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Die Welt · 1903-09-04 · 36 (4.9.1903) · p. 12

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
36 (4.9.1903)
Article
Begrüssungsschreiben an den Kongress
Date
1903-09-04
Page
12 (sequence 2)
Language
German
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Seite 12 „bis # W^lt Nr. 36 aus Hegermühle, Dr. J. Niemierower, Jassy; Leopold Liberman, Kinet-Tscherk; „Lemaan Zion", Serednik; „Agudas Haschachar, Qoniondz; Zion. Sabath-Schule Chicago; „Agudas Zion, Zawierze, Zionisten in Petrosawodsk; „Zion44, Philipoppel; Verc:n jüd. Hochschüler, Prag; „Kadimah44, Frumusien; „Universite Popul. Juive, Paris; Zionisten in Schabatz; „Agudas Zion", Brest; Chermon, Metvulet (Palästina). Bacher, Stanislau; Salinger u. Auerbach, Neustadt a. W.; Förs'.cr, Nadworita; Langinger Sarnbor; Wagner, Berlin; Lustgarten, Pozoritta (Buk.); Cheiz, Romau; Kleinmann, Nadworna; M. Resek, Pilsen; Max. Gach, Prag; Niemirovsky, Rusevo (Slavonien); Zion. Jugend, Jaroslau; Jugendliche Arbeiter, Wien; Zion.Studenten, Karlsbad; Verein „Jehudith44, Rustschuk; „Nes Zionah4', Swras; „Schiwat Zion44, London; „Bnos Zion", Kinstindil; Verein „Zion44, Kinstendil; „Progress44, Zdziwetz; „Fedcration Zioniste44, Paris; „Bnei Zion44, Tulcea; „Ahawas Zion', Fehn; „Zeire Zion44. Bielsk; „Joung Lovers of Zion44, London; „Awodas Zion'4, Bukarest; „Zion44, Zuckmantel; „Agudas Zion4', Brezina; Jüd. Mittelschüler, Wien; „Dorsche Zion , Kiew; Zionisten in Stryj; Verein Ruth, Krakau; Pinsker, Odessa; Zionisten in Philipoppel; Isr. Gemeinde „Chabad44, Jerusalem; „Beth Sepher44, Popelan; „Zion44, Czortkow; „Erez Israel", Stanislau; „Maccabean Sehval'4, Jaffa; „Mwaseret Zion', New-York; „Fraternitas", Prag; „Theodor Herzl", Odessa; Zion. Verein, Irkutsk; Zion. Verein, Kursk; „Emunah44, Bielitz; „Geulath Hoorez44, Dwinsk; Zionisten in Slawuta4 Wilkowi;:hki; „Chowewe Zion44, Kros; Zionisten in Piatria N., New-York; „Agudah Zion44, Donajewce; „Zeireh Zion44, Suwalski; „Bnei Zion Dr. Nordau44, Bukarest. Zeitungsstimmen. Auch heuer hat sich die Presse fast der ganzen Welt mit dem Zionistenkongress beschäftigt. Hunderte und Hunderte von Zeitungen — von den grossen Weltblättern angefangen bis zu den Lokalblättern der Provinzstädte — brachten Referate. Doch waren heuer die Berichte entsprechend der Bedeutung der Kongressverhandlungen zumeist ausführlicher als in früheren Jahren. Wir bringen im Nachfolgenden in bunter Reihe eine kleine Liste von Blättern, soweit wir sie jetzt überblicken können. Sie hat selbstverständlich bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit^ In der nächsten Nummer beginnen wir mit der Veröffentlichung der kritischen Stimmen über den Kongress. Verhandlungsberichte des Kongresses brachten: The Times, Daily Graphic, Daily Telegraph, Daily Mail, Frankfurter Zeitung, Die Zeit-Wien, DaiJy Ghronicle, Daily News, Independance Beige, Neues Wiener Tagblatt, Kölnische Zeitung, Lorrain-Metz, Reforme-Brüssel, Strassburger Post, Prager Tagblatt, Siecle-Brüssel, L'Etoile Beige, Baseler Zeitung, Fjeld-London, Berner Bund, Independence Roumaine, Münchener neueste Nachrichten, Stampa-Turin. Die Pariser Blätter: Temps, Jour, Patrie, Rappel, Siecle, Pariser Zeitung, Cote de la Bourse et Banque, National, La Gorrespondance Havas Liberte, Petit Colonial, La Fronde, L'Action, Tribüne Fra^aise, Soir, Presse, Groix, La Petite Republique, Grand National, Europeen, Autorite, Verite Frangaise, XIX. Siecle, Gil Blas, Aurore, Eclair. Ferner die Blätter : Tribuna-Rom, Berliner Tageblatt, Reemans- Journal-Dublin, Hamburger Fremdenblatt, Neues Pester Journal, Courier de Bruxelles, Tribune-Genf, Petit Nhjois-Nizza, The Star-London, Depeche