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Die Welt · 1903-12-11 · 50 (11.12.1903) · p. 13

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
50 (11.12.1903)
Article
Banjaluka [Nachricht]
Date
1903-12-11
Page
13 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 50 „bi* # w^it Seite 13 Banjaluka. Samstag deii i2.pezember 1. J. findet im Tanzsaale des Hotel „Bosna" eine Makkabäer-Feier statt. j , Wien. Die neu gegründete L i e d er t at e 1 d e r Jüdischen Arbeitervere in e in Wien hält ihre Gesan gß- -übungen jeden Montagen! Donnerstag von 8—10 Uhr abends - in ihrem Vereinslokale,IL,Stephamesira'sse 8, ab. Die Mitglieder werden ersucht, pönktjich und zahlreich zu erscheinen. Neuanmei düngen werden dortselbst entgegengenommen. Leo Schön, derzeitiger Obmann. .;; ' * '■'.' Wien. Der Einzelverein Wien des „Zjon" hält im Kongressbureau IX., Tüi'kehstrasse Nr. 9, Dienstag den 15. Dezember 1903 um V38 Uhr Abends einen Vortragsabend ab. Referent : Doktor Hugo Benedict. Thema: „Der Nationalfonds".' ' " : : : ' ' Jüdische Toynbee-Halle, XX., Karajangasse 20. V o r tr a gs Ordnung: Samstag, 12. Dezember. Konzert. Sonntag, 13. Dezember. Vorlesung und Konzert. Montag, 14. Dezember. Dr. Josef Jerusalem: Oasterr eichische Verfassungsgeschichte. III. Dienstag, 15. Dezember. Diskussion. Mittwoch, 16. Dezember. Dozent Dr. Josef P ollak: Hygiene. III. Donnerstag, 17. Dezember. Dr. Heinz Kohn: Die Bibel als Rechtsbuch. HI- Freitag, 18. Dezember. Dr. Rosen mann: Bibelvortrag. Samstag, 19. Dezember. Konzert. Sonntag, 13. Dezember, findet um 3 Uhr nachmittags die Cnanuka-Kinderjause der Toynbee-Halle statt. Anmeldungen zu Vorträgen wolle man freundlichst an Herrn Dr. Siegmund Werner, IX. Nussdorferstrasse 16, Mitgliedsanmeldungen an Herrn J o h. Krein enezky, IX. Eisengasse 5, richten. * An die jüdische Jugend! Wir sind in der angenehmen Lage, mitteilen zu können, dass die Zeitschrift „Unsere Hoffnung4' voraussichtlich schon im nächsten Monate erscheinen wird. Das Redaktionskomitee hat sich bereits konstituiert und hervorragende Kräfte haben ihre Mitarbeit an dem Blatte zugesagt. Wenn sich unsere Zeitschrift behaupten soll, muss sie auch auf einer .starken materiellen Basis ruhen, denn das bisher gesammelte Geld ist noch zu gering, um sie für längere Zeit zu sichern. Wir fordern daher unsere Vertrauensmänner auf, überall Makkabäerfeste in Form von geselligen Zusammenkünften zu veranstalten, bei diesen wie bei allen anderen Gelegenheiten für unser Unternehmen Propaganda zu machen, eifrig zu sammeln und uns Adressen, an die wir Probenummern schicken sollen, zukommen zu lassen. Hochachtungsvoll Das Presskomitee. Wünsche, Anregungen und Geldsendungen sind an Josef H a s s, III, Untere Viaduktgasse 25, zu richten. * Volksvorschusskassa in Prag. Im Laufe des Monates November 1903 wurden bewilligt . . ... . . . . . Darlehen Kronen 83.757-37 abgezahlt wurden auf ... „ „ 24406-45 Darlehensstand pro Nov. 1903 „ „ 352.323-63 Anteie „ „ „ „ v , 74.460-- Spareinlagen wurden eingezahlt . . . . .. . . . „ „ 49.036-91 .w' ... Todesfall. Unser Gesinnungsgenosss jur. Wilhelm S c h i u dma k aus Tarnow wurde am 28. November in Ausübung seiner Militärpflicht in Krakau, im 25. Lebensjahre, plötzlich vom Tode ereilt und am 2. Dezember unter ausserordentlich grosser Beteiligung bestattet. Der Heimgegangene war ein begeisterter Anhänger des Zionismus und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Am Grabe sprachen namens des Distrikts-Komitees jur. M a rgulies-Krakau uni phil. Bien en stock namens der „Bar- Kochba" und *: der hiesigen Zionisten, ' ferner