Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 31 (29.7.1904)
- Date
- 1904-07-29
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite i4 „bis * W^it Nr. 31 haben. Die Generalversammlung fand nach dein Tode Herzls statt. Und ein Nachruf für Herz 1 wurde nicht gehalten. Ist das nicht merkwürdig? <f ribtiiK» (Für diese Rubrik: ist die Redaktion niotot verantwortlich.) Mitteilungen des i. ö. Distriktskomitees. Parteigenossen! Infolge des über uns hereingebrochenen schweren Schicksalsschlages ist es notwendig, dass noch in diesem Kalenderjahre ein Kongress stattfindet. Um die rechtzeitige Feststellung der Wählerlisten zu ermöglichen, ersuchen wir alle diejenigen Parteigenossen, welche den Schekel für das laufende Jahr noch nicht bezahlt haben, dies sofort zu tun. Unter einem werden die Herren Vertrauensmänner, welche ihre Schekelblocks noch nicht verrechnet haben, dringend ersucht, die Verrechnung bis zum J. August vorzunehmen. * * * Das i. ö. D.-K. veranstaltet am Montag, den 1. August 1904, abends 8 Uhr, im Saale des Hotel Guth, Stephaniestrasse, eine grosse Schekelversammlung, in der Herr Dr. phil. S. Krenberge r, Präsident des österr. Landeskomitees, über das Thema: „Der nächste Kongress* sprechen wird. Die Gesinnungsgenossen werden ersucht, zu dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. F. d. i. ö. D.-K. Samuel Epstein. A. R. Hart mann, dzt. Sekretär. dzt. Obmann-Stellvei treter. * * * Wir erhalten folgende Zuschrift: Iq der Zeitschrift „ Altneuland" Ni. 2 dieses Jahres ist folgendes über unsere Kolonie gestanden : „Es ist zu bedauern, dass sie die von der Administration unter sie aufgeteilten Orangenbäume und den Obstgarten vernichtet haben; wenn auch zuzugeben ist, dass dieser Garten durchaus keine Musteranlage war, so stellte er doch eine»» gewissen Wert dar, und es ist direkt unverzeihlich, dass die Bäume niedergeschlagen und zur Heizung des Gemeindebades verwendet wurden." Diese Zeilen sind eine falsche Beschuldigung der Kolonisten. Die Tatsachen sind vielmehr folgende: Die Administration hatte einen Garten in unserer Kolonie, welchen sie schon durch 10 Jahre bearbeiten Hess. Nachdem sie eingesehen hatte, dass sie jedes Jahr 6000 Fr. Verlust beim Garten habe, wurde endlich auf Befehl des Herrn B a r b i er r e der Garten aufgelassen und die Bäume an die Kolonisten verteilt. Was nun diese Bäume anbetrifft, so sind die Aprikosenbäume, die zehn Jahre alt waren und gar keine Früchte mehr trugen, von den Kolonisten umgehauen worden, die übrigen Bäume, wie Oel-, Mandel- und Maulbeerbäume wurden bestens versorgt, auch hoffen die Kolonisten noch mehr Maulbeerbäume pflanzen zu können und auf diese Weise die Seidenzucht zu heben. Das ist die wahre Geschichte der Bäume zu Ecron. Ecron, 20. Juni 1004. B. N e u m a n n. Im Jüdischen Buch- und Kunstverlag" Brünn, ist soeben eine Broschüre ,,Am Grabe Dr. Herzls", Nachruf, gehalten von Dr. Adolf Kurrein. Teplitz. Preis 20 Heller. Porto 3 Heller, erschienen, 50% des Reingewinnes zu Gunsten des Jüdischen Nationalfondes. Organisationen und Vertrauensmänner erhalten Rabatt. Der Bezug von Ethrogim. Die Saison für Ethrogim naht heran. Es sollte eigentlich als ein Anachronismus betrachtet werden, unseren Brüdern erst beweisen zu müssen, welche Pflicht sie haben, bei Erfüllung eines religiösen Gebotes unseres heiligen Landes zu gedenken und dessen Kolonien zu unterstützen. Leider muss es noch alljährlich um diese Zeit geschehen, trotz der Erkenntnis von der Bedeutung des E!fhrogimbezuges aus Palästina von unseren Kolonisten, die sich immer mehr durchringt. Der Export von Palästina- Ethrogim geht trotzdem nicht vorwärts und weist jahraus jahrein die grössten Misserfolge auf. Neben Gleicbgiitigkeit gegen die Palästinaprodwkte hörten wir die Ethrogimhändler auch noch darüber klagen, dass der Handel mit Palästina manche Schwierigkeiten biete, dass die Auswahl der Qualitäten nicht immer