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Die Welt · 1904-12-09 · 50 (9.12.1904) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
50 (9.12.1904)
Date
1904-12-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „bfe & w*itgg Nr. SO Sommerarbeit zu überwinden, auf dem Lande und in den Kurorten zu agitieren und auch Agitationsreisen zu unternehmen. Deshalb muss man, um die „tote" Saison möglichst zu überwinden, die Kongresse überhaupt am Ende des Sommers arangieren, damit sie gleichzeitig als Aufruf zur Sommerarbeit und als Anfang und Signal zur regen Winterarbeit dienen. 4. Man muss auch daran denken, dass die Eeise nach Basel im Frühjahr, das heisst während der Arbeitszeit für manche, namentlich für alle, die ihre Existenz einzig durch persönlichen Erwerb bestreiten, unmöglich ist. Wir machen darum den Vorschlag, den siebenten Kongress in den Monaten Juli-August des Jahres 1905 in Basel zusammenzurufen. Und wir bitten die geehrten Redaktionen d*>r „Welt" und anderer zionistischer Zeitschriften, die Diskussion darüber zu ei öffnen. Wir bitten auch die jeweiligen Vereine, die mit uns übereinstimmen, unseren Vorschlag vor dem engeren A.-C. schriftlich zu verteidigen. Eine Gruppe der Petersburger Zionisten. * * * Universite' Populaire Jui*e. Paris 8 Rae de Jarente (IVe). Dezemberprogramm: Sonntag, 4. Dezember. Meyersohn: Ueber Jehuda M akka b i. Sonntag, 11. Dezember. Kindermatinöe, organisiert von zionistischen Damen. — Dr. Bendersky: „Koschere Speise und Hygiene". Sonntag, 1ö. Dezember. G. Andrieux: Die Judenemanzipation in Frankreich. Sonntag 25. Dezember. Dr. N. S1 o u s c h z: Die assyrischbabyionischen Forschungen und die Bibel. An den übrigen Tagen finden regelmässige Kurse in der französischen und hebräischen Sprache und jüdischen Geschichte statt. Jüdischer Nationalfonds. Das goldene Buch. j,Federation ziionista Argentina" in Buenos Ayres.............. Verein „Jehuda Halevi" in Odessa .... Zionist. Damen „D^borah" in Buenos Ayres Die Leser d^r „ Egalitatea* in Bukarest tragen Dr. med. Moritz Schnirer in Wien ein Cercul cultural zionist „Alex, Marmorek" in Braila...........♦ . Die zionistische Sektion „Agrudas Jerusalem" in Vaslui trägt Dr. Theodor Herzl ein Die zionist. Federation in Rumänien trägt Herrn Leopold Samuely in Galatz ein Die zionist. Föderation in Rumärden trägt Dr. Jakob Albean in Pitesti ein . . . Verein „Ezra" in St. Petersburg trägt den Tag ein, an welchem die Ueberreste des unvergesslichen Führers Dr. Th. Herzl nach Palästina überführt werden . . . Bethaus „Ezra\ St. Petersburg, trägt den Geburtstag des un vergessiichen Führers Dr. Th. Herzl ein......... Verein „Agudas Hazionim" in Antopol . . Sanitätsrat Dr. Raphael Hausmann in Meran trägt am Gedenktage seiner vor 40 Jahren erfolgten Doktorpromotion die Namen seiner verstorbenen Gattin Sophie geb. Perlbach und seiner verstorbenen Tochter Bertha ein............ „Wynberg Zionist Association" trägt Frau Dr. Julie Herzl ein......... „Wynberg Zionist Association" trägt Hans Herzl ein......♦...... „Wynberg Zionist Association" trägt S. Goldreich, den Präsidenten der „South African Federation* ein.......... Das Zentralkomitee der zionistischen Vereine in Brest Litewsk trägt Benjamin Seff ben Jakob Herzl ein . ....... Verein „Zion* in Stryj trägt Mr. Goldreich aus Kapland ein.......... flZion Association" in Baltimore trägt Dr. Herzl ein............. Kronen 240.