähre 1901 gestiftet, besitzt er gegenwärtig' ein Vermögen von. annähernd -1}\2 Millionm Marh. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Eine Schenkung von 30000 Mark für den Jüdischen Nationalfonds Wir sind; in der angenehmen Lage, den Gesinnungsgenossen und allen Freunden unserer Institution eine sehr erfreuliche Mitteilung zu machen. Auf Veranlassung des verdienstvollen Direktors des J. N. F. und Leiters der russischen Sammelstelle, Herrn Dr. E. W. Tschlenöw in Moskau, hat sich dieser Tage eine hochherzige Dame aus Odessa, Frau Rebekka Isaakowna Klur, beim Vorsitzenden des Direktoriums, Herrn Dr. Bodenheim er in Köln, eingefunden und demselben eine Speiide für den Nationalfonds im Betrage von 30000 J6 persönlich übergeben. Zwischen der Spenderin und Herrn Dr. Tschlenöw als Bevollmächtigtem des Direktoriums wurden bereits seit längerer Zeit Verhandlungen wegen der Bedingungen dieser Schenkung geführt, deren Ergebnisse nunmehr in einer Schenkungsurkunde niedergelegt sind. Die wichtigsten Bestimmungen dieser Urkunde sind die folgenden: 1. Der Jüdische Nationalfonds deponiert den von Frau Klur gespendeten Betrag in Pfandbriefen sicherer Hypothekenbanken oder mündelsicheren' Staatspapieren und verwaltet das Kapital und zwei Drittel seines Zinsertrages bis zum Ablauf von 500 Jahren als festes Depot. Ein Drittel des Zinsertrages kann schon jetzt für die Zwecke des Jüdischen Nationalfonds verwendet werden.;.''-; \ ■ i " 2. Nädh Ablauf von 500 Jahren ist der Jüdische Nationalfonds berechtigt, das ganze Kapital mit -allen äng^w&cihseneri Zinsen gemäß seinen Statuten im Namen der Scheiikgeberin für seine Zwecke zu verwenden. Falls jedoch der Zweck des Jüdischen Nationalfönds durch Ai^OTduhg :ein^s größern Kapitals erzielt werden kannf, oxfef %eüö aus irgendwelchen Gründen zu befürclitenist,; daß das Depot,für die Zwecke des Nationalf onds wäre, falls es nicht sofort in äie frej£ Verfügungsgewalt des J. N. F. gelangt, ist die Q&ii^aM Jüdischen Natioöalfonds berechtigt, sobald zwei Drittel derselbe.a e$:Ito-riotwendig halten, auch vor Abtauf der-Pr;is.t .von 500 Jahren jederzeit über die Schenkung gemäß den Statuten der Genossenschaft., im Natnern;■> der Frau Rebekka isaakowna Klufr frei zu verfügen. 3. Das geschenkte Kapital soll zur ewigen Erinnerung an die Spenderin und ihren verewigten Gemahl, Herrn Aron Gregorewitsch Klur, dienen. Die edle Spenderin hat durch diese großzügige Stiftung ihren Namen dauernd mit der hohen Institution des Jüdischen Nationalfonds und mit der Zukunft unseres Volkes auf dem Boden der Urheimat verknüpft und kann der Dankbarkeit aller national gesinnten Juden und aller Freunde Zions versichert sein. Die Kommission des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland hat "an die deutschen Nationalfondskommissäre folgendes Rundschreiben versandt: Charlotten bürg, den 23. Juni 1909. Bleibtreustr. 49. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds , hat auf Anregung einiger hervorragender Gesinnungsgenossen und Organisationen beschlossen, die Woche vom 25. bis 31. Juli, in die der 9. Ab (27. Juli) und der Geburtstag Dr. Max Nordaus (29. Juli) fällt, als Nationalfondswoche festzusetzen. Wir bitten Sie daher, in dieser Wocbe besonders eifrig für den Jüdischen Nationalfonds zu arbeiten und alle Spenden als Gratulationen zum 60. Geburtstag von Dr. Max Nord au zu verwenden. Ganz besonders bitten wir Sie, in dieser Woche für den Absatz der zu Ehren Nordaus herausgegebenen Nordaumarke bemüht zu sein. Die vom Hauptbureau des J N. F. herausgegebene Marke wird voraussichtlich schon am 1. »Juli ct. J. fertig sein und in Heftchen zu 60 Stück für 1 Mark abgegeben. Ein Einzelverkauf dieser Marke findet nicht statt, dieselbe wird vielmehr nur in ganzen Heftehen abg-egeben. Wir bitten Sie dringend, schon jetzt Propaganda für die Jubiläumsmarke zu machen, damit das für Deutschland bestimmte QuahtunV voii 200000 Stück in Kürze abgesetzt ist. Auch -Nichtzionisteir werden gern Jbereit sein, die Marke ausgiebig zu verwenden, wenn nur genügend Propaganda von Ihrer Seite hierfür gemacht wird. Bestellungen bitten wir uns baldigst zu üb ermitteln, damit Sie rechtzeitig in den Besitz der Marken kommen können. \ Auf Wunsch des Hauptbureaus des J. N. F. übersenden wir Ihnen in der Anlage ein vom Hauptbureau herausgegebenes Flugblatt zum 9. Ab zur gefl. Kenntnisnahme. DasFlugblatt ist hauptsächlich zum Versand an Nichtzionisten bestiinint/ Be^ Stellungen auf dieses Flugblatt wollen Sie uns freundlichst ebenfalls rechtzeitig übermitteln. Schließlich bitten wir Sie noch, alle alten Nationalfpndsbüchsen ohne Nummer einzuziehen und gegen neue bei unserm Herrn Wollsteiner, Charlottenburg 4, Sybelstr. 50, umzutauschen. Mit freundlichem Zionsgruß Zionistische Vereinigung* für Deutschland Abteilung Nationalfonds gez. Dr. Friede mann. gez. Professor Lewin.

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