leicht möglich sei und dass sie deshalb den Handel nicht auf die gewünschte Höhe bringen könnten. Diesen Klagen ist nun jetzt Rechnung getragen worden, wie wir aus einer Mitteilung der Vereinigung von Palästinensischen Gärtnern entnehmen. Die Vereinigung hat eine besondere Abteilung für „Ethrogim" unter dem Namen „Pery ez Hadar* in Jaffa eröffnet. Es wurden mehrere kundige Männer mit der Sortierung der Ethrogim betraut, die dieselbe in gewissenhaftester Weise durchführen. Zur Erleichterung des Bezuges hat die Vereinigung mit der „Anglo-Palestine Cy." in Jaffa ein Abkommen getroffen, die die Bestellungen auf Ethrogim entgegennimmt, und zwar mit einer Anzahlung von mindestens 30%, und die Ethrogim strenge nach Bestellung den Parteien mittelst Nachnahme des Restbetrages zusendet. Von jedem Ethrog, der durch die Bank verkauft wird, wird dem Nationalfonds eine Spende zugeführt. Die Vereinigung der Gärtner und die Zentralisierung des Ethrogimhandels macht es auch möglich, die Preise beträchtlich zu ermässigen und die Vermittlung der Palästinabank wird den Bezug erleichtern, so dass es zu Klagen, wie sie bisher erhoben wurden, hoffentlich keinen Anlass oiehr geben wird. An unseren Brüdern liegt es nun, ihre Pflicht zu erfüllen, des heiligen Landes und seiner Produkte zu gedenken! ß. Marken für den Nationalfonds. Folgende Gesinnungsgenossen haben für den N.-F* Briefmarken gespendet: Wien: Dr. E. M. Zweig, H.Kren, Arth.Fuchs, Adolf Leo Taglicht Rieh. Bruckner, N. Marian, akad. Verbindungen „Ivria' „Unitas", „Makkabäa", Z. M. V. „Giskala" und „Neuromakkabäa", Frau Dr. Kahn, Architekt Marmorek, „Unsere Hoffnung", M. Sander, Donat, Schuller. Riga: 7 Studenten. Johannesburg: Judes. Trip olis: Advokat Berrebi. Köln: Rieh. Hallenstein. Poslowitz: Paula Strauss. Frauenberg: Markus Maj. Stryj: M. Propst. Resziza: A. Friedmann. Prag: Verein „Bar Kochba". Dr. Bahneth, F. Karpel*>s, K. Freudenberg, Hugo und Paul Steiner, J. Sa misch. N. Mautl und Hans Kohn, alle in Gablonz. Brünn: log. Hoffmann, Leo Beer, Robert Zweigenthal, Jaques Krieger, Otto Bellak, E. Hornungsund O waid Müller, alle in Mähr.-Ostrau. Lemberg: Irene Buber,JosefNussbaum, Neu-Sandec. Konstantinopel: D. Schön mann, J. Ivio. Lodz: M. Raigra^sky, Rabbiner Birnbaum, L. Siebenstern, Dr. Silberstrom, Rabbiner Dr. Jelsky. Bulgarien: M. Adrose, J. Lissimow. Sosno vice: H. Stawski. Horazdowice: Rabb. Friedmann. Frankfurt a. M.: Fritz Sondheimer, M. Julius, J. Ganz. A n t w e r p e n : M. Lewin. Breslau: Zahnarzt Schachtel. Przemysl: W. Rappaport. Krotosadin: Dr. Dobrzyuski. Posen: M. Krause. Conteschau: Neufeld. Bendin Russland: Fischel, S. Frankel. Stryj: Ringel (Veritas), Schmerak (Zion). Czern owitz: Samuel Epstein \Poale Zion). Grodno: L. Jaffe, Jaschunsku Bealisdorf: L. Rosenthal. München: Dr. Pintschner, Dr. Halpern. Berlin: Hilf (Hasmonaea), Maler Struck. Warschau: J. Wittenberg, Sokolen. Finkelstern, Feldstein, Syrkin, Kalischer. W i 1 n a : Dr. Sch. Levy. N a dw o r n a : Förster. Dolna Tuzla, Klendany, Bjelina, Brela: Thau. Krems: Kolb, Rebhahn. Baden: Dr. Brunner. Bern: Sara Rabinowicz, Jochelmann. Jalta: Frl. Kormann. Prag: Lebenshart, Lissau, Redisch, Rezek, Obernik (Frat^rnitas), Frau Bobitschek, Frau Bergmann; Bar Kochba. Bondi, Fischer, Dr. Löwy, Nasch. Eger: cand. jur. H. Zuckermann (Ahawath Zion). Pilsen: J.Eckstein, Massaryk, Reichmann. Pisek: Spitzer, M.Stein. Lemberg: Halber, Rossmer. Krakau: Bandet, Dr. Wahrhaftig, Mendel Pamm, Frl. Wetzler (Ruth), Silbiger (Achdus). Brünn: Hickl, Zeisel, Nassau, Hoffmann, Distriktskomitee, Baumgarten, Borger (Veritas), Kaufmann, Sonderling. Olmütz: Josef Meissl. Prerau: O. Donath, Körner. Kremsier: Müller, Schiwner, Wertheim. Gaya: Stein. Göding: Kornfeld, Baderle, Rosenzweig. H.radisch: Freud. L e i p n i k : Roketnitz. W i s c h a u : Low. Weisskirchen: Haas. Ung. Brod: Löwy. M. - Ostrau: Dr. Immerglück, Glücklich. Prossnitz: Platschik. Holle-