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Die Welt · 1906-07-20 · 29 (20.7.1906) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
10 (1906)
Issue
29 (20.7.1906)
Date
1906-07-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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No..29 •;-.....V............■■ . - - v DIE^ELT ■ ■ 5 SPEZIALBERICHT ÜBER DIE IX. JAHRESKONFERENZ DER FEDERATION OF AMERICAN ZIONISTS Die nsunteJahreskonferenz der American Zionist Federation wurde am Sonntag den 1. Juli, vormittags, in Tannersville N. Y., in einer großen, mit Delegierten vollgefüllten Halle eröffnet. Es war ein außerordentlich glücklicher Gedanke, die Konferenz in dem reizend gelegenen Tannersville abzuhalten. Tannersville wird als Kur- und Ausflugsort viel besucht, und so ergab sich die Möglichkeit, gleichzeitig vor einer großen Zahl jüdischer Gäste den Zionismus zu manifestieren und zu erläutern. Die Konferenz war außerordentlich gut besucht: dreihundert Delegierte waren anwesend, fast sämtliche Vereine waren durch mehrere Abgeordnete vertreten. Im nachstehenden geben wir eine teilweise Liste der anwesenden Delegierten: Asheville, N. C.: Zion Society—Miß F. Robinson, New York city. Atlanta, Qa.: Ahawath, Zion—George Tunkle, Augusta, Ga.: E. Jacobs, Atlanta, Ga. Augusta, Ga.: Daughters of Zion—George Tunkle. Baltimore, Md.: Children of Zion—P. Gordon. Daughters of Zion—Sarah C. Hoff, Fannie Berman, Kate Fineman und Annie Prissman. Ezrath Chovevi Zion—J. L. Isaacs, N. Sauber, J. Crystai und Molly Sirosky. Zion Association—P. Gordon, A. Aaroson, B. Z. Mirvis und Dr. Aaron, Ember. Tikwath Zion—Morris Freilichoff, Washington, D. C. Bangor, Me.: Dorshei Zion—S. Margolis, Cleveland, Ohio. Bellaire, Ohio: Dr. Herzl Zion Soc—N. A. Rubin. Boston, Mass.: Daughters of Zion—Rose E. Weinstein, Maiden und Gussie Greenberg, English High School Z. Soc—Elihu Herschenson. Glory of Zion—Julius Meyer, Roxbury, Mass. Sons of Zion—Albert Hurwitz und Noah B. Levine. Bradford, Pa.: Rishon L'Zion Dr. A. M. Radin, New York city, und Rev. H. Masliansky, New York city. Brooklyn, N. Y.: B'nai B'rith Zion Soc—M. Friedman. Brownsville, N. Y.: Degel Zion—P. I. Shick, New York city. Buffalo, N. Y.: Sons und Daughters of Zion—Hyman L. Levine und Rose F. Goldstein. Chovevi Zion—Isaac Allen. Burlington, Va.: Daughters of Zion—Rabbi H, M. Lasker, Troy, N. Y. Camden, N. J.: Camden Zion Soc—D. B. Tierkle, Philadelphia. Cincinnati, Ohio: Cin.Zionist Society—Dr. Max Schlossinger, Nathan T. Isaacs und Rebecca H. Isaacs. Chavey Zion—N. Katz, M. Marcus, M. Mayer, H. Schachet and A. Friedman. Cleveland, Ohio: Ezrath Chovevi Zion—A. Kolinsky und Jonas Gross. Sisters of Zion—Mrs. Ida Levin und Mrs. N. Cohen. Tiphereth Zion—B.- 0. Shuiman. Dallas, Tex.: Chevra Chovevi Zion—Dr. Joseph Friedlander, Beaumont, Tex., und Mr. J. de Haas, Boston, Mass. Dayton, Ohio: Chavey Zion Society—Mr. Rosenblatt, New York city. Denver, Colo.: B'nai Zion Shearith Israel—J. Vannenbaum. Ft. Worth, Tex.: Ahawath Zion—A. L. Jaffe, New York city. Greensburg, Pa.: B'nai Zion—I. Kahanowitz. Hagerstown, Md.: Zion Social Club—Miß Minnie Levine, New York city. Holyoke, Mass.: B'nai Zion—M. Hirsch. Houston, Tex.: Herzl Zion Society—Dr. Joseph Friedlander, Beaumont, Tex. und Mr. I. L. Morrison, New York city. Jersey City, N. J.: Jehudith Zion Society—Rabbi Alter Abelson. Berubabel Zion Literary Society—Hyman Orlean und Harold Borman. Lake Placid, N. Y.: Sons of Zion-Joseph M. Prensky. Louisville, Ky.: Mobhasseroth Zion—Dr. L. N. Demblitz und Allan