Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 47 (20.11.1903)
- Article
- Was ist Zionismus? [Rezension]
- Date
- 1903-11-20
- Page
- 15 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 14 „bis & Welt" Nr. 46 Einzelverein „Fünfhaus" des „Zion". Mittwoch, am 25. November 1903 in J. Hirsch Restauration, XIV.. Sehwendergasse 1, Generalversammlung und Referat des Dr. S. Krenberger: „Die Chewra Kadischa-Vereine in Wien.* Beginn 8 Uhr. Die Eröffnung des „Jüdischen Bildungsheimes" kann wegen Adaptierung erst am 3. Dezember erfolgen. Es befindet sich jetzt: XIV., Ulimanngasse 31. (Kauerhof 10a). Jüdische Toynbee-Halle, Wien, XX., Karajangasse 20. Samstag, 21. November. Konzert. Sonntag, 22. November. Vorlesung und Konzert Montag, 23. November. I. Aschkenas: „Em Mahnwort an das moderne Judentum". Dienstag, 24. November. Diskussionsabend: „Was und wie sollen wir lesen? III". Mittwoch, 25. November. Di\ S. Werner: „Pflege und Ernährung des Kindes*. Donnerstag, 26. November. Sekr. Fuchsgelb: „Ueber Volkswohnungen". Freitag, 27. November. Dr, Rosenmann: Bibel- Vortrag. Samstag, 28. November. Konzert und Rezitationen. Montag, 23. November wird Herr Dr. Josef Jerusalem zwi-chen (5 und 7 Uhr abends die erst*» juristische Konsultationsstunde im Lokale der Toynbee-Halle abhalten. Anmeldungen zu Vorträgen wrerden erbeten an Herrn Dr. Siegm. Werner, IX., Nussdorferstrasse 16. * Wien, Der Mädchen- und Frauen-Verein „Bikur Chaulim" zeigt hiemit an, dass Frl. Regine Kaufteil und Frl. Malvine Korall dem Vereine nicht mehr angehören. * Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums in Wien und Niederöstef reich. Wir beehren uns anzuzeigen, dass wir in der Fleischhalle des Herrn Berthold Win ter, VI. , Webgasse Nr. 44, einen ^3 Fleischverkauf unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners S. Fürs f des ■ „Adass Jisrori* (Schiffschul) organisiert haben.Das Fleisch oder die Säckchen, in denen dasselbe zugestellt wird, sind von dem Schächter mit der Plombe ^BBn& 5»rto zu ver~ sehen. Der Vorstand. * Hilfs verein für die notleidende jüdische Bevölkerung in Galizien, Wien, I. Bez., Tuch- 1 a ü b e n 17. Donnerstag den 26. November a. c, 7 Uhr abends, findet im grossen Saale des Hotel Guth, IL, Kleine Sperlgasse 2, die Jahresversammlung der Wiener Ortsgruppen des „Hilfsvereines für die notleidendejüdische Bevölkerung in Galizien" statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Vereinstätigkeit. 2. Neuwahl der Vorstandsmitglieder. :j. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. Gäste, sowohl Damen als Herren, sind willkommen. * Krakau. Der Leseverein jüdisch-nationaler Mädchen „Ruth" in Krakau veranstaltet im eigenen Lokale, Jasnagasse 6, eine Reihe von Vorträgen mit besonderer Berücksichtigung des Lebens der Juden in nachstehender Ordnung: 1903: I. Am 18. November. Dr. Osias Thon: Kulturelle Strömungen im Judentum. IL 25. November. Dr. Georg Tram er: Dte rechtliche Stellung der Juden in Oesterreich. Iii. 2. Dezember. Wilhelm Feld mann: Aus dem Gebiete der Kunst. IV. O.Dezember. Frau Pauline Baumgarten: HUus und Scnule. V. 16, Dezember. Dr. Ludwig Goldwasser: Die Stellung der Frau — nach dem geltenden österreichischen Rechte mit Berücksichtigung der jüdischen Verhältnisse. VI. 23. Dezember: Stanislaus Lack: (Thema wird später bpkannt gegeben.) VII. 30. Dezember. Dr. Rudolph Frühling: Einige Bemerkungen über das Strafrecht. — VIII. 1904: 1. Jänner: Dr. Friedrich Weinheber: Kulturelle Umgestaltungen im Leben d^r Juden im XIX. Jahrhundert, IX. 13. Jänner: Dr. Anselm Lutwak: (Th^ma wird später bekannt greew'bfin.) X. 20. Jänner. Dr. Albert Süsser: Aus dem Geh-vt* .i*r jüdischen Kun^t. Bücherwelt. Büchereinlauf. Theodor Herzl: Solon in Lydien. Schauspiel in drei Akten. Wiener Verlag. 