de Rouen, Gazette-Brüssel, Tageblatt-Hannover, Semaphore-Marseille, Genevois-Genf, Soir-Brüssel, Eclaireur-Nizza, Hannoverscher Courier, Neue Züricher Zeitung, Breslauer Zeitung, Tägliche Rundschau-Berlin, Budapester Tageblatt, Hamburger Correspondent, Frankfutter Intelligenzblatt, Grazer Volksblatt, Leipziger Neueste Nachrichten, Bohemia-Prag, Schlesische Zeitung - Breslau, Deutsche Volkszeitung-Reichenberg, Teplitzer Zeitung, Petit Bleu-Brüssel, *Correspondencia d'Espagna-Madrid, Corriere Nazionale - Turin, Avanti - Rom. Financial Times-London, Progres Republicain-Poitiers, Le Petit Provengal - Marseille, La France - Bordeaux, Gazette de Lausanne, Journal D' Alsace-Strassburg, Petite Gironde- Bordeaux, Peuple-Brüssel, Express de Lyon, Roma- Neapel, Gazetta di Torino, Suisse-Genf, Lyon Republicain, Depeche Tunisienne, Reveil du Nord-Lille, Depeche Algerienne-Algier, Express du Midi-Toulouse, Giornale D'Italia-Rom, Corriere della Sera-Mailand. Journal de Rennes, Het Nieuwsblad - Amsterdam, Petit Phare- Nantes, Republicain Orleanais, Reforme - Brüssel, Sketch-London, Odessky Listok-Odessa etc. etc. Wir fahren mit Ausweisen fort, Die Haltung der Wiener Presse. Es gibt in den Redaktionsstuben der Wiener Tageszeitungen eine stereotype und ziemlich gefürchtete Frage, die zum eisernen Bestände des Bureausprachschatzes gehört. Sie lautet: „Warum ham wir das nicht?" Wenn der Herr Chefredakteur vormittags im Lesezimmer oder in seinem Privatgemach die einzelnen Morgenblätter durchforscht und scharf darauf achtet, ob sein Blatt nicht um eine Nachricht ärmer sei als die übrigen Zeitungen, dann geschieht es mitunter, dass er seinen Blick zornig-erstaunt auf einen Bericht in einem der anderen Blätter heftet und ausruft: „Warum ham wir das nicht?" Und er wendet sich sodann mit der gleichen Frage an den Chef des „Lokalen Teiles" oder der Gerichtsrubrik oder sonst einen Ressortchef, der es unglückseligerweise veräumt hat, die urgierte Nachricht in die Notizen- und Artikelkollektion des Blattes einzureihen. In der letzten Woche, da in Basel der Zionistenkongress tagte, hat sicherlich mancher Chefredakteur, wenn er in anderen Blättern Berichte über den Kongress las, vorwurfsvoll ausgerufen: „Warum ham wir das nicht?- Aber er hat es nur sehr leise gerufen, denn wenn er mit lauter Frage an den verantwortlichen Ressortchef herangetreten wäre, so hätte ihm dieser vermutlich mit gewohnter Devotion aber achselzuckend erwidert: „Warum wir das nicht ham? Es ist ja schon im Jahre 1897 die Parole ausgegeben worden, dass das Wort „Zionismus* für alle Zeiten aus den Spalten unseres Blattes zu verbannen sei!" Jawohl, heuer war mancher Zeitungschef nicht ganz damit zufrieden, dass sein Blatt auf Grund der erwähnten Parole ohne Kongressberichte erscheinen musste, denn erstens waren infolgedessen mehrere Mitblätter um eine Nachricht voraus, da sie heuer den Baseler Kongress nicht mehr mit Stillschweigen übergingen, sondern täglich Referate — oft in anerkennenswert freundlichem Tone — brachten; und zweitens fängt jetzt dieser Zionismus unversehens an, interessant zu werden, „Interessant", im Sinne des Journalisten: ein Brief des russischen Ministers Plehwe über die Judenfrage, ein Brief des englischen Ministers Chamberlain, ein autonomes jüdisches Gemeinwesen in Ostafrika, Massenauswanderung der Juden nach zweitausendjähriger Zerstreuung in ein neues Heimatland —Jfürwahr, das Herz muss einem gewiegten Journalisten bluten, wenn er infolge eines unvorsichtigen Grundsatzes diese Nachrichten nicht bringen kann. Jeder Satz an sich ist eine „Sensation" und schreit förmlich nach den fettesten gesperrten Lettern,

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