Shapinsky. Minneapolis, Minn.: B'nai Theodor Herzl Zion—D. Schneeberg, Philadelphia, Pa. Montgomery, Ala.: B'nai Zion—I. Wolf, New York ctiy. > Newark, N. J.: B'nai und B'notli Zion Society—Jacob Kohn und Harry Rosenberg. New Britain, Conn.: Sons of Zion—R. Meyerson und Mr. Zickling. Newburgh, N. Y.: B'nai Zion—Professor S". Schechter, New York city. New Orleans, La.: Chavey Zion—Horrman H. Rubenowitz, New York city. Newport News, Va.: B'nai Zion—J. P. Blechman, New York city. New York: Ahawath Zion—Louis Gottschall, New York city. Atereth Zion—Mr. Jacoby und Mr. Grazel. Brooklyn, N. Y. B'nai und B'noth Zion Kadimah— Ph. Margolin, Moris Reiner, Samuel Kanner und Fannie Singer, Degel Zion— I. M. Rosenthal. Dr. Herzl Zion Club—A. H. Silver. Friends of Zion—Nathan Chasan und Herman Harris. Kadimah—Sylven Robinson und John Hirsch. Knights of Zion—Harry D. Goodman. Maccabaean Zion Association—Henry Silverman. Hofitsci Zion Circle—A. M. Herschman und M. Levine. Nordau Zionist Society—I. Maltin und B. L. Jaffe. Tikwath Zion—M. W. Norwalk.* Young Austro-Hungarian Zionist Society—Elias Green und M. Ornstein. Young Israel—Samuel P. Abelow. Zion Circle—Miß Fannie Sterling. Zion Benevolent Society—Dr. S. Moscom und Louis Cohen. Zionist Society of Columbia University—B. A. Tintnor. Zion's Kaempfer—Mr. E. Margolis. Norfolk, Va.: Daughters und Sons of Zion—J. Sacks. Norma, N. J. United Zionists—A. Schneider. Philadelphia, Pa.: Aids of Zion—Rabbi B. Levinthal und Herbert I. Levinthal. B'nai Zion—Jennie S. Abuhove. Friends of Zion—Dr. B. L. Gordon, Benjamin Finberg, David Abuhove, Mrs. B. I. Gordon und J. H. Perskie. Maccabaean Zion Society—I. S. Premier, David B. Tierkel und Max Simon. Philadelphia Zion Society—Dr. B. L. Singer, Henreich Rosenbaum. Dr. Herbert Friedenwald und William Morris. Young Daughters of Zion—Clara Gorchov. Pittsburg, Pa.: Dorshei Zion—Rabbi A. M. Asinsky. Sisters of Zion—Mrs. B. Levy und Mrs. Henry Jackson. Tiphereth Zion—M. L. Avner und Henry Jackson. Portsmouth, Va.: American Zionists—Rabbi A. Drucker, New York city, und Miss Clara Sobel, Brooklyn, N.Y. Providence, R. I.: Theodor Herzl Zion Association—P. Rubbin, New York city. Rochester, N. Y.: B'nai Zion—Rabbi D. Ginsberg und Louis Isaac Egelson. Ladies Zion Endeavor—Fannie Rivkin. Sons und Daughters of Zion—Haskell H. Marks. Young Mens Zion Society—S. Carson, Ida Mittenthal und Norman Moshkowitz. Rolling Fork, Miss.: Deer Creek Zionists—M. Doanay, New York city. Savannah, Ga.: Sons of Zion—L. Bluestein und S. Wilensky. Nach der Wahl des Bureaus hielt der Vorsitzende der Federation, Herr Dr. Harry Friedenwald, Baltimore, von lebhaftem Applaus empfangen, die Eröffnungsrede: „Wir kommen zu unserer Jahreskonferenz", so führte Herr Dr. Friedenwald aus, „in einem Zeitpunkte großen Leids. Ein Jahr erst ist vergangen, da faßten wir eine Resolution, in der die Namen der Ortschaften aufgezählt waren, wo unsere russischen Brüder im Verlaufe der zwei Jahre nach den Massakers von Kischinew den Märtyrertod gestorben waren. Vergebens hofften wir damals, daß die Verfolgungen ein Ende haben möchten. So furchtbar die Leiden waren, die wir damals beklagten, sie waren nur ein Vorspiel zu der ungeheuren Katastrophe im Oktober und November verflossenen Jahres. Jene entsetzlichen Tage werden auf ewige Zeiten mit als die schrecklichsten auf den blutgetränkten Seiten des Kalenders der Leiden unseres Volkes verzeichnet stehen. Unsere Toten waren noch nicht begraben, unsere Wunden waren noch nicht geheilt, und schon bringen uns die letzten Tage