Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 37 (11.9.1903)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1903-09-11
- Page
- 13 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 37 „bis & weit11 Seite 13 London, den 1. September 1903. Anregung für den Nationalfonds. Neujahrsglückwunschpostkarten mit eingedrukhr Nationalfondsmarke und entsprechen der hebräischer Aufschrift. Der Vertrieb der Karten könnte durch die zionistischen Vereine zu angemessenem Preise geschehen. Ein Zi'on i st aus dem East-End von London. * Geehrter Herr Redakteur! Zar Vargrösserung des Natioaalfonds mache ich folgenden Vorschlag: Jeder Aktionär von fünf Aktien aufwärts verzichtet auf die Dividende per circa 2 Procent zu Gunsten des Nationalfonds. Die Verzichtleistung gilt für drei Jahre. — Dt Nationalfonds ist das erste Gut, das erste alleinige Eigentum des jüdischen Volkes. Die Erstlinge eines jüdischen Gutes sind nach der Thora jeweilig nicht zu verwenden asw^y DdS JTIT D^tP trbtt?«- &lB0 wir dürfen nicht die ersten Zinsen, die erbten Früchte beheben und heilig müssen sie bleiben zur Stärkung des Nationalen s. Wenn ich die Grenze stelle, bei fünf Aktien anzufangen, will ich nicht den armen jüdischen Aktien-Besitzern eine neue Steuer zuweisen. Der fünf Aktien besitzt, der wird gerne dieses Opfer bringen. Ich bitte dieses Projekt in der Welt in der nächsten Nummer zu veröffentlichen. Ich will gleich den ersten Anfang machen, und erkläre hiemit, dass ich zehn Aktien besitze, und verzichte auf die Zinsen im Laufe von drei Jahren zu Gunsten des Nationalfonds. Krakau, den 8. September 1903. Mit Zionsgruss S i n a Pelz. * Lö bliche Redaktion! Der Verlag des „Rocznik Zydowski" in Lemberg hat heute beschlossen, alle Exemplare der nächstjährigen Auflage mit je einer ^Nationalfondsmarke zu versehen. Bei unserem „Rocznik Zydowski", der bei dessen agitatorischen Bestimmung im grossen Teile auf noch nicht für den Zionismus akquirierte Kreise reflektiert, zogen wir es vor, die Selbststeuer aus eigenem zu decken, doch wird es allen anderen zionistischen Verlagsunternehmungen überlassen, ob sie die Steuer durch Einhehung des Markenwertes auf die Leser übertragen oder auch aus eigenem aufbringen wollen. Lemberg, den 31. August 1903. Mit Zionsgruss Der Verlag des „Rocznik Zydowski" inLemberg. # An die zionistischen Vereine! Wir erlauben uns bei Gelegenheit der bevorstehenden Kongressbericht-Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen nochmals auf das in unserem Verlage erschienene Buch : „Die Judenmassacres in Kischenew" hinzuweisen. Der Reinertrag dieses Buches Ut — wie bereits angekündigt — zum Besten der Kischenewer Juden bestimmt, und ist den Vereinen Gelegenheit geboten, auch ihrerseits erhebliche Beträge zu diesem Zwecke aufzubringen. Wir geben daher dieses Buch, dessen Verkaufspreis 1 Mark beträgt, den uns bekannten Vereinen bei entsprechendem Bezug zu 60 Pf. per Exemplar ab, gegen die Verpflichtung, das Buch nicht unter 1 Mk. zu verkaufen und den Ueberschuss ebenfalls für Kischenew zu überweisen. Ausserdem offerieren wir den Vereinen zum gleichen Zwecke und unter gleichen Voraussetzungen, die soeben erschienene und in Dreifarbendruck hergestellte Kischenew-Pos tkarte von E. M. Lilien zum Preise von Mk. 6.