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Die Welt · 1907-08-14 · 33 (14.8.1907) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
33 (14.8.1907)
Date
1907-08-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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DIETOELT No. 3.: 10 in den Pernianenzausschuß, Österreich für 56 Vertreter 5, Amerika für 41=4, England für 36 4, Südafrika für 20 2, Deutschland hat 30 Wahlen vollzogen und ist im Permanenzausschuß durch 3 Delegierte vertreten, . Rumänien mit 24 Kongreßwahlen durch 2, Kanada 10 durch 1, Ungarn für 8, Bulgarien für 6, Schweiz für 5, Italien für 4, Belgien und Holland für je 4, Palästina für 4, Frankreich für 3 und Kroatien für 2 haben je einen Vertreter im Permanenzausschuß. Im übrigen ist zu bemerken, daß mehr Wahlen stattgefunden haben, als ursprünglich angenommen worden ist, die Zahl der gewählten Kongreßdelegierten beträgt 435. Grundlegende Änderungen in der ursprünglich vorgesehenen Tagesordnung des Kongresses wurden nicht beschlossen. Es wurde festgesetzt, daß nach der Eröffnungssitzung am Mittwochvormittag, die selbstverständlich einen festlichen Charakter haben wird, nachmittags der Bericht des Zentralbureaus und der Entwurf Dr. Hantkes zur Abänderung des Organisationsstatuts den Delegierten gedruckt vorgelegt werden soll. Eine eingehende Aussprache entspann sich über dit. Frage der Abänderung der Bankstatuten. Der Rechts anwalt der Bank, Mr. Lewis, legte den Stand der An gelegenheiten den Mitgliedern des A.-C. in ausführliche Weise dar. Nach langer Erörterung, an der sich dit Herren Wolffsohn, Pasmanik, Kessler, S. Rosenbaum Tschlenow, Qreenberg, Weitzmann, Sokolow, Moser Scheinkin, Goldreich Katzenelsohn und Dr. Magnet beteiligten, wurde unter Ablehnung verschiedene; anderer Beschlüsse schließlich folgende" Resolution gefaßt: „Das A.-C. wird dem Kongresse vorschlagen, du Frage der Abänderung der Statuten der Bank den engeren A.-C. gemeinsam mit drei vorn Kongresse zi diesem Zwecke zu wählenden Juristen zu übertragen/ Im Laufe des Tages tagte auch der Legitimation ausschuß zur Prüfung der Wahlresultate. Der Berichi wird dem Kongresse in der Sitzung am Mittwochnach mittag vorgelegt werden. Die Sitzung wird vertagt. Wahlen in den Permanenzausschuß Es wurden gewählt für England: Moser, Beut wich, Cowen und Gaster; für Deutschland: Hantke, Halpern, Friedemann; für Rumänien: Moskowitz, Niemiro wer; für Südafrika: Keßler, Goldreich; für Palästina: Trietsch, Aronowitsch; für Canada: Feiwel; für Bulgarien: Rimalowsky; für die Schweiz: Levy; für Belgien: Herz; für Holland: J. Kann, Franzie Berenstein; für Rußland: Schabotinski, Brutzkus, Bezalel Joffe, Pasmanik, Weizmann, Sapir, Scheinkin, B. Goldberg, J. Goldberg, Rawikowitsch, Klausner, Syrkin, Mossinsohn, Motzkin für Österreich: Schalit, Stand, Braude, Gabel, Salz für Amerika: Lewin-Epstein, Margolis, Radin, Magnes. für Skandinavien: Fränkel; für Frankreich: Marmorek für Egypten: Klimker. Außerdem wurden für die Mis rachi Farbstein und Marmor, und Groß für die Poak Zion entsandt. Wahlen für einige kleinere Landsmann schafteil sind noch vorzunehmen. DER ACHTE Die Eröffnung des Kongresses fand präzise um 101 /2 Uhr statt. Von stürmischem Beifall begrüßt, betrat das Aktionskomitee mit den Herren Wolffsohn und Nordau an der Spitze den Saal. Ein prächtiges Bild bietet sich den Augen dar. Die Meisterhand Pilichowskis hat den Saal mit jüdischen Emblemen, Wappen und Fahnen in herrlicher Weise geschmückt. Alle 3 Tribünen, die rings um den Saal laufen, sind übervoll. Mehr als 2000 Personen blicken mit gespannter Aufmerksamkeit auf die Estrade. Fürwahr eine Versammlung, wie wir sie stattlicher, repräsentativer nicht wünschen müssen. Der Präsident des A. C. Herr David Wolffsohn hält dann unter lautloser Stille die einleitende Rede. Eröffnungsrede des Präsidenten des A. C, Herrn David Wolffsohn Geehrter Kongreß! Zehn Jahre sind es her, seitdem von der ersten zionistischen Tribüne in Basel der Sehnsuchtsschrei des jüdischen Volkes, der Ruf nach Raum, Licht und Leben im Lande der Väter in die Welt hinausklang. Genau vor zehn Jahren, als unser unvergeßlicher Theodor Herzl den ersten Zionistenkongreß eröffnete, KONGRESS sprach er die denkwürdigen Worte aus: „Ein Volk mu sich selbst helfen." Und ein Blick zurück auf die Geschichte der verflossenen zehn Jahre unserer Arbei kann nur dazu angetan sein, die tiefe Wahrheit, die n diesen Worten liegt, zu bestärken. Wohl fühlten wir uns schon, an der Schwell, unserer Tätigkeit stehend, für unser Ideal hoch begeisten und erglüht; doch waren wir schwach und winzig, um mit leeren Händen standen wir da. Den einen warei wir schwärmerische Gestalten, den anderen unbequenu Störenfriede. Man glaubte, uns mit einem spöttischei Achselzucken abtun zu können. Doch kümmerten wir uns ebensowenig um die phlegmatische Gefühllosigkeit als um die gegen uns gerichteten Angriffe des Mißverstandet. Die Richtschnur unseres Arbeitsprogrammen war die Selbsthilfe. Und siehe, in unaufhaltsam fortschreitender Bewegung vollzog sich die Sammlung unserer Kräfte und die Gründung unserer Institutionen Seit jener ersten Tagung in Basel 1897 haben siel unsere Kongresse einem mächtig anschwellenden Stronu gleich gestaltet. Wir können nicht mehr als Utopisten beiseite geschoben werden. Keinerlei Bannflüche sind imstande, uns aus der Welt zu. schaffen. Ja, als wir von dem größten Unglück, das eine junge Organisation treffen konnte, heimgesucht worden sind, als unser Führer in unvollendeter Tagesarbeit uns durch den

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