- D 253.90 1) 240.— Lei 250.— >? 253.— » 253.65 » 252.10 » 252.10 ronen 252.— » » 1009.21 i40.— » 240.— * 240.—?» 240.- i» 240.— 5) 252.- V 240.— 9 284.40 Konferenz zur Regelung der Auswanderung. Nach Sehluss des Blattes eingelangt. Seitens des Hilfsvereines der deutschen Juden in Berlin und der Grossloge IL 0. B. B. war auf den 4. und o. Dezember nach Frankfurt a. M. eine Konferenz einberufen worden, zu dem Zwecke, eine Organisation für die osteuropäische Auswanderung zu schaffen. Alle grossen jüdischen Organisationen, sowie eine grosse Anzahl Privatpersonen, die für die Lösung der in Betracht kommenden Fragen besonders kompetent sind, waren eingeladen worden. Es waren vertreten: Deutschland, Dänemark, Frankreich, England, Holland, Oesterreich, Bussland, Bumänien und die Schweiz. Am Sonntag abends fand die Regelung der Vorfragen, so die Wahl des Präsidiums, statt. Es wurden in das Präsidium berufen: James Simon, Berlin, für den Hilfsverein der deutschen Juden. Justizrat Dr. Timendorfer, Berlin, für die Grossloge für Deutschland II. 0. B. B. Direktor Dr. Baerwald, Frankfurt a. M., für die Alliance israelite universelle. Charles L. Hallgarten, Frankfurt a. M., für da>s Frankfurter Lokalkomitee. Hermann Landau, London, für die Anglo Jewish ikssociation. Wilhelm Pappenheim, Wien, für die Israelitische Allianz Wien. Rechtsanwalt Dr. Bodenheimer, Köln, für das zionistische Aktionskomitee. Dr. Mark Warschawsky, Petersburg. \ Advokat Dr. Stern aus Bukarest. Prof. D. Simonsen, Kopenhagen. Es wurde darauf Herrn Dr. Paul Nathan vom Hilfsverein der deutschen Juden das Wort erteilt zum Referat über „Die jüdische Auswanderung ans Osteuropa und ihre Organisation". An die Ausführungen des Referenten schloss sich eine überaus lebhafte und eingehende Debatte, in der allseitig anerkannt wurde, dass im Interesse der Juden Osteuropas eine Organisation der Auswanderung geschaffen werden muss. Es wurde zugleich hervorgehoben, dass in keiner Weise Massregeln ergriffen werden dürfen, die geeignet sind, eine Steigerung der Auswanderung herbeizuführen. Die Auswanderer haben insbesondere nicht auf fteldunterstützungen seitens der Komitees zu rechnen. Die positive Aufgabe der zu schaffenden Organisation muss es vielmehr sein, die Auswanderer über die Vorbedingungen aufzuklären, unter denen allein ein Verlassen ihrer osteuropäischen Heimat ratsam ist. Es soll den Auswanderern alsdann auf ihrer Reise Rechtsschutz gewährt werden und es soll für eine möglichst billige und gute Fahrt auf den Eisenbahnen und Schiffen gesorgt werden. Diese Aufgaben sind zu lösen von Komitees, die jedes einzelne Land im Anschluss an die bestehenden zuständigen Organisationen selbständig zu schaffen hat, insofern sie nicht vorhanden sind. Die nötigen Informationen für jene Komitees sollen durch ein selbständiges Bureau, das alle erforderlichen Materialien zu sammeln hat, herbeigeschafft werden. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen Ländern wird gewährleistet durch periodisch wiederkehrende Konferenzen, entsprechend derjenigen, wie sie in Frankfurt a. M. stattgefunden hat. Diese x\nschauungen der Versammlung fanden ihren Ausdruck in den nachstehenden Resolutionen: Davon ausgehend, dass in keiner Weise irgend etwas unternommen werden darf, was zur Auswanderung ermuntern könnte, wird beschlossen:

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