— per 100 Stück, franko. Hochachtungsvoll Jüdischer Verlag, Berlin, SW., Grossbeerenstrssse 75. * Jüdische Studenten! Akademische Bürger! Unser Verein tritt mit Beginn des Semesters in das zweite Jahr seines Bestandes. Wir können uns nicht einer langen Vergangenheit und einer langjährigen Tätigkeit rühmen, aber mit desto mehr Selbstgefühl können wir sagen, dass wir eine solche Institution gegründet haben, deren Mangel und Notwendigkeit die ganze jüdische Jugend fühlte. Wir bilden den Verein „Magyar zsidö ifjak egyesülete" („Verein ungarischer jüdischer Jünglinge"). Wir begründeten ihn ohne irgend eine Hilfe, gestützt auf unsere eigene Kraft, vertrauend auf die Begeisterung der ungarischen jüdischen Jugend, dass sie der Fahne, die wir erhoben, folgen und sie beschützen werde, dass sie für das Erreichen unserer Ziele kämpfen werde. Denn unser Ziel und Zweck ist, dass wir die in der Hauptstadt befindliche intelligente jüdische ungarische Jugend vereinigen sollen, dass wir uns gegenseitig belehrend, die Begeisterung für unseren hehren Glauben teils erwecken, teils wach erhalten, dass wir uns gegenseitig unterstützend, unsere herrliche Vergangenheit, unsere Geschichte, unsere grossartige Literatur kennen lernen, dass wir uns so selbst kennend, mit Selbstgefühl und in vollem Bewusstsein unseres Wertes uns Juden nennen können. Unsere Hoffnung täuschte uns nicht. Die ungarische jüdische Jugend verstand unseren Ruf, sie strömte in grosser Anzahl zu uns und machte unseren Verein mit ihrer Begeisterung zu einpm freundlichen Heim. Diese Begeisterung und dieser Eifer ermöglichte es, dass unser heisser Wunsch in Erfüllung ging. Auf Wunsch unserer Mitglieder begründeten wir in unserem Vereine die jüdische Mensa, wo j^d^s Mitglied den strengsten rituellen Erfordernissen entsprechende billige und gute, arme Kollegen unseren Fähigkeiten gemäss unentgfltliche Mittagskost bekommen. An euch wenden wir uns nun, jüdische akademische Bürger, und an euch, jüdische Jünglinge, die ihr die Mittelschulen beendigt habet: Scharet euch jetzt am Beginn des Schuljahres um unsere Fahne, tretet alle in den Verein „Magyar zsidö ifjak egyesülete*; es fehle keiner von euch, in dem noch jüdischer Glaube und jüdisches Gefühl lebt, kommet zu uns und nehmet Teil an unserer edlen Arbeit. Jüdische Jünglinge! Wir vertrauen auf euch und hoffen eure Hilfe! Unser Vereins-, respektive Mensalokal befindet sich vom 1. September VII. Kert^sz-utcza 43, wo wir neuen Mitgliedern, die sich auf die Universität inskribieren mit Aufklärungen und Weisungen gerne dienen. Die Mensa wird am 15. September eröffnet. Mitgliedstaxe (für ordentliches Mitglied) jährlich 4 Kronen, für unterstützendes o Kronen. Budapest, im September 1903. Das Präsidium des Magyar zsidö ifjak egyesülete VII. Kertesz-utcza 43. # Prossnitz, den 25. August 1903. Wir ersuchen um Aufnahme folgender Notiz: Veranlasst durch mehrere irrige Aeusserungen über unseren Verein, erlauben wir uns folgendes zu erklären : Der „Ferialverein jüdischer Hochschüler „Giskalah" in Prossnitz" steht auf streng jüdischnationaler Basis. Der Verein sieht seine vornehmste Aufgabe in der Verbreitung und Pflege jüdischer Literatur und Geschichte und bemüht sich, alle Fragen, die das Judentum berühren, im Schosse des Vereines und in der Oeffentlichkeit zu diskutieren. Ueberdies erlauben wir uns bekanntzugeben, dass alle unsere Mitglieder ihren Schekel gehörig entrichten. Im voraus für die gütige Aufnahme dieser Zeilen dankend, für den „Ferialverein jüdischer Hochschüler „Giskalah" in Prossnitz" jur. David Bertzauer, cand. ing. O. Stern, dz. Schriftführer. dz. Präses. * Zürich, 5. September 1903. Tit. Redaktion der „Weif 1 Wollen Sie gefälligst fügendes berichtigen : 1. Das in Nr. 2, Seite 10, der Kongress-Nummer der „Weif erörterte Votum von Camille Levy im Namen der schweizerischen Landsmannschaft auf Einsetzung einer Kommission für das Studium der Afrikafrage, stammt nicht von Camille Levy, sondern von Dr. Farbstein.