Gesinnungsgenosse jur. Kleinmanhitfamensi der akademischen Kollegen. Sonntag den 6. d. M. fand im, TarndWef ißf emjTel* eihfe' Seelenandacht für den Verstorbenen statt Friede seiner Asche! jüdischer Nationalfonds, Pas goldene Buch. Frau Elisa de Benedetti Ottolenghi (durch Dr. Feiice Eavenna in Ferrara) ....... Frcs. 1500-— Dr. Raffaeie Öttoleughi in Acqui (durch Dr. Feiice Ravenna in Ferrara) v . . . .. . „ 500-— Dr. Israel Ottolenghi in Rom (durch Dr. Feiice Ravenna in Ferrara). ... . . ..... . » 500*— Comm. Giuseppi Adele Müsatfi in Venedig (durch Dr. Feiice Raven na in Ferrara) . . „ 250-— Die Zionisten-Vereinigung in Bar^usin (Ostsibirien) trägt Hr; A. Gh. Nowomejsky ein Kr. 252-— Dieselbe Vereinigung trägt Hr. J. J. Butiitzky ein „ 2 2*— Die Vereine Poale Zion und Chowewe Zion tragen das Intern. Komitee ein (durch Herrn Epstein) . . ......... . ♦ . » 240-— Die Freunde und Verehrer des Herrn Pinchas ben Israel Daschewsky beschlossen, seinen Namen in Anerkennung seih er Tat als den Namen eines Yolkshelden ins „Goldene Buch" einzutragen ... ... . . . . . . Free. 250*— Agudas Bnei Zion in Grajewo zur Eintragung des Herrn Jakob Josef Cahan...... „ 252-— I. Benjacob zur Eintragung des Tages der Anwesenheit Dr. Herzls in Wilna in seinem Hause 23 Ab 5663.............. ■ Kr- 252'~ Krowuser Zionisten Vereinigung zurEintragung des 23. Ab des 6. Kongressjahres, an welchem Tage ihre Deputation Herrn Dr. Herzl im Gemeindehause von Wilna begrüsste . . . .. ............ . „ 252- — Die Zionisten in Wilna zur Eintragung des 6. Kongresses.............. „ 252*— „Bnei Zion" in Jaroslau ........... „ 240-— „Tikwath Israel" in Tlumacz ......... „ 240*— Sopotzkiner Zionistenrayon tragen Herr Rabb. S. J. Rabbinowitz ein.......... „ 376-70 Feuilleton. Die Stätte des Tempels Salomonis, Der Tempel Salomonis — es tönt an unser Ohr wie eine halbverklungene Sage von Glanz und Fracht, wie ein Märchen von goldenen Palästen, blitzenden Königskronen, schönen Königinnen aus heissen, wunderbaren Ländern. Und wie ein Märchen ist alles versunken, der alte König gestorben, Sulamith tot und das Haus zerfallen, in dem das Hohelied entstand. Von allem nur noch die einsame, trauernde Stätte, v Am frühen Morgen, als die „Gläubigen'4 noch auf den heissen Fliesen der Bäder ruhten, ging ich zum Berg Morija und betrat den Berg Haräm, den Tempelbezirk. Er ist ganz von Mauern umgeben und wird sorgsam bewacht. Rab es Kattanio, das Tor des Baumwollenhändlers, öffnet den Blick auf einen]ungeheuren, sonnenbeschienenen Platz, der mit Steinplatten belegt, teilweise mit lebhaftem Grün bewachsen ist. In weiten Zwischenräumen liegen ein paar zierliche, arabische Bauten, die heiligen Zwecken geweiht sind, dann Kubbet es Sachra, der Felsendom, und weit hinten, von Zypressen umgeben, die Moschee el Aksa. Hier herrscht stiller^ Friede, ~ doppelt wohltuend nach dem wirren Lärm der engen Gassen. Der Blick wird nicht durch Steinmassen beirrt und beengt, wie es hier sonst so oft geschieht; alles ist einsam, so weit und doch an seinem Platz, dass man sich gleichsam heimisch füh t. Mir war, als sei ich hier schon oft gewesen, als sei mir alles wohlbekannt. Am liebsten hatte ich mich ins Gras geworfen und ein paar Stunden geträumt von einstiger Herrlichkeit, * „von den Königen, die gesündigt haben, von den Völkern, die übel taten vor dem Herrn". - Die Ömarmoschee, wie man den Felsendom fälschlich nennt, ist bis zur Fensterhöhe mit weissen Marmorplatten belegt, von dort bis zum Dach mit Fayencen,;deren'bläulicher Schein wirkungsvoll mit dem Weiss des Marmors

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