1904. Theodor Zlocisti: Vom Heimweg. Verlag der jüdischen Volksstimme, Brünn. 1903. Heinrich Grünau: Gedichte und Lieder. Verlag „Agudath Zion", Antwerpen. Siegmund Werner: Ruth und andere Gedichte. Zu beziehen durch „Die Welt". Hermann Sternbach: Dunkle Stunden. Gedichte. E. Piersons Verlag. 1904. E. Fink eiste in: Kleine poetische Versuche. J assy. Dr. Adolf Frankl-Grün: jüdische Zeitgeschichte und Zeitgenossen. I. Wien. 1903. Martin Buber: Jüdische Künstler. Jüdischer Verlag. Berlin. Grossbeerenstr. 75. Dr. Johannes Lepsius: Jahrbuch der deutschen Orient-Mission. 1903. Dr. Hugo Hoppe: Krankhelten und Sterblichkeit bei Juden und Nichtjuden. Berlin.-Verlag Calvary. Dr. A. Tänzer: Judentum und Entwicklungslehre. Berlin. C a 1 v a r v. Dr.*A. Sandler: Anthropologie und Zionismus. Brünn. Jadischer Buch- und Kunstverlag. 1904. Hermann Heyermans: Ghetto. Uebersetzt von Franziska de Graaff. Leipzig. Verlag K. F. Köhler * Ein neues Prachtwerk. Im Verlage von Schuster & Loeffler Berlin, ist soeben ein interessantes, prachtvoll ausgestattetes Werk erschienen, das wir d*r Aufmerksamkeit unserer Leser empfahlen möchten: E. M. Lilien, sein Werk, mit einer Einleitung von Stefan Zweig. Die künstlerische Individualität dieses jungen Meisters ist den Lesern der „Welt" bekannt. Die Bedeutung Liliens, die auf dem Gebiete des modernen Buchschmucks und der Exlibris lipgt, ist auch für die Entwicklung der nationaljüdischen Kunst sehr gross. Die von ihm illustrierten Werke „Juda" und „Lieder des Ghetto" sind künstlerische Leistungen, die ihn in die erste Reihe der modernen jüdischen Künstler stellen und seinem Schaffen historischen Wert verleihen. Das vorliegende Prachtwerk ist insofern neu, als es einen Ueberblick über das ganze bisherige Schaffen Liliens gewährt: von der frühesten Periode bis zu seinen letzten Zeichnungen. Es wurden hier die Illustrationen des Künstlers aus „Zöllner von Klausen", aus der „Jugend", seine Plakate, Einbanddecken, die sämtlichen Exlibris, „Juda% «Lieder des Ghetto", bis zu den allerletzten Zeichnungen für den demnächst erscheinenden Sbornik Maxim Gorkis, berücksichtigt. Auf dem Titel des Buches heisst es „sein Werk", doch ist das nicht ganz richtig. Es ist das Werk Liliens bisher. Man kann von einem „Werk" bei einem Künstler sprechen, der schon sein letztes Wort gesprochen und sich ganz in seiner Kunst ausgelebt hat. Bei Lilien, der noch ganz jung und inmitten seiner künstlerischen Entwicklung steht, ist dies nicht der Fall. Von „seinem Werk", als von etwas Abgeschlossenem und Fertigem wird die Rede erst nach langen Jahren schöpferischer Arbeit, die ihm bevorstehen, möglich sein. Das aber Lilien schon Bedeutendes geleistet hat, zeigt das vorliegende Prachtwerk, das ca. 100 quartseitige Zeichnungen enthält. Die ausführliche Einleitung ist von dem Wiener Lyriker Stefan Zweig geschrieben. Der Preis (Mk. 10) dieses starken Bandes, bei seiner künstlerisch tadellosen Ausstattung, ist ein durchaus billiger. * S. G o 1 d b e r g: Was ist Zionismus? — Krakau 1903. (Jüdisch.) Das zionistische Distrikt^komitee in Krakau fasste vor Jahresfrist den Plan zur Herausgabe einer Sammlung kleinerer Schriften im Jargon, die der Aufklärung und Belehrung der Volksmassen dienen <?oll. Die jüdische Masse stellt bekanntlich zu der horrenden Zahl von Analphabeten, durch die sich Galizien auszeichnet, den geringsten Kontingent. -Wenn nicht eine europäische, so liest doch jeder Jude seine Sprache — die jüdische und er, wie