Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 45 (9.11.1906)
- Date
- 1906-11-09
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3315709-3316186-3316232--48710-3343650- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Von Comitetul Federatiunei Zionistilor din Romania, T. Magurele, Herr P. Hermann, Pharmacist, sammelte bei verschiedenen Gelegenheiten.........Lei 100.— P. Iloiei, die zionistische Sektion Dr. Th. Herzl spendete „ 22.— Für das Denkmal Bernard Lazare: Per S. Aronstam, Paris, von der Föderation des Sionistes de France, Paris, A. W. 2.—, J. L. 2.—, M. P. 2.—, E. H. 2.— Dardek 1.—, L. S. 1.-, S. Aronstam 1.— Frcs. 11,- Eintragungen in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds: 2053 Tikwah, Suczawa.............Kronen 240.21 2085 Mr. Abraham Falick, of Montreal durch Bnei Zion Kadimeh of Montreal.........Pfd. 10.6.— 2086 Ottowa Zion und Benevolent Society of Ottowa, Canada............*.....Doli. 50.— 2087 Agudas hazionim ahawas Zion, Lund dänische K. 182. - 2088 Nathan Zipkes durch die zionistische Section Pineles-Kadimah Dr. Nordau, Galatz .... Lei 250.— 2089 Professor Isak Goldenthal, durch die zionistische Section Pineles-Kadimah, Dr. Nordau, Galatz Lei 250.— Beim Zentralbureau des Jüdischen Nationalfonds sind folgende Briefmarkenspenden eingegangen: Cand. jur. Leopold Plaschkes, Wien. Siegfried Altmann, Lehrer, Straßnitz, Mähren. Josef Reis, Zloczow. Frau Katharina Löwy, Wien. Abr. Schellenbaum, Hornel. Dr. Leopold Meisel, Wien. G. Rosenrauch, Czernowitz. Isak Neifach, Wien. Israel Sigl, Martin Storfer, Adalbert Zaloszer, Bella Storfer, Baruch, Siegel, Nathan Luwisch, Aron Gärtner, Sigmund Rosenstower, Marcus Roll, Benno Gabor, alle Kimpolung (besonders schöne Sendung). Heinrich Wien. Elias Wolfsohn, Podhajce. Bato Ladislaus, Nemet Bogsan. Allen Spendern herzlichsten Dank und Zionsgruß! Marken aus Bosnien, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Südafrika. Zentralamerika und Australien sehr erwünscht. Anmerkung vom Zentralbureau des jüdischen Nationalfonds, Wien: In Österreich-Ungarn wurden bei Ausleerung der Nationalfondsbüchsen einige derselben ohne Verschlußmarke vorgefunden. Es wird deshalb erinnert, daß die Büchsen nur dann, wenn selbe mit den von uns ausgegebenen Verschlußmarken versehen sind, die Berechtigung zum Sammeln für den Nationalfonds haben. Die Gesamtsumme der Spenden in dieser Nummer beträgt Mark 2774.48. Für den Bezalel Das Odessaer Komitee hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, außer den im Sommer des laufenden Jahres für den Bezalel gewährten Frcs. 600.— (für den hebräischen Lehrer) genannter Schule für das nächste Jahr eine weitere Subvention von Frcs. 600.—, das heißt zusammen Frcs. 1200.—, einzuräumen. Briefkasten der Redaktion Josef Goldschmied, Bln. Besten Dank für Mitteilung. Die Berichtigung finden Sie in dieser Nummer, lüde. Adresse: Paris, 6 nie Freycinet. H. R. in Campina. Die Zeitschrift existiert nicht mehr. Leider gibt es zur Zeit nichts, was wir Ihnen empfehlen könnten. Man muß sich noch einige Zeit gedulden. Berichtigung In der Bilanz des Jewish Colonial Trust in Nr. 43 muß e? heißen: Qewinnvortrag aus 1905 £ 2018.6.6 anstatt 2918.6.6. Verlas der Literarischen Anstalt Rotten & Loeninj in Frankfurt am Hain. In unserem Verlage ist soeben erschienen: Die Geschichten des Rabbi Nachman Ihm nacherzählt von Martin Buber Buchausstattung von E. R. Weiß. Preis: Geheftet Mk. 3.—, in künstler. Leinenband Mk. 4.50 Rabbi Nachman von Bratzlaw, der letzte jüdische Mystiker, ist der erste und bisher einzige Märchendichter unter den Juden. Er pflegte seinen Schülern Geschichten zu erzählen, um ihnen eine mystische Idee oder eine Lebenswahrheit ins Herz zu pflanzen. Aber ohne daß er es im Sinne hatte, gestaltete sich die Parabel in seinem Munde zur Erzählung, wuchs über den Zweck hinaus, bis es keine Lehre mehr war, sondern ein buntes, traumhaftes Märchen oder eine tiefsinnige, verzückte Legende. Diese Geschichten wurden von seinen Schülern in völlig verstümmelter und fragmentarischer Form aus dem Gedächtnis niedergeschrieben und nach dem Tode des Rabbis veröffentlicht. Martin Buber hat sie im Geiste des Meisters wieder aufgebaut, indem er bemüht war, alle Elemente der originalen Fabel unberührt zu erhalten. Die Geschichten des Rabbi Nachman erschließen dem westeuropäischen Publikum ein ebenso merkwürdiges wie unbekanntes Stück Weltliteratur. Sie können mit keinen anderen Erzählungen verglichen werden. Sie sind ein überraschend eigenartiges Phänomen, mit eigenen Ideen und eigenen Symbolen, in einer eigenen, zugleich schlichten und bedeutenden Sprache. Sie tragen nicht nur dazu bei, eine Umwertung der Begriffe vom Judentum herbeizuführen, das bisher mit Unrecht als das Volk des nüchternen, rechnenden Verstandes angesehen wurde, indem sie seine gewaltige bildhafte Phantasie und seine tiefgründige, sehnsuchtsvolle Mystik erweisen, sondern sie bereiten auch durch die Kraft und Farbigkeit ihrer Erzählung, durch die Reinheit und Innigkeit ihrer Stimmung dem Leser den schönsten Genuß. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder gegen Nachnahme direkt vom Verlag. Redaktion: Berthold Feiwel, A. Coralnik. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Berger. — Druck von M. DuMont Schauberg, Köln