Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 30 (28.7.1905)
- Date
- 1905-07-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3315709-3316128-3316163--47116-3341993- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 14 „Die # Welt" Separat-Ausgabe No. 30 C i n c i n n a t i: Delegierter Dr. Landmann. L o u r s v i 11 e : Delegierter Skapinsky. New-York: Delegierte Prof. Dr. Levis Ginsburg, Efr. Reinard, Dr. Coblenz. Philadelphia: Delegierter J. Magil. Tiflis: Delegierter Aaron Meckel. K i s c h i n e f f: Delegierter Nuchim Roytmann. Buczacz: Delegierter Dr. David Malz. Budapest: Delegierter Prof. Itokor Armin. Pulin: Delegierter Jakob Weitzer, Odessa. Kiew: Delegierter Boris Kusselewski, Gadiatsch: Delegierter Johann Pasmanik, Genf. Olszana: Delegierter Stanislaus Korngold, Kiew; Ers. Dr. Wallerno, Kiew. Warschau: Delegierte Selig Weizmann, B. Roskin; Ersatzmänner 1. Springer, M. Läderer. Nadworna: Delegierter Leiser Förster. Ol mutz: Delegierter Jos. Meisl. Gluchow: Delegierter S. Hurwitz. Warschau: Delegierter Jak. Tugendreich. Klenice: Delegierter Jak. Haft. B i e laj a - C e r k o w: Moses Aliewski. Li bau: Dr. Katzenelsohn. London: Delegierter Mr. J. Zangwill, London. Tribüne. Vorlesungen über Palästinakunde. Anlässlich des VIT. Zionistenkongresses und im Anschluss daran wird in der Zeit vom 3.—10. August 1905 ein Cyklus von Vorlesungen über Palästina abgehalten werden. Insbesondere werden die geographischen, wirtschaftlichen, hygienischen und staatsrechtlichen Verhältnisse den Gegenstand akademischer Vorträge bilden. Das Bedürfnis nach einer wissenschaftlichen Behandlung der palästinensischen Fragen und einer möglichst weit reichenden Verbreitung von Kenntnissen über die besonderen Verhältnisse des Landes wird mit dem Wachstum und der Vertiefung der zionistischen Bewegung immer mehr gesteigert. So ist denn die Anregung der zionistischen Studentenschaft, im Anschluss an die politische die wissenschaftliche Behandlung der palästinensisch-zionistischen Fragen zu ermöglichen, auf fruchtbaren Boden gefallen. Mit Unterstützung der zionistischen Palästinakommission in Berlin ist es gelungen, hiezu die Mitwirkung hervorragender Gelehrter und Fachleute zu gewinnen. In besonders dankenswerter Weise hat das Rektorat der Universität Basel für die Vorlesungen die Räume der Universität zur Verfügung gestellt. Es werden lesen (Aenderungen vorbehalten): Prof. Dr. Bertholet (Basel): „Die Siedlungsverhältnisse Palästinas in alttestamentlicher Zeit". Prof. D r. Furrer (Zürich): ,,Geographie Palästinas mit besonderer Berücksichtigung der Kulturververhältnisse". Dr. Joffe (Jaffa): „Palästina in sanitär-hygienischer Hinsicht". Dr. Leopold Kahn (Wien): „Türkische Bodenrechtsverhältnisse". Prof. Dr. Marti (Bern): „Ausgrabungen und Funde in Palästina" (mit Projektionen). Dr. X ossig (Berlin): „Die moderne Agrarfrage und die mosaischen Agrargesetze". Dr. Sandler (Breslau): „Die hygienischen Verhältnisse Palästinas". D r. S o s k in (Berlin): nDie wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas". Prof. War bürg (Berlin): „Palästina und Nachbarländer als Kolonisationsgebiet". Zu den Vorlesungen hat Jedermann Zutritt. Zur Deckung der Unkosten wird für sämtliche Vorlesungen eine Gebühr von Fr. 10 erhoben. Teilnehmerkarten sowie Stundenplan sind beim Komitee (Kongressgebäude, Zimmer 3) erhältlich. Wir hoffen, dass alle Gesinnungsgenossen, die dazu in der Lage sind, die Gelegenheit, sich über das Land, dem ihre Liebe und ihre Arbeit gilt, gründliche Belehrung und neue Anregung zu verschaffen, mit Freuden benutzen werden. Komitee für Palästinakurse. Zur finanziellen Seite unserer Bewegung. (Im Auftrage der Ortsgruppe Nürnberg-Fürth.) Das finanzielle Ergebnis des Zionismus ist sehr gering. Die Einnahmen des Nationalfonds können nicht befriedigen. Es ist durchaus nötig, mit aller Kraft eine Besserung herbeizuführen. Zunächst muss — schon zu agitatorischen Zwecken — ein genauer Status des Nationalfonds von Zeit zu Zeit veröffentlicht werden, absolut notwendig ist es einige Monate vor Zusammentritt eines Kongresses. Bis jetzt hat weder der Einzelne, noch der Kongress eine Kontrolle über den Nationalfonds. Geradezu haarsträubend ist die Verringerung des National-Fonds durch die Einsammelsteilen. Man nehme Spendenverzeichnisse zur Hand, und man findet Abzüge unter „Spesen" verzeichnet, die 10%, ja 15, 20, ja 35% betragen. Ist es denkbar, dass die Porti diese horrende Höhe erreichen? Nein, es gibt eben Vereine, die mit diesen „Spesen" ihre eigenen Vereinsspesen decken.*) Dazu ist der National-Fonds nicht da. Der National- Fonds ist heiliges Geld. Unter keinen Umständen darf irgend ein Abzug gemacht werden. Wer dieses Geld einzusammeln hat, gleich ob Gruppe, ob Einzelner, wird die geringen Portokosten tragen können. Armselig ist das Verkaufs-Ergebnis von Bank-Aktien. Um es zu heben, hat man die Sharemarken eingeführt. Nun ist es merkwürdig, wrie die einzelnen Sharemarkenzentralen die Kosten der Aktien — shareweise bezogen — in die Höhe treiben. Wir haben bei uns einen Shareklub gegründet, aber so hohe Preise von Berlin diktiert bekommen, dass wir vor Erledigung dieser Angelegenheit durch den Kongress keine Marke beziehen. Wenn die Aktie einen Wert von 20,40 Mark deutschen Geldes darstellt, dann muss sie, durch Stempel und Porti bei Sharemarken verteuert, wohl 21,00 Mark kosten. Von Berlin aus wurde sie uns zu fast 22,00 Mark angeboten. Eine solche Verteuerung der Aktien, noch dazu für die ärmeren Schichten, muss unter allen Umständen hintangehalten werden. *) Das ist wohl eine irrige Suppositioii. Die 'Redaktion. Bekanntmachung. Auf vielfache Anfragen teilen wir den Kongressbesuchern hierdurch mit, dass wir die Speisen nur folgender Stellen als verlässlich Tw2 bezeichnen können: I. Restaurant Brauuschweig (Bes.: Kahn). Schützengraben 16. II. Frühstücksstube Ch. Nordmann, Gerbergasse 61. III. Kaltes Büffet im Foyer des Kasino, I. Stock. Zionistefwerein „Misrachi" Basel. Bemerkung: Das Restaurant im Erdgesclioss des Kasino ist nsnis!