Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 44 (30.10.1903)
- Article
- [Ohne Titel] / Die Welt <Administration>
- Date
- 1903-10-30
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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Redaktion und Administration : WIEN IX., Türkenstrasse Nr. & Telephon 14.199. 1 . Ro7r nQnroicD" Oesterreich-Ungarn: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr. 6—, vierteljährig Kr. 3.—. Für das Ausland: IJü£iiyO|JI OIOC. Deutschland ganzjährig Mk. 13.70, halbjährig Mk. 6.85, vierteljährig Mk. 3.45, England gan2jährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.—, vierteljährig Shg. 3.10, Russland ganzjährig R. 7.—, halbjährig R. 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten garzjährig Frcs. 17.—, halbjährig Fr es. 8.50, vierteljährig Frcs. 4.25, Amerika ganzjährig Doli. 3.40, halbjährig Doli. 1.70. vierteljährig Doli.—.85. Nr. 44 Wien, 30. Oktober 1903 — 9. Maroheschwan 5664, 7, Jatirgang. Erscheint jeden Freitag. Zuschriften sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaktion oder Administration : Wien, IX., Türkenstrasse; 9, zu richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und Manuskripte nicht zurückgesendet. Preise der Anzeigen : laut aufliegendem Tarif. Der Inseratenteil wird Dienstag abends geschlossen Einzelne Nummern 30 Heller. ► Sprechstunden der Redaktion täglich von 10—VJ2 Uhr. * Wirersuchen unsere geehrten Abonnenten, welche mit der Zahlung des Abonnementsbetrages im Rückstände sind, um rechtzeitige Einzahlung desselben, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Unsere Hauptvertretung für Russland hat die Buchhandlung „Hazefira" in Warschau, Marianska 2 pie Administration der „Well". Zion und Ostafrika. An die Delegierten des VI. Zionistenkongresses! Meine Tätigkeit in Palästina verhinderte mich, am VI. Kongress teilzunehmen. lieber meine Arbeit auf den Bergen Israels werde ich dem Comite von Wien und Odessa böBicltiiBö). Hier will ich nur erklären, dass ich nach meiner .Rückkunft^ öicfe* Hause erfahren habe, dass ich mit der Wiederwahl ziim M^tgOMle des zionistischen Aktions- Comites beehrt worden sei. ' Es* isV Mbstverständlich, dass ich mich verpflichtet erachte, rastlos für die;Wiedergeburt unseres Volkes zu arbeiten, wie es der Kongress besöln^seri hat, und wie es das gewählte A.-C. beschliessen wird. —" Was aber den Hauptbeschluss des Kongresses betrifft — die Entsendung einer Expedition nach Ostafrika — so halte ich diesen Besehluss als für mich nicht bindend. Ich widersetze mich ihm mit meinem ganzen Wesen und werde mit aller Kraft mich bestreben, seiine Durchführung zu verhindem.. Die Majorität des Kongresses kann in irgend einer Arbeits- oder Tatfrage entscheiden, aber nicht in der des Prinzips und des Ideals. Und ebenso wie alle Majoritäten der Welt mich weder vom Glauben Israels noch von der Thora Israels abbringen werden, wird mich auch die Majorität des Kongresses (rms: der Zahl nach) von Erez Israel nicht wegbringen; denn nur diejenigen, die von der Diplomatie und dem übertriebenen Politisieren verblendet waren, haben es in ihrer ISfaivetät nicht bemerkt, dass der Besehluss des zionistischen Kongresses eine Expedition nach irgend einem Lande zu entsenden, eine, Lossagung, eine Scheidung' von-Palästina ist. Heber meine Agitation und Tätigkeit in dieser .Kardinalfrage werden Sie nächstens erfahren. Ussischkin. Jekaterinoslaw, 25. Tischri. Ersuche die zionistischen Zeitungen in allen Sprachen und Ländern, diesen Brief abzudrucken. Antwort. Von Dr. Herzl. Herr Ussischkin aus Ekaterinoslaw hat den dringenden Wunsch, die vorstehende Erklärung zu veröffentlichen. Er soll auch gleich seine Antwort erhalten. Der Kongress, der Herrn Ussischkin auf Vorschlag des Permanenz-Ausschusses als eines der 45 Mitglieder des. grossen Aktions-Comites wählte, erwartete von ihm, wie von allen anderen Mitgliedern des Aktions-Comites, dass er. mit den Rechten auch die Pflichten dieses Amtes übernehme. Dazu gehört zunächst,. dass er sich als Mitglied dieses Kollegiums ansehe und nicht als jemand, der ausserhalb des Comit.es -oder über diesem stehe. Im Comite kann .er seine Anschauungenvertreten-und. hat ..sich der Majorität zu fügen, wie wir alle es ausnahmslos tun. Will er keine Parteidisziplin halten - und seine eigenen Wege gehen, so wird ihn niemand daran hindern. Aber es gehört sich in diesem Falle, dass er sein Amt niederlege. Herr Ussischkin hat seine Anschauungen immer ungehindert vertreföri' keinen und er hat es auch immer mit grosser A7ehemenz getaiv oV'es sjch um die Errichtung, einer Bankfiliale in Eussland oder um etwas anderes handelte. Die Gewaltsamkeit, mit der er jetzt auftritt, hat also für mich nichts .Neues. Wenn ich seinen jetzigen Ueber-- griff zurückweise, so geschieht es, weil von mancher Seite versucht wird, Verwirrung in unsere Reihen zu bringen. Ich will zur Ehre des Herrn Ussischkin annehmen, dass er gar nicht ahnt, wem er dient, wenn er die Führung unserer Bewegung angreift. Es haben ja manche', die man bei unseren Arbeiten nie .gesehen hat, , oder die sich schon seit einiger Zeit schmollend zurückgezogen hatten, weil ihre Eitelkeit oder Vorteilnascherei nicht befriedigt wurde — es haben, sage ich, manche schon, den Moment gekommen geglaubt, eine Erbschaft anzutreten, weil , meine Freunde und ich dem Kongress; vorschlugen, eine Expedition zur Untersuchung des grossartigen englischen Antrages zu ent-