die schaudererregenden Nachrichten von Bjelostok. Wie lange noch wird das furchtbare Schicksal über uns lasten? Wann endlich wird Rettung kommen unserm Volke und Hilfe den Vertriebenen Israels? In dieser schweren Zeit der Trauer und Not gibt uns die große Bewegung, der wir unsere Kraft, unser Herz, unser Vermögen gewidmet haben, Mut, Hoffnung und Vertrauen: Mut zu Kämpfen für unser Volk, unsere Traditionen und unser geistiges Eigentum, Hoffnung auf die Lebenskraft unseres Volkes und Vertrauen zur Zukunft Israels. Im verflossenen Jahre hat der VII. Kongreß stattgefunden. Sein wichtigstes Ergebnis war, daß er das Ziel des Zionismis endgiltig definierte als das Streben auf Erlangung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Auf dieses Programm sind wir als Mitglieder der Federation verpflichtet, und es erfüllt uns mit Befriedigung, zu vernehmen, daß das Aktions-Komitee in dieser Richtung tätig gewesen ist und fortwährend alle Anstrengungen macht, dieses Programm zu verwirklichen. . . . Wir haben gelernt, die wertvolle Lehre uns anzueignen, daß eine Bewegung von der Bedeutung des Zionismus nicht von heute auf morgen „Erfolge" erzielen kann. Nicht darin allein besteht der Fortschritt, daß wir neue Gesinnungsgenossen und Freunde uns erwerben, sondern auch darin, die alten Anhänger zu behalten in Tagen schwerer Krisis und Zerfahrenheit wie die, die wir durchgemacht haben. . . ." Nachdem der Redner hierauf die Tätigkeit der amerikanischen Federation zugunsten unserer unglücklichen Brüder in Rußland gewürdigt hatte, fuhr er fort: „Die Federation selbst steht heute — was die finanzielle Seite betrifft — auf solider Basis. Wir waren imstande, alle Verpflichtungen der früheren Jahre zu decken und unsere Arbeit zu erfüllen, ohne uns neue Schulden aufzuladen. Dieser Erfolg konnte nur durch größte Sparsamkeit erreicht werden. Die Zeitschrift „Maccabaean", die in früheren Jahren immer große Zuschüsse verlangte, ist heute schon in der Lage, sich selbst zu erhalten, und wird voraussichtlich in absehbarer Zeit einen Überschuß an die Federation abliefern können. Das Propagandakomitee hat eine umfassende Liste der Vertrauensmänner und Redner ausgearbeitet; zu größeren Veröffentlichungen fehlten leider die Mittel. Das Komitee, das eingesetzt wurde zur Vorbereitung der Herausgabe eines Handbuches, hat seine Tätigkeit fortgesetzt und hofft bald seine Arbeiten beenden zu können. Aber das Wichtigste, was unternommen wurde, war die Neuorganisation der Zionisten New-Yorks. Es/ ist bekannt, daß diese Stadt nicht nur das größte Arbeitsfeld, sondern auch das schwierigste und undankbarste für unsere Arbeiter darstellt. ..." Herr Dr. Friedenwald führte sodann aus, daß er zu seinem Bedauern nicht mehr in der Lage sei, die Präsidentschaft der Federation weiter zu führen, weil er durch seinen Beruf zu sehr in Anspruch genommen werde und auch, weil er zu der Überzeugung gekommen sei, daß der Präsident der Federation unbedingt in New-York wohnen müsse, und richtete einen warmen Appell an die Zionisten Amerikas, ihre Anstrengungen zu verdoppeln und insbesondere darauf bedacht zu sein, das Einkommen der Federation zu vermehren. Die Veröffentlichung von zionistischer Literatur müsse in vermehrtem Umfange fortgesetzt werden, wenn die Federation die vielen Möglichkeiten, die sich ihr böten, um die zionistische Idee in immer weitere Kreise zu tragen, nur einigermaßen ausnutzen wolle. Er verwies u. a. insbesondere auf den Versuch, der von den „Daughters of

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